meldungen
Uwe-Johnson-Preis an Irina Liebmann
Jenseits der einfachen Wahrheiten
21. Juli 2020. Die Schriftstellerin Irina Liebmann erhält den diesjährigen Uwe-Johnson-Preis. Das ist der Webseite des mit 20. 000 EUR dotierten Literaturpreises zu entnehmen, der seit 1994 verliehen wird. Liebmann wird für ihren im Frühjahr erschienenen Roman "Die große Hamburger Straße" ausgezeichnet.
Schauspielerin Elisabeth Ebeling verstorben
"Ein unerschöpfliches Universum"
Aachen, 20. Juli 2020. Die Schauspielerin Elisabeth Ebeling ist tot. Wie das Theater Aachen, dessen Ensemblemitglied Ebeling seit vielen Jahren war, heute mitteilt, starb die Schauspielerin bereits am 16. Juli "nach längerer Krankheit" im Alter von 73 Jahren. Noch
Elisabeth Ebeling © Marie-Luise Mantheiim vergangenen Jahr habe Ebeling demnach ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert. Aachens Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck würdigte Elisabeth Ebeling als "eine unverwechselbare Kollegin und großartige Bühnenkünstlerin".
Neubau für Rostocker Theater beschlossen
Nächste Etappe erreicht
Rostock, 18. Juli 2020. Der Bürgerschaftsausschuss des Eigenbetriebs Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Stadt Rostock hat als zukünftiger Bauherr den Bau eines neuen Theaters beschlossen. Wie die Norddeutschen Neuesten Nachrichten melden, soll das Gebäude für 110 Millionen Euro am Bussebart entstehen und vom Berliner Büro Hascher Jehle umgesetzt werden, die im Herbst letzten Jahres den Architekturwettbewerb gewonnen hatten.
Interimsintendanz am Theater Regensburg
Das unmögliche Theater
Regensburg, 18. Juli 2020. Klaus Kusenberg, Schauspieldirektor am Theater Regensburg, übernimmt in der Spielzeit 2021/22 zusätzlich interimistisch die Intendanz des Hauses. Der Verwaltungsrat des Theaters entschied sich gestern für diese Lösung, um ohne Zeitdruck eine Nachfolge für den ans Staatstheater Meiningen wechselnden Intendanten Jens Neundorff von Enzberg zu finden.
Halle: Florian Lutz' Vertrag einvernehmlich aufgehoben
Alle Wege frei
Halle, 14. Juli 2020. Der Aufsichtsrat der Bühnen Halle (TOOH) und Opernintendant Florian Lutz sind überein gekommen, seinen Dienstvertrag als künstlerischer Leiter der Oper Halle zum 31. Juli und damit ein Jahr vor Ablauf aufzuheben. Lutz übernimmt ab Sommer 2021 die Intendanz in Kassel. Sein Vertrag in Halle lief ursprünglich bis Ende der Spielzeit 2020/21. Nach einem Machtkampf mit dem Geschäftsführer der Bühnen Halle, Stefan Rosinski, war sein Vertrag in Halle nicht verlängert worden. Vor drei Wochen war nun Rosinski auf Beschluss des Aufsichtsrates der Theater Oper und Orchester GmbH Halle freigestellt worden, das vorläufige Ende des seit Jahren offen ausgetragenen Konfikts zwischen ihm, dem Opernintendanten und dem Intendanten des Schauspiel (Matthias Brenner), in dessen Zentrum u.a. mehrere Betriebsskandale und arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen standen.
Ehemaliger Intendant Michael W. Schlicht gestorben
Lebenszugewandt
10. Juli 2020. Der ehemalige Dramaturg, Regisseur und Intendant Michael W. Schlicht ist am Samstag, den 4.7. im Alter von 73 Jahren in Berlin gestorben. Das schreibt Joachim Lange in der Neuen Musikzeitung (nmz) unter Berufung auf Schlichts privates Umfeld. 1947 in Wietze bei Celle geboren, studierte Schlicht in Hamburg, Berlin und Wien Theater- und Musikwissenschaften und promovierte 1974 mit einer Arbeit über die Auftragswerke von Rolf Liebermann an der Hamburgischen Staatsoper.
Memmingen: Intendantin Kathrin Mädler verlängert
Zweite Runde
Memmingen, 10. Juli 2020. Der Zweckverband des Landestheaters Schwaben hat den Vertrag mit Intendantin Kathrin Mädler um fünf Jahre verlängert.
Internationaler Offener Brief für Redefreiheit
Wider die Intoleranz
8. Juli 2020. Mit einem Offenen Brief für Redefreiheit ist eine internationale Gruppe von Schriftsteller*innen, Wissenschaftler*innen und Journalist*innen an die Öffentlichkeit gegangen. In dem auf der Website des Harper Magazines veröffentlichten Schreiben mit dem Titel "Für Gerechtigkeit und Offene Rede" heißt es: "Der freie Austausch von Information und Ideen, der Lebenssaft einer liberalen Gesellschaft, wird täglich weiter eingeschränkt. Während wir das von der radikalen Rechten bereits gewohnt sind, breitet sich die Zensur auch in unserer eigenen Kultur immer weiter aus: eine Intoleranz anderen Ansichten gegenüber, ein Trend zu öffentlicher Beschämung und Ausgrenzung, eine Neigung, komplexe politische Themen in moralischer Selbstgewissheit aufzulösen."
