Uwe Eric Laufenberg plädiert in einem Offenen Brief für den Kölner Bühnenneubau

Nicht steuerbarer Ausnahmezustand

Köln, 30. Januar 2010. Nach Anlaufen des Bürgerbegehrens zur Verhinderung des Neubaus für die Bühnen der Stadt Köln haben einem Bericht der Kölnischen Rundschau zufolge der Intendant der Kölner Oper, Uwe Eric Laufenberg, ihr Geschäftsführender Direktor Patrick Wasserbauer und der Leiter des Projektbüros Sanierung/Neubau Andreas Fischer in einem Offenen Brief daran erinnert, dass dem verabschiedeten Entwurf "ein langer demokratischer Prozess" vorausgegangen ist. "Wir geben zu bedenken: Das im Jahr 1958 eröffnete Opernhaus ist noch nie saniert worden", zitiert das Blatt aus dem Schreiben.

Technischer Direktor der Salzburger Festpiele fristlos entlassen

Verdacht auf Misswirtschaft

Salzburg, 29. Januar 2010. Klaus Kretschmer, seit zwei Jahrzehnten Technischer Direktor der Salzburger Festspiele und eigentlich hoch gelobt, ist vor einigen Tagen fristlos entlassen worden, wie die Wiener Tageszeitung Der Standard (29.1.2010) berichtet. Grund ist seine Arbeit für die Osterfestspiele, die der Leitung der Salzburger Festspiele bisher nicht bekannt gewesen sein soll; Kretschmer hatte dort ein "Nebenbeschäftigungsverbot". Er soll – ohne dass dies bereits letztgültig erwiesen wäre – "ungerechtfertigte Beraterhonorare kassiert haben", so Trenkler. Diese habe Kretschmer für Leistungen erhalten, die die Osterfestspiele, die selbst keine Opern produzieren können, bei den Sommerfestspielen bestellt hatten. Sie sollen also zweimal gezahlt haben: an die Salzburger Festspiele und an Kretschmer.

Neuer Dramatikerpreis des Kölner KunstSalons an Christoph Nußbaumeder

Konzentration auf die Kunst des Fallens

Köln, 29. Januar 2010. Von diesem Jahr an will der Kölner KunstSalon, eine Privatinitiative zur Förderung von Kunst und Kultur, jährlich einen Dramatikerpreis verleihen und damit das Theater der Stadt unterstützen. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und soll es dem Preisträger ermöglichen, für das Schauspiel Köln ein Stück zu schreiben und "sich auf das Schreiben zu konzentrieren". Das Schauspiel soll seinerseits für die Uraufführung des Werkes sorgen.

Kürzungen am Theater Augsburg

2 von 27 weg

Augsburg, 28. Januar 2010. Wie Michael Hörmann in der Augsburger Allgemeinen (29.1.) berichtet, wird das Theater Augsburg aufgrund der "dramatischen städtischen Finanzlage", wegen der die Zuschüsse für die Kultur gekürzt werden, in der nächsten Spielzeit vermutlich auf zwei seiner 27 Inszenierungen verzichten müssen – auf eine Oper und ein Schauspiel. Auch in anderen Kulturbereichen muss gespart werden. Der Augsburger Kultur- und Sportreferent Peter Grab verteidigte die Sparpolitik: "Natürlich tun die Kürzungen weh. Aber es sind alle Referate betroffen. Mit der Kultur und dem Sport geht es weiter in Augsburg. Viele Dinge werden trotz der Haushaltskrise stattfinden."

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