Grenze bleibt geschlossen

22. Januar 2019. Das NTGent und mehrere ihm verbundene Künstler protestieren dagegen, dass drei konglesischen Tänzern die Einreiseerlaubnis für die Produktion "Histoire du Théâtre II" verweigert wird. Der Abend des Choreografen Faustin Linyekula sollte eigentlich am 21. Februar am NTGent Premiere haben und später auch in Avignon, Wien und Amsterdam gezeigt werden. Nachdem drei Tänzern die VIsa verweigert wurden, trotz Bemühungen von mehreren Seiten, hat das Theater die Premiere erst einmal abgesagt.

In einem Offenen Brief fragt das Theater nun: "Making international artistic cooperation impossible. Is this what we want?" und schreibt unter anderem, dass der Fall auch ein Gesichtsverlust für die belgische Kulturpolitik sei. Erst vor wenigen Wochen wurde in der Nähe von Brüssel das Africa Museum wiedereröffnet. Wie der Westen auf Afrika schaut sei wochenlang ein Thema gewesen, jetzt scheitere ein Projekt künstlerischer Zusammenarbeit wieder an der Visa-Erteilung, heißt es.

Der offene Brief ist von unterschrieben von: Kristof Blom (künstlerischer Leiter von Campo), Franky Devos (Leiter des Kunstzentrums Vooruit), Faustin Linyekula (Choreograf/Tänzer/Regisseur), Olivier Py (Leiter des Festival d'Avignon)
Milo Rau (NTGent), Cristophe Slagmuylder (künstlerischer Leiter der Wiener Festwochen). Zum kompletten Wortlaut des offenen Briefs geht es hier.

(ntgent.be / sik)

 

Mehr dazu:

Ivorischem Ensemble wird Einreise verweigert - Meldung vom 14. Juni 2018

 

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