Georg-Büchner-Preis 2020 für Lyrikerin Elke Erb
Forschendes Schreiben
8. Juli 2020. Die Lyrikerin, Übersetzerin und Kurzprosa-Autorin Elke Erb erhält den Georg-Büchner-Preis 2020, wie die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung mitteilt. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und gilt als höchste Auszeichnung für deutschsprachige Literatur.
Karin Beier bleibt am Schauspielhaus Hamburg
Darf Gründgens' Geist nun ruhen?
Hamburg, 7. Juli 2020. Karin Beier (54) soll bis 2025 Intendantin am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg bleiben. Darauf habe sie sich mit dem Hamburger Kultursenator Carsten Brosda (SPD) geeinigt, meldet die Hamburger Morgenpost.
Rettungspaket für britische Kultureinrichtungen
Späte Schritte
7. Juli 2020. Soforthilfe in Höhe von 1,57 Milliarden Pfund (1,74 Mrd. Euro) für Kultureinrichtungen in der Corona-Krise stellt die britische Regierung bereit. Das berichtet unter anderem der Tagesanzeiger.
Filmkomponist Ennio Morricone verstorben
Mächtige Mundharmonika
6. Juli 2020. Der Komponist Ennio Morricone ist am heutigen 6. Juli 2020 im Alter von 91 Jahren in Rom verstorben, wie unter anderen die Süddeutsche Zeitung berichtet. Morricone schuf Kompositionen für über 500 Filme und wurde insbesondere durch seine Filmmusiken für Italo-Western der 60er und 70er Jahre weltberühmt. Als ungeschlagener Klassiker darf sein vom Mundharmonika-Motiv getragener Soundtrack für "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968, Regie: Sergio Leone, mit Charles Bronson) gelten.
Europäischer Dramatiker* innen Preis verliehen
Hauptpreis für Wajdi Mouawad, Nachwuchspreis an Jasmine Lee-Jones
1. Juli 2020. Das Schauspiel Stuttgart vergibt erstmals einen Europäischen Dramatiker*innen Preis, das teilt das Theater mit. Der mit 75.000 Euro dotierte Preis, der künftig alle zwei Jahre vergeben werden soll, geht an an den Dramatiker und Theaterregisseur Wajdi Mouawad. Die britische Autorin und Schauspielerin Jasmine Lee-Jones erhält den Nachwuchsdramatiker*innen Preis dotiert mit 25.000 Euro.
New Yorker Broadway-Bühnen öffnen erst 2021
Verschobene Verschmelzung
New York, 1. Juli 2020. Die Theater am New Yorker Broadway werden erst im Jahr 2021 wieder öffnen. Wie u.a. Zeit Online meldet, nannte die Branchenvereinigung The Broadway League kein genaues Datum für die Wiedereröffnung. Am 12. März hatten die Theater schließen müssen, was für 31 Musicals und Theaterstücke im Spielbetrieb und acht Stücke in Vorbereitung die Absetzung bedeutete.
Studie: Arbeitsbedingungen in der Kultur
Beschäftigt auf dünnem Eis
26. Juni 2020. Daten zur sozialen und wirtschaftlichen Situation von Kulturschaffenden in Deutschland hat der Deutsche Kulturrat ausgewertet. Die Studie "Frauen und Männer im Kulturmarkt" wurde heute veröffentlicht, wie der Spitzenverband der Bundeskulturverbände in einer Pressemitteilung bekannt gab.
Bewährungsstrafe für Kirill Serebrennikow
Sühne für (Un-)Schuld?
Moskau, 26. Juni 2020. Zu drei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 800.000 Rubeln (umgerechnet rund 10.000 Euro) ist der russische Regisseur Kirill Serebrennikow heute von einem Moskauer Gericht wegen Veruntreuung von Fördergeldern verurteilt worden. Die Verurteilung meldete heute Vormittag Spiegel Online unter Berufung auf die Agentur Interfax, das Strafmaß am Nachmittag u.a. Zeit Online.
Festival Theater der Welt 2023 in Frankfurt-Offenbach
Theater am Main
26. Juni 2020. Das deutsche Zentrum des Internationalen Theaterinstituts (ITI) vergibt sein Festival "Theater der Welt" für 2023 an die Städte Frankfurt/Main und Offenbach. Das teilt das ITI in einer Presseaussendung mit. Erstmals wurde die Ausrichtung des Festivals formal ausgeschrieben. Unter den vier Bewerbungen entschied sich der Vorstand des ITI für die Konzeption des Teams um Matthias Pees (Künstlerhaus Mousonturm), Matthias Wagner K (Museum Angewandte Kunst) und Anselm Weber (Schauspiel Frankfurt).
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