Lieber Kunst

Düsseldorf, 25. März 2009. Amélie Niermeyer, derzeit Generalintendantin am Düsseldorfer Schauspielhaus, hat sich entschieden, ihren Vertrag nicht über die Spielzeit 2010/11 hinaus zu verlängern, das meldet die Online-Ausgabe der Rheinischen Post. Sie hat eine Berufung als Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg angenommen. Ab 2011 wird sie dort die Leitung der Abteilung Regie/Schauspiel übernehmen. Gestern hat sie deshalb dem Aufsichtsrat des Schauspielhauses Düsseldorf mitgeteilt, dass sie für eine Vertragsverlängerung nicht zur Verfügung steht.

Gegenüber dem Aufsichtsrat erklärte sie: "Ich arbeite sehr gerne in Düsseldorf und ich bin froh, dass wir gerade in dieser Spielzeit so eine positive Resonanz bei Zuschauern und Presse erleben. Langfristig möchte ich meinen persönlichen Schwerpunkt aber wieder stärker auf die künstlerische Arbeit als Regisseurin setzen. (...) In der Auseinandersetzung mit den Studenten, die ihre Fähigkeiten gerade ausbilden, kommt man zu den Ursprüngen künstlerischer Fragen. Außerdem ermöglicht mir die Stelle, in den Semesterferien wieder vermehrt als freie Regisseurin in Schauspiel und Oper tätig zu sein."

Der Aufsichtsrat hat die Entscheidung von Frau Niermeyer mit großem Bedauern entgegengenommen.

(dip)

 
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