meldungen
Kirsten Dene erhält Nestroy-Preis für Lebenswerk
Akhtar, Dene, Brack – und die Nominierten
2. Oktober 2017. Die Schauspielerin Kirsten Dene erhält den diesjährigen Nestroy-Preis fürs Lebenswerk. Außerdem stehen die Preisträger*innen in den Kategorien "Beste Ausstattung": Katrin Brack (für Carol Reed von René Pollesch und "der herzerlfresser" von Ferdinand Schmalz, Akademietheater) sowie "Bestes Stück – Autorenpreis": Ayad Akhtar (für Geächtet, Burgtheater) schon fest.
Schauspiel Köln erhöht Einstiegsgage
Es geht voran
Köln, 28. September 2017. Nach dem Theater Oberhausen, dem Theater Heilbronn und dem Theater Osnabrück hat nun auch das Schauspiel Köln hat zum 1. Juni 2017 die Einstiegsgage für neue Ensemblemitglieder auf 2.300 Euro pro Monat erhöht. Das teilt das Theater in einer Presseaussendung mit.
Initiative warnt, den Vorsitz des Kulturausschuss der AfD zu übertragen
Für Freiheit und Vielfalt in Kunst und Kultur
Berlin, 30. September 2017. In einer parteiübergreifenden Initiative haben Kulturschaffende und Politiker davor gewarnt, der AfD den Vorsitz im Kulturausschuss des Bundestags zu übertragen. "Mit der AfD wird nun erstmals wieder eine rechtsradikale Partei in den Deutschen Bundestag einziehen" und es "darf nicht passieren, dass beim Kampf um Einflusssphären die AfD an einer der sensibelsten, wichtigsten Stellen unseres parlamentarischen Systems ihr nationalistisches Gift in die Debatten injiziert", heißt es in dem Offenen Brief an den Ältestenrat des Bundestags (hier der komplette Wortlaut).
Polnisches Ministerium streicht Förderung für Theaterfestival in Wroclaw
"Fluch"
29. September 2017. 18 Tage vor Festivalbeginn hat das polnische Ministerium für Kultur und nationales Erbe seinen Förderbeitrag von 500.000 Sloty (ca. 116.000 Euro) fürs internationale Theaterfestival "Dialog" in Wroclaw zurückgezogen. Das teilt der Programmleiter des Festivals Tomasz Kireńczuk in einem Statement mit. Er führt die Entscheidung darauf zurück, dass er neben den drei polnischen Produktionen, die offiziell durch das Geld vom Ministerium finanziert werden sollten, auch die politisch aufgeladene Inszenierung "Klątwa" ("Fluch") (Regie: Oliver Frljić) vom Warschauer Teatr Powszechny, die dort Proteste aus katholischen und rechtsnationalistischen Ecken ausgelöst hatte, programmiert hatte.
Schauspieler Andreas Schmidt verstorben
Ein Allrounder
29. September 2017. Der Schauspieler Andreas Schmidt ist im Alter von 53 Jahren in Berlin verstorben. Das meldet u.a. Zeit online. Schmidt wurde mit Fernsehauftritten im "Tatort" und "Polizeiruf 110" und mit Filmen wie Andreas Dresens "Sommer vorm Balkon" bekannt. Für seine Nebenrolle in der Verfilmung des Heinz-Strunk-Romans "Fleisch ist mein Gemüse" erhielt er 2009 den Deutschen Filmpreis.
Verdienstorden für Karin Beier und Andres Veiel
Hoch dekoriert
28. September 2017. Zwei Theaterschaffende werden im Oktober mit Verdienstorden 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Das gab das Bundespräsidialamt auf seiner Internetseite bekannt. Geehrt werden die Intendantin Karin Beier und der Autor und Regisseur Andres Veiel.
Zur Begründung heißt es, Karin Beier habe mit ihren Arbeiten stets neue Wege beschritten und sich dabei nie gescheut, auch umstrittene Themen auf die Bühne zu bringen. "Kunst bedeutet für sie immer auch gesellschaftspolitisches Engagement."
Andres Veiel leiste mit seinem künstlerischen Schaffen seit mehr als 25 Jahren wichtige Beiträge zu gesellschaftspolitischen Debatten in der Bundesrepublik. "Seine Dokumentarfilme, Theaterstücke und Spielfilme haben zeitgeschichtliche Ereignisse, soziale Fragen und Missstände in der Gesellschaft zum Thema."
Karin Beier, 1965 in Köln geboren, ist Regisseurin und seit der Spielzeit 2013/14 Intendantin des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. Ihre am Düsseldorfer Schauspielhaus entstandene Inszenierung von "Romeo und Julia" wurde 1994 zum Berliner Theatertreffen eingeladen, es folgen weitere Einladungen, zuletzt 2016 mit "Schiff der Träume". 2006 gewann sie mit ihrer Inszenierung von Maxim Gorkis Stück "Kleinbürger" am Akademietheater den österreichischen Theaterpreis "Nestroy" und erhielt 2009 für ihre Kölner Inszenierung von Franz Grillparzers "Das goldene Vlies" den Faust-Theaterpreis. Von 2007 bis 2013 war Karin Beier Intendantin des Schauspiel Köln. Im Januar 2017 wurde bekannt gegeben, dass sie ihren Vertrag in Hamburg um drei Jahre bis 2021 verlängert.
