meldungen
Holk Freytag als Intendant der Hersfelder Festspiele fristlos entlassen
Streit um 400.000 Euro Einsparung
30. Juli 2014. Ärger bei den Hersfelder Festspielen: Intendant Holk Freytag ist vom Magistrat der Stadt Bad Hersfeld fristlos entlassen worden, die Kündigung soll zum 3. August greifen, das berichtet die Hessische Niedersächsische Allgemeine. Als Begründung wird angeführt, dass Freytag bei der Vorlage des Spielplans für 2015 die Einsparung von 400.000 Euro missachtet habe, die die Stadtverordnetenversammlung den Festspielen auferlegt hat.
Intendant Knut Weber in Ingolstadt bis 2019 verlängert
Mit neuem kleinen Haus
25. Juli 2014. Knut Weber bleibt bis 2019 Intendant in Ingolstadt. Das Theater teilte die Vertragsverlängerung in einer Presseerklärung mit. Weber war 2011 vom Badischen Staatstheater in Karlsruhe nach Ingolstadt gewechselt. Zugleich hat der Stadtrat gestern beschlossen, 20 Millionen für den Bau eines neuen Theaters zu genehmigen. Dieser Neubau soll dem Stadttheater während der Sanierung des Großen Hauses als Ausweichspielstätte dienen und anschließend langfristig als Kleines Haus genutzt werden.
(www.theater.ingolstadt.de / sik)
BesetzerInnen an der Uni Leipzig kritisieren das Rektorat
Erhaltet die Hochschule
Leipzig, 25. Juli 2014. Die Studenten der Universität Leipzig, die seit dem 14. Juli das Rektorat besetzen und damit gegen die massiven Stellenstreichungen protestieren, die einer Schließung des Instituts für Theaterwissenschaft gleichkämen, haben heute auf einer Pressekonfenferenz über die Besetzung und über die Gespräche mit den beiden Prorektoren Prof. Dr. Thomas Lenk und Prof. Dr. Thomas Hofsäss informiert. Das teilen sie in einer Presseerklärung mit. Rektorin Beate Schücking hatte sich nach der hitzigen Debatte am Tag der Besetzung einem offenen Dialog entzogen, doch auch die Gespräche mit den beiden Prorektoren verliefen aus Sicht der BesetzerInnen enttäuschend, heißt es.
Keine Verlängerung für André Bücker als Intendant in Dessau
Neuausschreibung
24. Juli 2014. Die Stadt Dessau hat die Stelle für die Intendanz des Theaters Dessau neu ausgeschrieben und damit den Vertrag mit dem amtierenden Intendanten André Bücker nicht verlängert, das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung (24.7.2014).
Österreichischer Rechnungshof bringt Bericht zur Burgtheaterkrise heraus
100.000 auf der hohen Kante
23. Juli 2014. Der österreichische Rechnungshof übt in seinem heute erschienenen 160 Seiten umfassenden, die Geschäftsjahre 2009/2010 bis 2011/12 behandelnden Bericht zu den Finanzen der Bundestheater-Holding scharfe Kritik sowohl an der Holding und den Verantwortlichen der einzelnen Häuser als auch an der Politik. Das berichtet Die Presse.
Der Schauspieler und Showmaster Dietmar Schönherr ist tot
Schauspieler und Fernsehlegende
18. Juli 2014. Der Schauspieler und Showmaster Dietmar Schönherr ist tot. Das melden verschiedene Medien, darunter Spiegel-Online. Schönherr wurde nicht nur als Film- und Fernsehschauspieler bekannt, sondern auch durch sein soziales Engangement. Gemeinsam mit dem Dichter Ernesto Cardenal baute er etwa in Nicaragua das Kulturzentrum Casa de los Tres Mundos für Kinder und Jugendliche auf.
Regisseur und BE-Exintendant Manfred Wekwerth gestorben
Der letzte Brechtschüler
17. Juli 2014. Der Regisseur, Brechtschüler und langjährige Intendant des Berliner Ensembles, Manfred Wekwerth ist gestern abend in Berlin-Bohnsdorf gestorben. Das teilte am Morgen seine Frau, die Schauspielerin Renate Richter, dem Eulenspiegel-Verlag mit, wo das Wekwerth-Gesprächs- und Erinnerungsbuch Neues vom alten Brecht erschien.
Über 16 000 unterschreiben Petition für Erhalt der Theaterwissenschaft in Leipzig
Petition übergeben
17. Juli 2014. Heute morgen wurde von Studierenden des von der Schließung bedrohten Leipziger Instituts für Theaterwissenschaft die Petition für den Erhalt des Instituts an der Universität Leipzig offiziell an Rektorin Beate Schücking übergeben. Über 16.000 Menschen haben diese Petition inzwischen unterschrieben, darunter auch große Namen aus Theater und Wissenschaft. Studierenden wurden von den Theaterwissenschaflern Günther Heeg, Patrick Primavesi und Gerald Siegmund begeitet.
