meldungen

Wasserrohrbruch im Schauspielhaus Bochum

Wasserbedingte Technikschäden

15. Dezember 2019. Das Schauspielhaus Bochum muss wegen eines Wasserschadens den Spielbetrieb im Großen Haus einstellen, bis Mittwoch hofft man den Schaden zu beseitigen, das meldet unter anderem die WAZ. Der Rohrbruch sei am Samstagmorgen entdeckt worden. Die Feuerwehr habe das Wasser zwar zügig abgepumpt, technische Einrichtungen wurden aber beschädigt. Bis zum Mittwoch fallen die Vorstellungen im Großen Haus aus, die Kammerspiele sind davon nicht betroffen.

(sik)

Schauspieler Gerd Baltus gestorben

Von Gründgens bis zum Tatort

14. Dezember 2019. Der Schauspieler Gerd Baltus ist gestern in Hamburg gestorben, das meldet unter anderem der NDR. Baltus erhielt 1953 sein erstes Theaterengagement am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und gehörte von 1959 bis 1966 zum Ensemble der Münchner Kammerspiele.

Fonds Digital: 15 Projekte werden gefördert

"Richtungsweisende digitale Vorhaben"

11. Dezember 2019. Der antragsoffene Fonds Digital der Kulturstiftung des Bundes fördert mit insgesamt 13,18 Millionen Euro 15 Projekte, die sich dadurch ausgezeichnet hätten, dass sie die "digitalen Möglichkeiten und Herausforderungen der Gegenwart selbstbestimmt und gemeinwohlorientiert" mitgestalten und ihnen "kreativ und kritisch" begegnen. Das teilte die Kulturstiftung des Bundes heute in einer Pressemitteilung mit.

Plauen-Zwickau: Intendant um eine Spielzeit verlängert

Bis zu den Feierlichkeiten 2022

Plauen und Zwickau, 7. Dezember 2019. Der Intendant des Theaters Plauen-Zwickau Roland May wird um eine weitere Spielzeit bis zum Ende der Saison 2021/2022 verlängert. Diese Entscheidung seines Aufsichtsrats teilt das Theater in einer Presseaussendung mit. May leitet das Mehrspartenhaus seit der Spielzeit 2009/2010.

ZpS entschuldigt sich für Berliner Aktion

Bedauern und offene Fragen

Berlin, 4. Dezember 2019. Die Künstlergruppe Zentrum für politische Schönheit (ZpS) entschuldigt sich in einem heute auf ihrer Homepage veröffentlichten Statement für seine neueste Berliner Aktion "Sucht nach uns". Für die Aktion hatte die Gruppe, eigenen Erklärungen nach, echte Totenasche von Holocaustopfern aus der Erde in Deutschland, Polen und der Ukraine geborgen und in einer Säule verstaut, die am vergangenen Montag als Zentrum einer Gedenkstätte im Berliner Regierungsviertel aufgestellt wurde. Das Vorgehen war auf breite Kritik gestoßen. Jüdisch Verbände stuften die Aktion als Verletzung der Totenruhe ein, wie unter anderem die Jüdische Allgemeine berichtete.

Auswahl für die Autorentheatertage 2020

Dreckig, scharfzüngig, fast alltäglich

4. Dezember 2019. Die drei Stücke, die bei der Langen Nacht der Autorentheatertage 2020 am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt werden, stehen fest. Das gab das Deutsche Theater bekannt. Ausgewählt wurden aus 171 Einsendungen: "beach house" von Dorian Brunz, "Hitlers Ziege und die Hämorrhoiden des Königs" von Rosa von Praunheim, "Schleifpunkt" von Maria Ursprung.

Zur Jury, die die Auswahl getroffen hat, gehörten in diesem Jahr: die Dramatikerin Dea Loher (Juryvorsitz), die Schauspielerin Nina Hoss und der Dramaturg David Tushingham.

Russland: Theatermacherin Yulia Tsvetkova verhaftet

"Verbreitung homosexueller Propganda"

Komsomolsk am Amur, 3. Dezember 2019. Die russische Theatermacherin, LGBT-Aktivistin und Leiterin des Kindertheaters "Merak" in der südost-russischen Stadt Komsomolsk am Amur, Yulia Tsvetkova, ist wegen des Verdachts der "Verbreitung homosexueller Propaganda" verhaftet worden. Das melden unter anderem das Portal PinkNews und die russischsprachige Seite The Village. Gegenstand der Ermittlungen sei unter anderem eine von Tsvetkova verwaltete Social-Media-Seite, auf der "Vagina-Zeichnungen" zu sehen seien und Nutzer*innen aufgefordert würden, diese zu teilen, um "das Tabu zu brechen". Tsvetkova sei demnach an einem Bahnhof von der Polizei in Gewahrsam genommen und verhört worden, ihre Wohnung und Büroräume seien durchsucht worden. 

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