Medienschau: NDR – Kulturinstitutionen in der Pandemie

Kultur und Erwartung

Kultur und Erwartung

6. Februar 2022. Das verlässliche Planen wird bereits seit Jahren durch die Pandemie behindert. Anina Pommerenke fragt für den NDR wie verschiedene Kulturhäuser im Norden des Landes damit umgehen. 

Die Pandemie sei mental auch belastend weil ständig Erwartungshaltungen an sich selbst und andere neu angepasst und verhandelt werden müssten. Deswegen besucht Pommerenke vier Kulturschaffende in Norddeutschland und fragt sie: Wie gehen Sie mit ihrer eigenen Erwartungshaltung um?

Dagmar Schlingmann, Intendantin am Staatstheater Braunschweig, sagt: "Wir sind dankbar über jeden Tag, den wir spielen können - aber wenn's nicht geht, dann geht's nicht". Sie habe gerade erst die Erfahrung gemacht, dass kurz vor der Premiere Inszenierungsbeteiligte positiv getestet wurden. Die Premiere konnte trotzdem stattfinden. Schlingmann bestätigt aber, wie stressig solche Situationen wären. Gleichzeitig sei aber auch klar, dass Sicherheit und Gesundheit aller Betiligten Priorität habe. Und das Publikum habe großes Verständnis für kurzfristige Änderungen und Absagen. Insgesamt bedeute die fortwährende Pandemie für Schlingmann und ihr Haus ein ständiges Anpassen von Abläufen und Auffangen von Ausfällen. Das sei "schon alles sehr schwierig, aber man muss gucken, dass man sich nicht auslaugt."

Ähnlich äußert sich Isabella Vértes-Schütter, Intendantin des Ernst-Deutsch-Theaters in Hamburg. Sie betont, dass die Herausforderungen und Anstrengungen für alle im Theaterbetrieb derzeit gewaltig seien und daher kreative Lösungen gebraucht werden. "So seien bei all den Einschränkungen ihrer Erfahrung nach auch sehr spannende und kreative Lösungen entstanden." 

Anina Pommerenke spricht außerdem mit Ursula Haselböck, Intendantin der Festspiele in Mecklenburg-Vorpommern, und Jörn-Marcussen Wulff, erster Vorsitzender der Jazz Musiker Initiative Hannover. 

( NDR / ska )

 

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