Medienschau: Der Bund / SRF – Zu Belästigungsvorwürfen an den Bühnen Bern
Man ist bestürzt
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26. Oktober 2022. Die Bühnen Bern nahmen Stellung zu den jüngst bekannt gewordenen Belästigungsvorwürfen gegen einen – mitlerweile ehemaligen – Mitarbeiter. In einer einstündigen Medienkonferenz beantwortete die Führung des Hauses gemeinsam mit einer Rechtsanwältin Fragen zu der Causa.
Intendant Florian Scholz, Ballett-Direktorin Isabelle Bischof, Stiftungsratspräsidentin Nadine Borter sowie die Rechtsanwältin Monika Hirzel von dem Konfliktberatungsunternehmen "BeTrieb" waren anwesend. Der Fall dreht sich um Vorwürfe von Mitarbeiter:innen des Hauses gegen einen ehemaligen Probenleiter. Die Mitarbeiter:innen berichten von wiederholten verbalen und körperlichen sexuellen Grenzüberschreitungen des Mannes. Ende September war in der Schweizer Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit" eine größere Recherche erschienen, die auch einen 60-seitigen Untersuchungsbericht zu dem Fall aufgreift. Der Mann war in der Vergangenheit bereits wegen verbaler sexueller Übergriffe von den Bühnen Bern verwarnt worden. Im September dieses Jahres wurden neue Vorwürfe laut. Es folgte schlussendlich die fristlose Entlassung des Mitarbeiters. In der Konferenz war eine der zentralen Fragen, ob die Leitung des Hauses früher hätte Konsequenzen ziehen müssen: "War es nicht naiv, an dieser Person festzuhalten?" Die Antwort des Intendanten dazu und die weiteren Einlassungen der Führungsebene zu ihrem Vorgehen sind hier zu lesen – und in der Videoaufzeichnung der Konferenz nachzuschauen.
(sdre)
Hier der Bericht des Schweizer Rundfunks SRF zur Causa.
Im Interview mit dem SRF sagt Kathleen McNurney, die Präsidentin des Berufsverbandes Danse Suisse: "Wir haben tatsächlich ein Problem mit dem Körperbild im Ballett. Aber im Unterricht läuft eigentlich sehr vieles richtig. Es ist möglich, Ballett gesund und fair zu unterrichten – ganz egal in welchem Stil."
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