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Schiller-Gedächtnis-Förderpreise an Hornbach und Svolikova

Erfahrungen von Wert

Stuttgart, 14. Juli 2016. Die Dramatiker*innen Stefan Hornbach und Miroslava Svolikova erhalten den mit jeweils 7500 Euro dotierten Förderpreis des Schiller-Gedächtnis-Preises des Landes Baden-Württemberg.

Polizeieinsatz bei Foreign-Affairs-Aktion in Berlin

"Überreaktion der Behörden"

Berlin, 10. Juli 2016. Die Aktion "Protektoramae – Forking Horizon" des Künstlers Johannes Paul Raether beim Festival Foreign Affairs, das die Berliner Festspiele veranstalten, hat gestern einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie u.a. die Berliner Morgenpost berichtet, mussten etwa 500 Kunden und Angestellte eines Berliner Apple-Ladens das Geschäft verlassen, nachdem Polizei und Feuerwehr wegen einer Substanz gerufen wurde, die offenbar aussah wie das hochgiftige Quecksilber, bei der es sich aber nach Festspielangaben um Gallium handelt, das bei üblichem Gebrauch gesundheitlich unbedenklich ist.

Privattheatertage vergeben Monica Bleibtreu-Preise

Ausgezeichnet privat

Hamburg, 4. Juli 2016. Am gestrigen Sonntag wurden im Rahmen der bundesweiten Privattheatertage (hier unser Festivalbericht) in Hamburg die Monica Bleibtreu–Preise in folgenden Kategorien vergeben:

Komödie
"Was ihr wollt" (William Shakespeare) – Wolfgang Borchert Theater, Münster (Regie: Meinhard Zanger)
Jury: Vivien Hecker (Hamburger Abendblatt), Ildikó von Kürthy (Schriftstellerin), Niko Hansen (Verleger)

Offener Brief: Internationale Kulturarbeiter*innen unterstützen Chris Dercon

"Eine mutige und inspirierte Wahl"

1. Juli 2016. Chris Dercon, designierter Intendant der Berliner Volksbühne von 2017 an, erhält im Streit um seine Berufung Unterstützung aus der internationalen Kunst- und Museumsszene. Nachdem Volksbühnen-Mitarbeiter mit einem Offenen Brief gegen Dercon Stellung bezogen und für Furore gesorgt hatten, melden sich nun Okwui Enwezor, Nachfolger Dercons als Leiter des Münchner Hauses der Kunst, und sein Chefkurator Ulrich Wilmes ebenfalls mit einem Offenen Brief an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller zu Wort. Das in englischer Sprache verfasste Schreiben (hier Frank-Patrick Steckels Übersetzung ins Deutsche) ist von weiteren bedeutenden Persönlichkeiten der Kunstszene unterzeichnet, darunter die Architekten David Chipperfield, Rem Koolhaas und Jacques Herzog, die Museumsdirektoren Bernd Scherer und Hans Ulrich Obrist, die künstlerische Leiterin der Kulturstiftung des Bunde Hortensia Völckers sowie mit Anne Teresa de Keersmaeker und Alexander Kluge zwei der Künstler, die mit dem künftigen Volksbühnen-Team von Dercon in Verbindung gebracht werden.

Intendant Burkhard C. Kosminski verlängert in Mannheim bis 2022

In die wiederholte Verlängerung

Mannheim, 27. Juni 2016. Der Gemeinderat der Stadt Mannheim hat den Vertrag von Burkhard C. Kosminski, Schauspielintendant des Nationaltheaters Mannheim, um weitere fünf Jahre bis zum Sommer 2022 verlängert. Wie die Pressestelle des Theaters mitteilt, folgte er damit der einstimmigen Empfehlung des Kulturausschusses. Kosminskis bisheriger Vertrag war bis Sommer 2017 befristet.

Der Schauspieler Götz George ist tot

Berühmter Sohn eines berühmtes Vaters

26. Juni 2016. Der Schauspieler Götz George ist tot. Das melden diverse Medien, darunter Spiegel online. George sei bereits am vergangenen Sonntag, dem 19. Juni 2016  nach kurzer schwerer Krankheit verstorben, so Spiegel online mit Bezug auf Georges Agentin. Götz George wurde 77 Jahre alt.

Carolin Emcke erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Vorbild im interkulturellen Dialog

24. Juni 2016. Die Publizistin Carolin Emcke erhält den mit 25.000 Euro dotierten Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2016. Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mitteilt, wird Emcke für ihren "wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog und zum Frieden" ausgezeichnet. Sie "setzt sich schwierigen Lebensbedingungen aus und beschreibt – vor allem in ihren Essays und ihren Berichten aus Kriegsgebieten – auf sehr persönliche und ungeschützte Weise, wie Gewalt, Hass und Sprachlosigkeit Menschen verändern können. Mit analytischer Empathie appelliert sie an das Vermögen aller Beteiligten, zu Verständigung und Austausch zurückzufinden", heißt es in der Preisbegründung weiter. "Das Werk von Carolin Emcke wird somit Vorbild für gesellschaftliches Handeln in einer Zeit, in der politische, religiöse und kulturelle Konflikte den Dialog oft nicht mehr zulassen." Die Verleihung findet zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 23. Oktober 2016, in der Paulskirche in Frankfurt am Main statt und wird live im Fernsehen übertragen.

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