meldungen
Leitung der Zürcher Gessnerallee verlängert
Niedrigpreispolitik
Zürich, 4. September 2014. Der Vertrag von Roger Merguin, Leiter des Theaterhauses Gessnerallee Zürich, wurde bis 2020 verlängert. Das berichtet die Neue Zürcher Zeitung. Merguin leitet die freie Spielstätte in Zürich seit zwei Jahren.
Nominierte des Deutschen Kindertheaterpreises und Jugendtheaterpreises
Von Nashörnern und Monstern
Frankfurt am Main, 4. September 2014. Die Shortlist für den Deutschen Kindertheaterpreis und den Deutschen Jugendtheaterpreis steht. Das gab das Deutsche Kinder- und Jugendtheaterzentrum (KJTZ) bekannt, das mit der Durchführung des Auswahlverfahrens betraut ist. Zum ersten Mal ist in diesem Jahr auch eine Übersetzerin mit in der Vorauswahl.
Würzburger Theater zu Konventionalstrafe verurteilt
"Vorsätzliche Verletzung des Aufführungsvertrages"
Würzburg, 3. September 2014. Die Absetzung von Paul M. Waschkaus dramatischen Text "Nacktes Leben oder Bei lebendigem Leibe" durch das Mainfranken Theater Würzburg drei Tage vor der 2012 angesetzten Uraufführung hatte ein juristisches Nachspiel. Wie Pathos Transport Berlin mitteilt, das Waschkaus Texte vertritt, habe das Amtsgericht Würzburg die Stadt Würzburg als Rechtsträger des Mainfranken Theaters wegen "vorsätzlicher Verletzung des Aufführungsvertrages" zur Zahlung einer Konventionalstrafe an den Berliner Dramatiker verurteilt (AZ 17C 1352/14). Die Stadt Würzburg hat als Beklagte zudem die Kosten des Rechtsstreites zu tragen. Berufung ist innerhalb eines Monats möglich.
Intendantenstau in Strasbourg
Eine Posse?
Strasbourg, 3. September 2014. Am Théâtre national de Strasbourg (TNS) spielt sich derzeit ein merkwürdiger Kampf um die Leitung ab. Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, will die amtierende Direktorin Julie Brochen trotz anders lautender Vereinbarungen nicht zurücktreten, obwohl ihr designierter Nachfolger Stanislas Nordey darauf wartet, den Posten zu übernehmen.
Schauspieler Gottfried John verstorben
Gegenspieler von James Bond, Asterix und Mackie Messer
2. September 2014. Schauspieler Gottfried John ist im Alter von 72 Jahren in der Nähe von München verstorben. Der gebürtige Berliner, der in der Rolle des Generals Ouromov im James-Bond-Streifen "Golden Eye" (1995) international bekannt wurde, erlag einem Krebsleiden. Das meldet die Süddeutsche Zeitung auf ihrer Internetseite.
Peter Dehler gibt Regie der Störtebecker Festspiele ab
Schluss mit der Doppelbelastung
2. September 2014. Der Schweriner Schauspieldirektor Peter Dehler gibt nach nur einem Jahr seine Regietätigkeit bei den Störtebecker Festspielen in Ralswiek auf der Insel Rügen ab. Das berichtet der NRD auf seiner Website (2.9.2014). Die Arbeitsbelastung sei "höher als erwartet gewesen", habe er seinen Rückzug begründet. Dehler hatte in dieser Spielzeit in Ralswiek "Gottes Freund" inszeniert.
Theater Dortmund gewinnt Filmpreis in St. Petersburg
Theater goes Film
2. September 2014. Kay Voges' Umsetzung des Wolfram-Lotz Stücks "Einige Nachrichten an das All" ist beim Artodocs International Filmfestival in St. Petersburg mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet worden. Der Dortmunder Schauspielintendant Voges hatte Lotz' Theatertext gemeinsam mit Videokünstler Daniel Hengst 2012 als reines Leinwandspiel realisiert (hier die Nachtkritik vom 14. September 2012).
Flinntheater gewinnt Förderpreis beim Zürcher Theater Spektakel
Liebesgrüße aus Bollywood
Zürich, 1. September 2014. Den im Rahmen des Zürcher Theater Spektakels vergebenen und mit 30.000 Schweizer Franken dotierten Förderpreis der Zürcher Kantonalbank hat das in Berlin und Kassel beheimatete Flinntheater für seine deutsch-indische Produktion "Shilpa – The Indian Singer App" erhalten.
Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins 2012/13
Weniger Veranstaltungen, Zuschauer, Festangestellte
Köln, 29. August 2014. Die Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins für die Saison 2012 / 13 ist erschienen. Sie zeige "im Großen und Ganzen stabile Zahlen", so der Verband in einer Pressemitteilung. Die Gesamtbesucherzahl der öffentlich getragenen Theater und Orchester, Privattheater und Festspiele ist leicht gesunken, von etwa 32,1 Millionen auf rund 31,9 Besucher vor Ort. Der Besucheranteil der Stadt- und Staatstheater sowie Landesbühnen daran beträgt rund 20,6 Millionen (im Vorjahr knapp 20,9 Millionen).
Bühnenverein fordert Solidaritätszuschlag für Kommunen ab 2020
Kulturelle und soziale Infrakstruktur sicherstellen
28. August 2014. Der Deutsche Bühnenverein fordert, den Solidaritätszuschlag ab 2020 weiter zu erheben, dann jedoch zur Stärkung der Kommunalfinanzen einzusetzen. Das geht aus Pressemitteilung des Bühnenvereins vom 27. August 2014 hervor.
Kritikerumfrage von Theater heute 2014
Alles weitere kennen Sie vom Theatertreffen
Berlin, 28. August 2014. Das Maxim Gorki Theater unter Shermin Langhoff und Jens Hillje ist Theater des Jahres. Das ergab die jährliche Umfrage des Fachmagazins Theater heute unter 44 Kritikern. "Eindrucksvolle 15 Kritiker ließen sich von ihrem Berliner Neustart überzeugen, 7 stimmten für den Vorjahressieger Münchner Kammerspiele unter Johan Simons, und weitere 4 stimmgewaltige Kollegen votierten fürs Stuttgarter Schauspiel, geleitet von Armin Petras, der zu Saisonbeginn vom Gorki in die Schwabenmetropole gewechselt war", heißt es in der Auswertung. Schon in der Jahresumfrage des Fachmagazins Die Deutsche Bühne lag das Gorki Theater vorne.
Wolfram Höll erhält Förderpreis des Freistaates Sachsen
In der geistigen Tradition von Lessing
Dresden, 24. August 2014. Die Publizistin Carolin Emcke ist Preisträgerin des mit 13.000 Euro dotierten Lessing-Preises des Freistaates Sachsen 2015. Die beiden mit je 5.500 Euro dotierten Förderpreise gehen an Julius Fischer und Wolfram Höll. Das teilte der Medienservice Sachsen.de heute mit.
Regisseur Florian Flicker verstorben
Filmemacher mit Ausflügen ins Wiener Schauspielhaus
24. August 2014. Der österreichische Autor, Film- und Theaterregisseur Florian Flicker ist tot. Wie der Kurier meldet, verstarb Flicker am gestrigen 23. August 2014 im Alter von 49 Jahren in Wien nach kurzer, schwerer Krebserkrankung.
Letzter Salzburger Young Directors Award an Nicolas Charaux
Mörderische Axthiebe
21. August 2014. Der diesjährige Young Directors Award geht an den Regisseur Nicolas Charaux für seinen Georg-Trakl-Abend Der Abschied nach einer Vorlage von Walter Kappacher. Das teilten die Salzburger Festspiele mit.
Ensemble der Bad Hersfelder Festspiele fordert Kündigungsrücknahme
Schauspieler wehren sich
16. August 2014. Das Ensemble der Bad Hersfelder Festspiele fordert, dass die Stadt Bad Hersfeld die fristlose Kündigung des Intendanten Holk Freytag zurücknimmt und den Dialog mit dem Festspiel-Intendanten konstruktiv wiederaufnimmt. Nur damit sei gewährleistet, "dass die hohe Qualität der Bad Hersfelder Festspiele und die Weiterentwicklung dieses kulturellen Bildungsguts erhalten bleibe", heißt es von Seiten des Ensembles.
