Medienschau: FAZ – Über die Lage der Künstler im Ukraine-Krieg

Gefährdeter Berufsstand

Gefährdeter Berufsstand

17. Oktober 2022. Wie die FAZ berichtet, ist der Musiker Juri Kerpatenko von russischen Geheimdienstlern getötet worden. Kerpatenko war Chefdirigent des Mykola-Kulisch-Musiktheaters in der von Russland besetzten Stadt Cherson. Er hatte den russischen Einmarsch in die Ukraine scharf kritisiert.

FAZ-Redakteurin Kerstin Holm berichtet in ihrem Artikel (€) auch von der Lage der Künstler in Russland. Vielen von ihnen drohe der Militärdienst. In regionalen Theatern soll bis zu einem Drittel der Belegschaft eingezogen worden sein. Auch die Moskauer Theater seien jüngst angewiesen worden, jeweils elf Mitarbeiter zum Kriegsdienst zu überstellen. Das sei einem Theaterwissenschaftler zufolge ein Novum in der jüngeren Geschichte des Landes. Selbst im Zweiten Weltkrieg hätten russische Künstler nicht kämpfen müssen. "Da die Einberufung praktisch jeden treffen könne, sei der Repertoirebetrieb in Gefahr, heißt es aus einem Moskauer Haus – auch dies stünde im Kontrast zum Zweiten Weltkrieg, als die Theater durchgehend gespielt hätten."

(FAZ / miwo)

 

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