Andres Veiel, geboren 1959 in Stuttgart, ist Film- und Theaterregisseur und Schriftsteller. In seinem mit dem Publikumspreis der 54. Berlinale 2004 prämierten Dokumentarfilm "Die Spielwütigen" widmete sich Veiel vier jungen Schauspielschüler*innen an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin. Gemeinsam mit Gesine Schmidt schrieb er das Dokumentarstück "Der Kick" über die Ermordung des Jugendlichen Marinus Schöberl 2002 im brandenburgischen Potzlow. Das Stück kam 2005 am Theater Basel und am Berliner Maxim Gorki Theater zur Uraufführung und wurde zum Berliner Theatertreffen 2006 eingeladen. 2013 schrieb Veiel auf Grundlage von Interviews mit deutschen Bankern sein Theaterstück "Das Himbeerreich".
(miwo)
Preise beim Kinder- und Jugendtheaterfestival Wildwechsel verliehen
Blüh’n im Glanze ihrer Jugend
25. September 2017. Zwei Inszenierungen sind beim ostdeutschen Kinder- und Jugendtheaterfestival Wildwechsel ausgezeichnet worden: "Beate Uwe Uwe Selfie Klick" vom Theater Chemnitz und "Mein ziemlich seltsamer Freund Walter" vom Thalia Theater Halle. Das gab der diesjährige Ausrichter des Festivals, das Dresdner tjg. theater junge generation, bekannt.
Lajos Wenzel wird Intendant der Landesbühne Rheinland-Pfalz
Kein Quatsch Comedy
24. September 2017. Lajos Wenzel wird ab der Spielzeit 2019/20 Intendant der Landesbühne Rheinland-Pfalz in Neuwied. Das meldet u.a. die Bonner Rundschau. Nach einem mehrmonatigen Auswahlverfahren habe sich die Landesregierung von Rheinland-Pfalz für Wenzel als Nachfolger von Walter Ullrich entschieden, der 40 Jahre lang Intendant in Neuwied war.
Ungarn: Parlament erklärt Theatermacher zu Staatsfeinden
21. September 2017. Der Ausschuss für Nationale Sicherheit des ungarischen Parlaments hat vergangene Woche drei Personen als "potentielle Vorbereiter staatsfeindlicher Aktivitäten" ausgemacht, darunter den Regisseur Árpád Schilling und den Mitbegründer von Schillings Theatergruppe Krétakör Márton Gulyás. Der dritte "Staatsfeind" ist der Bürgerrechtler Gábor Vágó.
Fatma Aydemir für Debütroman ausgezeichnet
Ellbogen-Erfolg
20. September 2017. Für ihren Roman "Ellbogen" wird die Autorin Fatma Aydemir mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis für das beste deutschsprachige Romandebüt des Jahres 2017 ausgezeichnet. Das meldete Spiegel Online.
Kate Tempest sagt Konzert in der Volksbühne Berlin ab
Aggressive Atmosphäre
20. September 2017. Die britische Rapperin Kate Tempest hat ihr Konzert mit Orchester und Chor für die Volksbühne Berlin am 6. Oktober 2017 in Hangar 5 des Tempelhofer Flughafens abgesagt. Das teilte die Volksbühne in einer Presseaussendung mit. Tempests Management in London hat die Absage der Mitteilung zufolge mit Drohungen gegen ihre Person begründet.
Initiative für verfolgte Künstler*innen
Freiheit der Kunst verteidigen!
18. September 2017. Ein Zusammenschluss verschiedener deutscher Theater und Kulturinstitutionen fordert die Bundesregierung auf, ein Förderprogamm für verfolgte Künstler*innen aufzulegen. Ziel müsse es sein, dass "pro Jahr mindestens eintausend" Arbeitsmöglichkeiten für verfolgte Kolleg*innen geschaffen werden", heißt es in einer Presseaussendung der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin.
Technischer Direktor Plauen-Zwickau verstorben
Bühnenmensch, durch und durch
18. September 2017. Andreas Krötzsch, langjähriger Technischer Direktor des Theaters Plauen-Zwickau, ist vergangenen Freitag nach schwerer Krankheit verstorben. Das meldete das Theater Plauen-Zwickau in einer Presseaussendung.
Nominierungen für den Theaterpreis "Der Faust" 2017
Quer durchs deutsche Theater
15. September 2017. Die Nominierungen für die zwölfte Verleihung des Theaterpreis Der Faust stehen fest. Das teilt der Deutsche Bühnenverein mit. In acht Kategorien sind jeweils drei Künstler*innen nominiert. Fest steht, dass die Auszeichnung für das Lebenswerk an die Dramatikerin und Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek verliehen wird.
