Medienschau: Tagesschau.de, SZ – Triumphaler Abschied für Thalia-Intendant Joachim Lux
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1. Juli 2025. Sechzehn Jahre lang war Joachim Lux Chef am Thalia Theater in Hamburg. Zum Abschied gab es eine große Gala - und nicht endenden Schluss-Applaus. Tageschau.de berichtet.
"Am Ende wusste man gar nicht mehr, wer hier wen bejubelt. Das Publikum das grandiose Ensemble, das Ensemble das Hamburger Publikum - aber alle natürlich Joachim Lux," so Tagesschau.de. Minutenlang wollte auf jeden Fall niemand diesen besonderen Moment beenden. "Das war großartig", sagte der scheidende Intendant nach dem Gala-Abend. "Das war großartig, was das Ensemble auf der Bühne für eine Energie zusammen hat und wie das Publikum von der ersten Minute an komplett begeistert war. Besser kann es gar nicht gehen." Bis zur letzen Minute hat das Team am Gala-Programm gearbeitet" - so der Bericht. Lux leitet künftig das Harbourfront Liteaturfestival.
"Wer die Gala zum Abschied der Intendanz von Joachim Lux am vergangenen Freitag als Maßstab nahm, musste glauben, das Thalia sei ein Musical-Theater," schreibt unter der Überschrift "Der König tritt ab" Till Briegleb in der Süddeutschen Zeitung. "Der zweieinhalbstündige Abend schickte singende Schauspielerinnen und Schauspieler zur Nummern-Revue an die Rampe." So, "als seien die Höhepunkte dieser längsten Regierungszeit in der 180-jährigen Geschichte des Thalia-Theaters nicht durchweg ziemlich düster gewesen. Etwa die epischen Auseinandersetzungen des langjährigen Oberspielleiters Luk Perceval mit Faschismus und Krieg. Falladas Widerstandsdrama 'Jeder stirbt für sich allein', die Kriegsheimkehrer-Tragödie 'Draußen vor der Tür' oder die Schützengraben-Collage 'Front' prägten in ihrer eindrücklich lichtscheuen Ästhetik (von Annette Kurz und Katrin Brack) und dem schmerzvollen Ton von vergeblicher Flucht aus der Ohnmacht den Beginn der Lux-Wanderung als schwarzer Leitfaden."
Dass Thalia eigentlich die Muse der fröhlichen Unterhaltung ist, wurde aus Brieglebs Sicht "in der Erfolgsgeschichte des Ernstes etwas zweitrangig". So würden "von den 281 Premieren dieser 16 Spielzeiten (minus Corona) weniger die Schmunzel-Positionen im Spielplan oder die vielen Satiren auf die Gegenwart mithilfe von Roman- und Sachbuchvorlagen in Erinnerung" bleiben, die sich intensiv und düster mit den Gründen der Angst befassten.
(Tagesschau.de / sle)
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