Medienschau: SZ – Interview zum Berliner Theatertreffen
Ost-West-Dialog in der DNA
Ost-West-Dialog in der DNA
10. Mai 2023. Am Freitag beginnt das Berliner Theatertreffen, das jährlich von den Berliner Festspielen ausgerichtet wird. Deren Intendant Matthias Pees macht sich weiterhin für eine Öffnung des Festivals nach Osteuropa stark. Derlei Pläne hatten zuvor für Irritation und heftige Diskussionen gesorgt.
Im Interview mit Peter Laudenbach von der Süddeutschen Zeitung sagt Pees: "Wir teilen mit unseren östlichen Nachbarn dieses lokal oder regional ausrichtete Stadttheatersystem mit festen Ensembles und Repertoireprogramm. Den Aspekt des ernsthaften Einbezugs mittel- und osteuropäischer Perspektiven und Erfahrungen in unsere Auseinandersetzung mit Geschichte, Gegenwart und Zukunft finde ich eigentlich seit mindestens 20 Jahren wichtig. Spätestens seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist das noch einmal dringlicher geworden." Der Ost-West-Dialog sei in die "DNA" der Berliner Festspiele eingeschrieben. "In den Jahrzehnten vor dem Mauerfall war der kulturelle Austausch mit Ostberlin und dem politischen Osteuropa eine wichtige Aufgabe der Festspiele. Auch nach dem Mauerfall ging es um die Fortsetzung dieses Dialoges, um Annäherung, echtes Kennenlernen und mögliches Zusammenwachsen. Daran kann man anknüpfen."
(Süddeutsche Zeitung / miwo)
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