Vertragsverlängerung für Katharina Wagner in Bayreuth
Bis 2020
Bayreuth, 15. Juli 2014. Katharina Wagners Vertrag als künstlerische Leiterin der Bayreuther Festspiele wurde um fünf Jahre und damit bis 2020 verlängert, wie mehrere Medien melden. Ihre Halbschwester Eva Wagner-Pasquier gab bereits vor einigen Monaten bekannt, dass sie über 2015 hinaus nicht länger zur Verfügung stehen würde. Die beiden Urenkelinnen Richard Wagners hatten 2008 nach einigen Rangeleien die Leitung der Bayreuther Festspiele von ihrem Vater Wolfgang Wagner übernommen, der im Jahr 2010 verstarb.
(mw / Mittelbayerische Zeitung)
Frank Castorf inszenierte 2013 in Bayreuth den "Ring des Nibelungen". Nachtkritiken zu Das Rheingold (Teil 1), Die Walküre (Teil 2), Siegfried (Teil 3) und Götterdämmerung (Teil 4).
Studenten der Leipziger Theaterwissenschaft besetzen Uni-Rektorat
Wir wollen Öffentlichkeit!
14. Juli 2014. 15 Studierende der Leipziger Theaterwissenschaft haben seit heute, Montag-, morgen um sieben Uhr nach eigener Auskunft das Rektorat der Universität Leipzig besetzt. Mit der Aktion wollen die Studierenden mehreren Forderungen Ausdruck verleihen – zuerst der nach einer Rücknahme der geplanten Stellenstreichungen, die einer Schließung des Instituts für Theaterwissenschaft gleichkämen.
Presseschau vom 14. Juli 2014 – Die Berliner Tageszeitungen bilanzieren das Festival Foreign Affairs
Zentrum für den urbanen Kulturkonsumenten
In der Berliner Zeitung (14.7.2014) schreibt Dirk Pilz: Das Festival sei "vor allem eine Messe für jene Theaternerds auf Macher- wie auf Zuschauerseite, die glauben, geistiger Fortschritt sei am Sprengen von Fesseln und dem Beseitigen von Schranken zu erkennen." Die Altare dieser Entfesselungsdogmatiker seien entsprechend "jenen grenzensprengenden Kräften gewidmet, die unter allen Umständen anders als die Bühnennorm sein wollen, wobei völlig offen bleibt, was diese ausmacht" – wahrscheinlich, weil sich solcherlei Norm nicht mehr finde.
"Festspiele-Intendant Thomas Oberender und von Hartz haben sich wirklich Mühe gegeben, die Kartoffelsalat-und-Buletten-Atmosphäre der Sartorius-Ära auszutreiben", indem sie das Haus der Festspiele in ein "Feierzentrum für den urbanen Kulturkonsumenten verwandelt" hätten, schreibt Patrick Wildermann im Tagesspiegel (14.7.2014). Auch programmatisch stehe einiges auf der Habenseite. "Zumindest die Tanzfreunde hat der 'Foreign Affairs'-Leiter glücklich gemacht." Im Bereich Performance und Schauspiel habe das diesjährige Festival leider weniger überzeugt – trotz (oder vielleicht gerade wegen?) seiner hohen Ansprüche an sich selbst: "Es will neue Theaterformen an der Schnittstelle zur Bildenden Kunst präsentieren. Pop und Performance fusionieren. Und natürlich politisch sein." Dabei sei es im Profil diffus geblieben. Die leidige Frage nach der innerstädtischen Konkurrenz stelle sich ja gar nicht in erster Linie inhaltlich. "Wohl aber finanziell." Das Festival bewerbe sich schließlich um die gleichen Fördertöpfe wie die freie Szene.
(sd)
Bühnenverein warnt vor Mindestlohn-Gesetz
8,50€ ist für viele Theater zu teuer
10. Juli 2014. Der Deutsche Bühnenverein warnt in einer Presseaussendung vor den Folgen eines Gesetzes zum Mindestlohn, über dessen Entwurf am Freitag im Bundesrat abgestimmt wird, für die Theater und empfiehlt den Bundesländern, dem Gesetz nicht zuzustimmen, "ohne dass weitere Ausnahmen für die Theater und Orchester in den Gesetzentwurf aufgenommen werden". Die Ausnahmeregelung für Praktikanten, nach der kein Mindestlohn gezahlt werden muss, sei "unzulänglich". Sie greift nur dann, wenn das Praktikum eine Ausbildung vorbereitet und höchstens drei Monate dauert. Im Theaterbereich gebe es jedoch viele zeitlich längere Praktika, die oft erst nach Abschluss der Ausbildung stattfinden.
Harsche Kritik von Frie Leysen an den Wiener Festwochen
Die Melkkuh des Wiener Kultursektors
7. Juli 2014. Die nach nur einer Spielzeit scheidende Schauspieldirektorin der Wiener Festwochen Frie Leysen hat in einem Offenen Brief an den Aufsichtsratsvorsitzenden Rudolf Scholten zum Rundumschlag ausgeholt und grundlegende Kritik an der Struktur des Festivals geübt. In dem Brief, den das Nachrichtenmagazin Profil am heutigen Montag veröffentlichte, heißt es: "Nach mehreren Monaten ständigen Konflikts bei der Vorbereitung der letzten Spielzeit der Festwochen stellte ich fest, dass das Hauptproblem des Festivals das grundlegende Fehlen einer Vision ist. Nie gab es im künstlerischen Leitungsteam eine Grundsatzdiskussion und ein Nachdenken darüber, was ein Festival heutzutage bedeuten könnte oder sollte".
