Şeyda Kurt

Şeyda Kurt ist Autorin und Moderatorin. Sie studierte Philosophie, Romanistik und Kulturjournalismus in Köln, Bordeaux und Berlin. In ihrer Kolumne ❤️topia begab sie sich auf die Suche nach Utopien der Liebe auf der Bühne: Was erzählt uns das Theater über Zärtlichkeit? Und wo bleiben neue Visionen von Romantik, Freund*innenschaft und Solidarität?

Alle Kolumnen von Oktober 2020 bis April 2021

Kolumne ❤️topia: Şeyda Kurt über die Entstehung der Romantik, wann, wie und für wen

Er will!

von Şeyda Kurt

25. Februar 2021. Am 14. Februar, am sogenannten Valentinstag, twittere ich: "Ich habe keine romantischen Gefühle gegenüber Deutschland." Eine Aussage dieser extrem beschönigenden, abmildernden Art nennt sich Euphemismus, das lernte ich im Deutschunterricht (denn eigentlich meine ich damit, dass ich Deutschland einfach wirklich nicht so mag).

Kolumne ❤️topia: Şeyda Kurt stellt ihrer Mutter eine Gretchenfrage und wünscht sich mehr Rächerinnen auf der Bühne

(In-)Glorious Avengers!

von Şeyda Kurt

12. Januar 2020. "You are beautiful, but you will always remind me of violence." – Otobong Nkanga 

Im Juni schrieb ich eine Kolumne über einen kurdischen Schauspieler, seinen toten Hund und meine Mutter, die jeden Abend vor dem Fernseher von der Karibik träumt. Ein Leser kommentierte: "Tja! Wieso geht ihre Mutter nicht in das Theater?!" Prompt kochten meine Komplexe hoch, die viele Kinder von migrantischen Eltern aus der Arbeiter*innenklasse kennen dürften. Das Gefühl, dass solche beiläufigen, vermutlich gar nicht böse gemeinten Fragen als demütigender Tadel meine, unsere Unzulänglichkeit adressieren.