Presseschau vom 11. November 2010 - Wochenzeitung Die Zeit über das Finanzdilemma der deutschen Theater und Opern

Gespart wird, wo man es sieht

11. November 2010. "Der Kulturkampf" ist das Dossier von Konstantin Richter in der Zeit (11.11.2010) übertitelt. Untertitel: "Müssen Städte wie Flensburg ein Opernhaus haben? Die Schlacht um die Subventionen hat begonnen." Richter erzählt von Peter Grisebach, dem neuen Intendanten am Landestheater Schleswig-Holstein und der dortigen "Nabucco"-Inszenierung: "Der Generalintendant sagt, der Gefangenenchor sei in Flensburg 'fast ein Fanal' geworden. Er sieht durchaus eine Parallele zwischen den unterdrückten Juden in Nabucco und dem Landestheater Schleswig-Holstein, das ja ebenfalls bedroht ist. In beiden Fällen, sagt er, gehe es um Freiheit und kulturelle Identifikation."

Presseschau vom 10. November 2010 - Noch einmal: der Fall Leipzig

Gesunde Entwicklung in der vermeintlichen Metastase

10. November 2010. Nach dem Leipzig-Schwerpunkt auf nachtkritik.de, wo Tobias Prüwer und Stefan Kanis sich der Art und Weise widmeten, auf die am Centraltheater und in der Skala unter Sebastian Hartmann Theater gemacht wird, greift nun auch Till Briegleb in der Süddeutschen Zeitung das Phänomen Hartmann auf. Und begibt sich, den medialen, "teilweise mit Hass gewürzten Abgesang in den Ohren", auf Spurensuche: "In dem pseudoklassizistischen Bau mit seinem unscheinbaren Seiteneingang geht es zu wie in einem ganz normalen Stadttheater im Zeitalter dramaturgischer Gesamtkonzepte. Die Programmhefte sind, obwohl sie nicht aussehen wie anständig aufgemachte Lehrmittel, dem Dienst am Zuschauer gewidmet – und das Publikum zeigt sich in einer gesunden Altersmischung von Kostüm mit Brosche bis zu Sweater mit Piercing."

Presseschau vom 18. Oktober 2010 - Spiegel-Gespräch mit Friedrich Schirmer

Alles richtig gemacht?

Hamburg, 18. Oktober 2010. Friedrich Schirmer, zurückgetretener Intendant des Deutschen Schauspielhauses Hamburg hat dem Spiegel ein Interview gegeben. Schirmer findet, er habe das Schiff Schauspielhaus "ordnungsgemäß" der "Mannschaft übergeben", auch wenn er seinen Rücktritt "zu wenig erklärt" habe. Dass Intendanten zurückträten, sei gerade am Schauspielhaus schon häufiger vorgekommen.

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