Streik: Eröffnung des Festivals d'Avignon fällt aus
Kein Homburg
Avignon, 4. Juli 2014. Die Eröffnung des renommierten Theaterfestivals von Avignon in Südfrankreich fällt wegen eines Streiks der Mitarbeiter am heutigen 4. Juli 2014 aus. Wie u.a. Deutschlandradio Kultur meldet, stimmte die Mehrheit der Mitarbeiter im Streit um geplante Neuregelungen des Arbeitslosengelds für Freiberufler in der französischen Kulturszene gestern Abend für eine Arbeitsniederlegung am Eröffnungstag. Ursprünglich sollte die Eröffnung vom Streik ausgenommen werden.
Schimpfwörter werden für Russlands Künstler teuer
Putin Meinungsfreiheit
3. Juli 2014. Präsident Wladimir Putin macht weiter Ernst mit staatlicher Sprachhütung. Diese Woche ist in Russland ein Gesetz in Kraft getreten, demzufolge die Verbreitung von Mutterwitzen, Flüchen oder obszönen Ausdrücken russische Künstler künftig teuer zu stehen kommen könnte. Wer solche in Medien, Filmen, Theater oder in der Kunst in Russland verbreitet, dem drohe eine Geldstrafe bis zu 50 000 Rubel (1065 Euro), meldet Spiegel online. Wiederholungstäter müssen mit einem Berufsverbot rechnen.
art but fair initiiert Selbstverpflichtungen für Fairness im Kunstbetrieb
Für einen moralischen Kodex
3. Juli 2014. Der Verein zur Durchsetzung besserer Arbeitsbedingungen im Kulturbereich art but fair hat eine Website für die Erstellung von Selbstverpflichtungen eingerichtet. Angesprochen sind Kunstschaffende, Theaterleitende und Produzierende, Verantwortliche in Kulturpolitik, Verwaltung und Verbänden, Verantwortliche an Schulen, Hochschulen und Akademien sowie Agenturen, Management und Künstlervermittlungen.
Theatervertrag Halle vom Kabinett gebilligt
Teurer Kompromiss
Halle, 3. Juli 2014. Der Theatervertrag zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle wurde in dieser Woche vom Kabinett gebilligt. Der Entwurf hat damit eine wichtige Hürde genommen, meldet unter anderem die Mitteldeutsche Zeitung (3.7.2014). Zuvor hatten bereits der Stadtrat in Halle und der Aufsichtsrat der Theater, Oper und Orchester GmbH zugestimmt. Der Vertrag sieht eine Senkung der Landesförderung von bislang jährlich 11,9 Millionen Euro auf 9,05 Millionen Euro vor, um die lange gerungen wurde.
Theater Vorpommern: Intendant Dirk Löschner unter Druck
Ausstiegsklausel
3. Juli 2014. Der Aufsichtsrat des Theaters Vorpommerns in Greifswald und Stralsund will den Intendanten Dirk Löschner abberufen. Das berichtet u.a. der Norddeutsche Rundfunk auf seiner Onlineseite (1.7.2014). Bei der Abstimmung hätten sich allerdings nur fünf von elf Aufsichtsratsmitgliedern gegen Löschner ausgesprochen (bei zwei Gegenstimmen, zwei Enthaltungen und zwei abwesenden Mitgliedern). Löschners Arbeitsvertrag beinhalte eine "Ausstiegsklausel, laut der ihm nach drei Jahren, also zu Ende Juli kommenden Jahres, vorzeitig gekündigt werden kann."
Neue Leitungen am Schauspielhaus Wien und am Brut
Austausch Basel – Wien
Wien, 2. Juli 2014. Tomas Schweigen wird ab der Spielzeit 2015/16 neuer Chef am Schauspielhaus Wien. Das melden verschiedene Medien mit Berufung auf die Nachrichtenagentur APA. Schweigen folgt damit Andreas Beck nach, der ab der übernächsten Saison die Intendanz am Theater Basel übernehmen wird – an jenem Haus, wo Schweigen seit 2012 Co-Schauspieldirektor und Hausregisseur ist.
Streit ums Leipziger Defizit: Verleumdungsklage eingestellt
Diffamierung nicht erkennbar
Leipzig, 1. Juli 2014. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat die Strafverfahren wegen Verleumdung gegen Schauspiel-Intendant Enrico Lübbe und Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) in vollem Umfang eingestellt, das berichtet die Leipziger Volkszeitung (1.7.2014). Lübbes Vorgänger Sebastian Hartmann hatte die Anzeigen vergangenen Dezember gestellt und damit auf den Vorwurf von Stadt und Theater reagiert, er habe zum Ende seiner Vertragslaufzeit am Schauspiel ein Minus von rund 476 000 Euro hinterlassen.
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