Medienschau: Süddeutsche Zeitung – Geldnot am Deutschen Theater München
4. Dezember 2021. Die Süddeutsche Zeitung berichtet über finanzielle und arbeitsrechtliche Unregelmäßigkeiten am Deutschen Theater München. Das kommunale Theater habe Gelder in Höhe von insgesamt mehr als 130.000 Euro für die München-Zulage sowie das Jobticket nicht wie vorgeschrieben an seine Beschäftigten ausgezahlt.
Die München-Zulage sei seit 1990 für Beschäftigte mit unterem und mittlerem Einkommen vorgesehen. Laut Auskunft von Kulturreferat und Geschäftsführung wollte das von der Stadt mit insgesamt 1,9 Millionen Euro bezuschusste Deutsche Theater mit dem Zahlungsstopp die Insolvenz vermeiden.
Durch die Schließungen während der Corona-Pandemie seien die Kassen an dem traditionell mit vielen Gastspielen bestückten und auf die Bereiche Operette, Musical, Volkstheater und moderne Show konzentrierten Haus leer. Zusätzlich zu den finanziellen Schwierigkeiten seien Ermittlungen des Gewerbeaufsichtsamts eingeleitet worden, das "mögliche Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz" prüfe. Im Zuge einer Neuproduktion seien "überhöhte Wochenarbeitszeiten und Probleme mit Ausgleichszeit" entstanden.
(Süddeutsche Zeitung / chr)
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