Medienschau: Berliner Zeitung – Klaus Steppat vs. DT und Land Berlin
Suche nach der Wahrheit
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15. Dezember 2023. Der langjährige geschäftsführende Direktor des Deutschen Theaters Klaus Steppat wurde im November fristlos entlassen. Nun landete sein Fall vor Gericht. Die Berliner Zeitung berichtet.
Ulrich Seidler war als Zuschauer bei dem Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Berlin dabei. Er bringt Licht ins Dunkle, was die Begründung für die Kündigung angeht. "Steppat wird persönliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit der Haushaltsverantwortung vorgeworfen. Laut von Hülsen (Anwalt der Kulturverwaltung; d.Red.) habe Steppat seine Informationspflicht gegenüber der Verwaltung verletzt und sie nicht rechtzeitig über ein binnen kurzer Zeit auf 1,4 Millionen angewachsenes Defizit in Kenntnis gesetzt."
Seidler weist erläuternd darauf hin, dass das Deutsche Theater wegen eines millionenschweren Gewinnvortrags keine Schulden habe, auch wenn es 2022 und voraussichtlich 2023 Verluste gemacht habe und machen werde. "Dass es um einen Intendanzwechsel herum zu Verlusten kommt, ist nicht unüblich und in ruhigeren Spielzeiten auszugleichen."
Steppats Anwalt Stefan Mumme habe die Vorwürfe zurückgewiesen und gemutmaßt, dass sein Mandant mit ihnen aus dem Amt gedrängt werden solle. Mitarbeiter seien von der Verwaltung unter Druck gesetzt worden, um belastendes Material gegen Steppat zusammenzutragen.
Der Prozess werde nach Pfingsten fortgeführt, sollte bis dahin nicht eine außergerichtliche Einigung erzielt werden, also eine Abfindung ausgehandelt werden.
(Berliner Zeitung / miwo)
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