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Ernst-Binder-Stipendium an Schauspielerin Mercy Dorcas Otieno
Charaktervoll weitergehen
Graz, 2. Juni 2017. Das erste Ernst Binder-Stipendium der Stadt Graz, des Freundeskreis' des Schauspielhaus Graz e.V. und des Schauspielhaus' Graz erhält die Schauspielerin Mercy Dorcas Otieno. Das mit 5.000 Euro dotierte Stipendium wird im Rahmen der Eröffnung des Dramatiker|innenfestivals Graz am 7. Juni verliehen. Das teilt das Schauspielhaus Graz mit.
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Graz, 2. Juni 2017. Das erste Ernst Binder-Stipendium der Stadt Graz, des Freundeskreis' des Schauspielhaus Graz e.V. und des Schauspielhaus' Graz erhält die Schauspielerin Mercy Dorcas Otieno. Das mit 5.000 Euro dotierte Stipendium wird im Rahmen der Eröffnung des Dramatiker|innenfestivals Graz am 7. Juni verliehen. Das teilt das Schauspielhaus Graz mit.
Florian Köhler und Mercy Dorcas Otieno in "Geächtet" am Schauspielhaus Graz © Lupi Spuma Mercy Dorcas Otieno wurde in Nairobi in Kenia geboren und studiert am Wiener Max Reinhardt Seminar im dritten Jahr Schauspiel. Sie debütierte bereits im Jahr 2009 am Schauspielhaus Graz und spielte 2012 bei Ernst Binder am Drama Graz in der Uraufführung von "Gott ist ein Deutscher" von Fiston Mwanza. Zur Zeit ist Otieno in Ayad Akhtars "Geächtet", inszeniert von Volker Hesse, in Graz zu sehen.
Begründung
Der Jury für die Vergabe des Stipendiums gehörten an: Peter Grabensberger vom Kulturamt der Stadt Graz, die Vorsitzende des Freundeskreis des Schauspielhaus, Elgrid Messner, der Schauspieler und Regisseur Daniel Doujenis sowie die Geschäftsführende Intendantin des Schauspielhaus Graz, Iris Laufenberg. In ihrer Begründung heißt es: "Mit viel Einsatz, Mut und ihrer starken Persönlichkeit hat die gebürtige Kenianerin Mercy Dorcas Otieno bewiesen, dass sie sich nicht nur einem unbekannten Kulturraum öffnet und sich auf diesen einlässt, sondern ihn sich so weit aneignet, dass dessen Sprache, nämlich die deutsche Sprache, zu ihrem wichtigsten Instrument, zu ihrer Bühnensprache, wird.
Ihr schauspielerischer Weg wurde nicht nur von Beginn an von Ernst Binder begleitet, sondern dieser Weg entspricht auch seiner Biografie und Persönlichkeit – in der gemeinsam gearbeiteten Produktion, der Uraufführung von „Gott ist ein Deutscher“ von Fiston Mwanza im Jahr 2012, wurde Migration, Vergangenheit und Zukunft(sträumen) künstlerisch nachgespürt und dadurch der in heutiger Zeit so brisante gesellschaftliche Diskurs von Flucht und Migration vorweggenommen ...".
Stipendium
Die Stifter möchten durch die jährliche Vergabe des Stipendiums an eine Person aus dem Bereich Darstellende Kunst, "wünschenswerterweise mit Graz-Bezug", die Erinnerung an den im Jänner 2017 verstorbenen Künstler Ernst Binder bewahren. "Es ist eine Aufforderung, einen im Sinne des Künstlers begonnenen Lebensweg, mutig und charaktervoll weiterzugehen, und diesen lustvoll und ERNSThaft mit seinem Können, seiner Arbeit und seiner Persönlichkeit auszubauen", zitiert die Presseaussendung aus den Statuten des Ernst-Binder-Stipendiums.
(www.schauspielhaus-graz.com / jnm)
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