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Kostümbildnerin Moidele Bickel gestorben
Elementare Stoffe, Schnitte, Farben
17. Mai 2015. Die Kostümbildnerin Moidele Bickel ist am Sonntag in Berlin gestorben, das wurde heute aus Theaterkreisen bekannt. Bickel, am 6. März 1937 in München geboren, arbeitete ab den 70er Jahren für die großen deutschen Regisseure. Von 1970 bis 1992 entwarf sie an der Schaubühne Berlin die Kostüme für zahlreiche Inszenierungen von Peter Stein. Sie arbeitete außerdem an Bühnen in Paris, Wien, Salzburg und Zürich für Regisseure wie Klaus Michael Grüber, Luc Bondy, Robert Wilson und Patrice Chéreau.
Elementare Stoffe, Schnitte, Farben
17. Mai 2015. Die Kostümbildnerin Moidele Bickel ist am Sonntag in Berlin gestorben, das wurde heute aus Theaterkreisen bekannt. Bickel, am 6. März 1937 in München geboren, arbeitete ab den 70er Jahren für die großen deutschen Regisseure. Von 1970 bis 1992 entwarf sie an der Schaubühne Berlin die Kostüme für zahlreiche Inszenierungen von Peter Stein. Sie arbeitete außerdem an Bühnen in Paris, Wien, Salzburg und Zürich für Regisseure wie Klaus Michael Grüber, Luc Bondy, Robert Wilson und Patrice Chéreau.
Am Burgtheater arbeitete sie mit George Tabori, Claus Peymann, Luc Bondy und vor allem mit Andrea Breth. Daneben schuf Bickel auch Kostümbilder für Opern-, Film- und Fernsehproduktionen. Ihre Kostümgestaltung bei Eric Rohmers Die Marquise von O. (1976) brachte ihr einen British Academy Award ein. 1994 und 1995 gewann sie in Frankreich zweimal in Folge den César: 1994 für Claude Berris Germinal, im Jahr darauf für Patrice Chéreaus Die Bartholomäusnacht, für den sie auch für den Oscar nominiert wurde. 2009 zeichnete Moidele Bickel für die Kostüme bei Michael Hanekes Kinofilm Das weiße Band verantwortlich und wurde mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.
Der Theaterkritiker Georg Hensel schrieb über sie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 21.1.1978: "Bickel erzählt durch Stoffe, Schnitte, Farben. (...) Ihr Realismus, mit einer bäuerlichen Poesie, seiner Selbstverständlichkeit des Alltäglichen und des Bizarren reicht tief in unsere allerfrühsten Erfahrungen: es ist der Realismus der Märchen."
(Berliner Ensemble / wikipedia / sik)
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