Der Staat muss helfen

12. Mai 2020. In einer Petition fordern Künstler*innen von der österreichischen Regierung einen Rettungsschirm für die Kulturbranche. Initiator*innen sind unter anderen der frühere Minister Thomas Drozda (SPÖ), die Schauspielerin Adele Neuhauser und der Musiker Martin Grubinger.

Die Forderungen im Detail:

"– Klare und realistische Vorgaben für den Kulturbetrieb: Kulturschaffende wollen ihre Tätigkeit außerhalb des Internets rasch wiederaufnehmen. Machen wir das möglich. Es darf auch keine Benachteiligungen gegenüber anderen Branchen geben.

– Finanzielle Kompensation für fehlende Ticketverkäufe: Der Staat muss umfassend einspringen und Einbußen aus dem fehlenden Kartenverkauf kompensieren. Sonst straft die Krise vor allem die, die zuvor ohne oder mit wenig öffentlicher Unterstützung agiert haben.

– Kurzarbeit für kurzfristig Beschäftigte: Kulturschaffende und Kreative müssen sich oftmals lange auf ihr Engagement vorbereiten oder umfassende Vorarbeiten leisten, sind dann jedoch nur kurzfristig angestellt. Für diese Personengruppe braucht es ebenfalls die Möglichkeit der Kurzarbeit mit Ersatz von bis zu 90 Prozent des Letzteinkommens (maximal bis zu Höchstbeitragsgrundlage) durch den Staat.

– Verlängerung der Kurzarbeitsregelungen und der Corona-Hilfsfonds: Zeitliche Ausweitung, bis Kulturschaffende, Künstler_innen, Kreative und jene, die in der Event- und Unterhaltsbranche tätig sind, ihre Arbeit wieder zu 100 Prozent aufnehmen dürfen.

– Hilfe auch für Gemeinnützige: Regionale Kulturinitiativen sind die kulturellen Nahversorger, viele auch größere Kulturinstitutionen sind als gemeinnützige Träger organisiert. Für diesen Bereich gibt bisher noch keine Hilfestellungen, obwohl die gesetzlichen Grundlagen dafür bereits im März beschlossen wurden. Die Unterstützung muss jetzt kommen. Nach einer Insolvenz ist es zu spät!"

(openpetition.eu / miwo)

 

 
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