Mediation am Prinz Regent Theater Bochum
Schritt zur Konfliktösung
Bochum, 13. September 2017. Im Streit um die künstlerische Leitung des Prinz Regent Theaters Bochum soll ein Mediator eingesetzt werden. Das berichtete der Blog Ruhrbarone im Anschluss an eine Sitzung des Bochumer Kulturausschusses. Die Konfliktparteien Sibylle Broll-Pape für den Trägerverein und Romy Schmidt als künstlerische Leiterin des Prinz Regent Theaters haben der Mediation durch den NRW-Kulturpolitiker a. D. und Mitgründer der Ruhrtriennale Peter Landmann zugestimmt. Gegenstand der Auseinandersetzung ist die Nichtverlängerung des 2018 auslaufenden Drei-Jahres-Vertrags der künstlerischen Leiterin Romy Schmidt.
Brandenburg erhält zwei Landesbühnen
Stadttheater auf Tour
13. September 2017. Im Land Brandenburg sollen künftig zwei Landesbühnen die theatrale Grundversorgung in den Regionen abseits der Zentren übernehmen. Das teilt 3sat mit Bezug auf das Kultusministerium Potsdam mit. Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt werden künftig mit dem Zusatz "Landesbühne Nord", die Neue Bühne Senftenberg mit dem Beinamen "Landesbühne Süd" aktiv sein.
Britischer Theatermacher Peter Hall ist tot
Umtriebiger Regisseur für Shakespeare und Wagner
12. September 2017. Der langjärige Leiter des Londoner National Theatre und Gründer der Royal Shakespeare Company, Peter Hall, ist tot, das meldet unter anderem die Tageszeitung Die Welt. Hall, geboren am 22. November 1930 in Bury St. Edmunds, gelang in den 50er Jahren der Durchbruch mit der Inszenierung von Samuel Becketts "Warten auf Godot" am Arts Theatre London.
Erich-Fried-Preis 2017 für Teresa Präauer
Von der Kunst zu leben
12. September 2017. Die nachtkritik.de-Kolumnistin Teresa Präauer erhält den mit 15.000 Euro dotierten Erich-Fried-Preis. Das meldet die Wiener Tageszeitung Der Standard. Alleinjuror Franz Schuh würdigt die Autorin insbesondere für ihren Kunstwelt-Roman "Johnny und Jean" aus dem Jahr 2014. "Man lernt durch Präauer die Widersprüchlichkeit des Phänomens Kunst von neuem kennen, seine soziale Verankerung, die internen und externen Praktiken, das Sehnsuchts- und Enttäuschungspotential, das nicht zuletzt alle Versuche motiviert, 'von der Kunst zu leben'", heißt es in der Preisbegründung.
Theaterautor*innen auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis
Kurz und gut
12. September 2017. Zwei Theaterautor*innen stehen auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2017: Franzobel mit seinem Roman "Das Floß der Medusa" und Sasha Marianna Salzmann mit ihrem Debütroman "Außer sich". Die Liste der sechs Finalist*innen hat die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung heute veröffentlicht. Bekannt gegeben wird der oder die Gewinner*in des mit 25.000 Euro dotierten Deutschen Buchpreises am 9. Oktober 2017 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse.
Hauptstadtkulturfonds deutlich aufgestockt
Mehr Geld für Projekte
11. September 2017. Dem Hauptstadtkulturfonds stehen ab dem kommenden Jahr 15 Millionen statt bislang 10 Millionen Euro zur Verfügung. Das gab der Fonds auf seiner Internetseite bekannt.
Wahl-Tauschbörse ist Fake der Künstlerkollektive Peng! und andcompany&Co
Kein Stimmentausch, nirgends
9. September 2017. Hinter der Wahlstimmen-Tauschbörse VoteBuddy.de stecken Peng! und andcompany&Co. Das teilten beide Kollektive in einer Presseerklärung mit. Die Plattform, die am vergangenen Montag online gegangen war und binnen kurzer Zeit rechten Kreisen als Aufreger diente, wollte Nichtwähler*innen die Möglichkeit geben, ihre Stimme zur Bundestagswahl an Nichtwahlberechtigte abzutreten. Doch das Tool ist jedoch lediglich eine Attrappe, tatsächlich findet keine Vermittlung und kein Stimmentausch statt, das ist nun klar.
Seite 134 von 253
meldungen >
- 20. April 2026 Kleist-Preis an Thomas Melle
- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
neueste kommentare >
-
Burn, Baby, Burn!, Hannover Hingehen
-
Moskitos, Karlsruhe Kritiker gesucht
-
Süßer Vogel Jugend, Frankfurt Schauspielarrangement
-
Nach dem Leben, Nürnberg Ein Highlight
-
Deutsche Märchen, Leipzig Erfolgssträhne
-
Hermann Nitsch Danke
-
Deutsche Märchen, Leipzig Doppelerfolg
-
Thyra Uhde Tiefstes Mitgefühl
-
Wokey Wokey, München Virtiosität schlägt Inhalt
-
Frauenliebe und - sterben, Hamburg Leichte Irritation

