Melodien für Milliarden - Florian Fiedler rockt in Hannover Soeren Voimas neues Singspiel
And the ass saw the angel
Trilogie der Sommerfrische - In Christian von Treskows Goldoni-Inszenierung am Wuppertaler Schauspielhaus wird das Geld verprasst bis es schmerzt
Pomp auf Pump
von Dorothea Marcus
Wuppertal, 11. Oktober 2012. Proteste zu ignorieren, braucht Zeit. Aber es ist verlässlich: Wenn ein Aufstand lästig ist, muss man ihn einfach nur aussitzen. Denn Energien können nur punktuell mobilisiert werden. In Wuppertal ist kaum vorstellbar, dass erneut, wie vor zwei Jahren, ein bundesweit beachteter Theaterkampf losbrechen wird, flankiert von Promis und solidarischen Ensembles, getragen vom Theater und Bürgern. Dabei wäre er jetzt genauso nötig. Denn was damals im Raum stand, wird heute umgesetzt. Die Spielstätte Schauspielhaus wird im nächsten Jahr geschlossen, das Ensemble halbiert, der Intendant Christian von Treskow wurde soeben nicht verlängert, angeblich, weil keine Zuschauer mehr kamen – was ja auch an den ständigen Schließungsdiskussionen liegen könnte. Ein kleines Flugblatt bekommt man am Theater-Eingang in die Hand gedrückt. Was 2010 mobilisiert wurde, wird so wohl nicht wiederholbar sein.
Hamlet - In Alexander Riemenschneiders Bremer Inszenierung eine tour de force
Auf die Plätze – fertig
von Michael Laages
Bremen, 11. Oktober 2012. Das kann doch nicht alles gewesen sein, auch wenn der Rest schon Schweigen ist. Er hat ja nichts wirklich getan, der Dänenprinz, und noch der Tod, den er da vergiftet im Duell erleidet, ist das Ergebnis der Durchstechereien anderer. Nicht mal den letzten, tendenziell selbstmörderischen Gedanken des berühmten "Sein oder Nichtsein"-Monologs hat er wirklich realisieren können. Und weil das so ist, weil er auch am Schluss noch nicht vom Zaudern zur Tat gefunden hat, beziehungsweise die wirkliche Tat (den Beinahe-Schwager Laertes im Degen-Duell zu töten) nicht wirklich von Bedeutung war, darf das Ende nicht das Ende sein. Also steht Hamlet wieder auf in Alexander Riemenschneiders Bremer Fassung – und geht im Eiltempo noch einmal all die Positionen durch, an denen er zur Tat hätte schreiten können … und wir ahnen: Dies ist eine Zeit- oder Lebensschleife. Und ewig grüßt das Murmeltier.
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