Medienschau: Süddeutsche Zeitung – Teure Opernsanierungen und Neubauten
Wer soll das bezahlen?
Wer soll das bezahlen?
16. Dezember 2021.In gleich zwei Beiträgen nimmt die Süddeutsche Zeitung geplante Opernsanierungen und Neubauten in den Blick.
Alexander Menden berichtet über den vom Düsseldorfer Stadtrat am Donnerstag Vormittag gefassten Beschluss, einen Neubau zu errichten statt an dem alten Bau an der Heinrich-Heine-Allee fest zu halten. Dazu wird Alexander Fils (CDU) zitiert: "Heute können wir etwas von Köln lernen" – nämlich, dass man in einer Opernhaussanierung mehr Geld und Zeit "versenken" könne als in einem Neubau. Kritik käme unter anderem von der Linken, schreibt Alexander Menden. Deren Ratsfrau Julia Marmulla befürchte einen nur auf Tourismus ausgerichteten Prestigebau.
Währenddessen schreibt Reinhard J. Brembeck: "Maßlosigkeit in der Kunst hat einen Namen: Oper." Mehrere hundert Millionen Euro würden Renovierungen und Neubauten kosten. Und – diese "Kosten werden übrigens nicht aus dem Kulturetat beglichen, sondern aus dem jeweiligen Bauetat, aus dem beispielsweise auch Universitätsneubauten bezahlt werden, die auch mehrere Hundert Millionen kosten können." Die Fragen – "Braucht man das überhaupt? Ist das nicht bloß Luxus für Reiche?" – fände er durchaus berechtigt.
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