Zugleich hat das Ensemble eine Online-Petition aufgesetzt, die mit einer Unterschrift unterstützt werden kann und in der der Unmut über die getroffene Entscheidung geäußert wird. Die Ensemblesprecher Stephan Ullrich und Fabian Baumgarten haben zudem mitgeteilt, dass die Schauspieler bei Nichteinhaltung vorvertraglicher Absprachen rechtlich gegen die Stadt vorgehen würden. Schließlich hätten viele Mitarbeiter bereits mündliche Zusagen für weitere Tätigkeiten bis 2016 erhalten. Man sähe sich "durch den Wegfall der eingeplanten Einkünfte gravierend existentiell bedroht". Als Summe für eventuelle Ersatzansprüche stellt das Ensemble laut Osthessen-News 995.000 Euro in den Raum.
Holk Freytag wurde Ende Juli überraschend fristlos gekündigt. Als Begründung gab die Stadt an, er habe vorgeschriebene Sparmaßnahmen nicht umgesetzt.
Max-Brauer-Preis für Ensemble Hajusom
Vielfalt kultureller Ressourcen
Hamburg, 14. August 2014. Das transnationale Performance-Projekt Hajusom aus Hamburg wird mit dem Max-Brauer-Preis der Alfred Töpfer Stiftung ausgezeichnet. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und erinnert an Max Brauer, den letzten Oberbürgermeister von Altona vor 1933 und Ersten Bürgermeister von Hamburg nach 1946. Er möchte Akteure ehren, "die das kulturelle, wissenschaftliche oder geistige Leben Hamburgs mit ihrem Engagement prägen". Über die Vergabe entscheidet ein unabhängiges Preiskuratorium. Der letzte Preisträger aus dem Theaterbereich war 2011 Thalia-Theater-Intendant Joachim Lux.
O.E. Hasse-Preis 2014 für Marcel Kohler
Feinnerviger Charakterspieler
13. August 2014. Der O.E. Hasse-Preis für Nachwuchsdarsteller geht in diesem Jahr an den Berliner Schauspielstudenten Marcel Kohler. Kohler, 1991 in Mainz geboren, nahm sein Studium an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" 2011 auf. In den Augen von Juror Klaus Völker profilierte sich Kohler als "feinnerviger, intelligenter Charakterspieler", der "seine Partner immer in überraschendes Zusammenspiel" verwickele, so die Akademie der Künste, bei der der O.E. Hasse-Preis beheimatet ist, gegenüber nachtkritik.de. In Stephan Kimmigs Gorki-Inszenierung Wassa Schelesnowa am Deutschen Theater Berlin ist Kohler als Wassas Assistent Alexander zu sehen.
Teatro Valle in Rom an die Stadt übergeben
Vereinbarung in Arbeit
12. August 2014. Nach über drei Jahren Besetzung ist das traditionsreiche Teatro Valle in Rom gestern an die Stadt übergeben worden. Das schreibt aus Rom die Dramatikerin Marianna Salzmann auf nachtkritik.de, die die letzten drei Wochen mit den Besetzern verbracht hat. In Zukunft wird das Theatergebäude vom Teatro di Roma mitverwaltet.
Der junge Schauspieler Carl M. Pohla ist ums Leben gekommen
Unendlich traurig
4. August 2014. Bei einem Brandunfall ist der junge Schauspieler und Regisseur Carl M. Pohla ums Leben gekommen. Das teilte unter anderem das Mecklenburgische Landestheater Parchim mit, zu dessen Ensemble seit 2008 Pohla gehörte.
Stefan Neugebauer übernimmt Theater Naumburg
Von Steglitz an die Saale
Naumburg, 31. Juli 2014. Stefan Neugebauer übernimmt zur Spielzeit 2015/16 die Leitung des Theaters Naumburg. Neugebauer leitet derzeit noch das von ihm gegründete Clubtheater Berlin mit Spielort im Stadtbad Steglitz. Er folgt auf Susanne Schulz, die ans Theater Ansbach wechselt.
Teatro Valle in Rom vor der Räumung?
Offen und transparent bleiben
Rom, 30. Juli 2014. Das Teatro Valle steht offenbar kurz vor der Räumung. Darauf weist die Teatro-Valle-Stiftung auf ihrer Homepage hin. Grund ist ein äußerst kurzfristiges Ultimatum, das bei einem Treffen am Montag mit der neuen Kulturassessorin Roms, den beiden Leitern des Teatro di Roma (d.i. der Verbund der städtischen Theater) und Vertretern der Region Latium ausgesprochen wurde.
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