Medienschau: taz– Misogynie in neuen Stücken
Vom Theatersaal auf die Straße
Vom Theatersaal auf die Straße
5. Januar 2025. Misogynie in neueren Theaterstücken untersucht Katja Kollmann für die taz und hat dafür eine "Rundreise" durch das Berliner Hauptstadt-Theater unternommen.
In "Liliom" in der Regie von Christina Tscharyiski am Berliner Ensemble, einem Stück über einen Mann, der wiederholt seine Partnerin schlägt, vermisst die taz-Kritikerin Katja Kollmann die "Dringlichkeit der Darstellung" und auch die Verortung des Stoffs im Kontext häuslicher Gewalt.
Die Neufassung der Shakespeare-Komödie "Der Widerspenstigen Zähmung" durch Katja Brunner und Pınar Karabulut ("Der Zähmung Widerspenstigkeit" am Deutschen Theater) überzeugt die Kritikerin dagegen mehr: "Pınar Karabulut setzt in ihrer Regie auf Empowerment. Die gewaltige Energie, die sich von der Bühne in den Saal ergießt, sollte es rausschaffen auf die Straße, in den Bundestag, in die Justiz, zur Polizei und in die Jugendämter. Denn der Protest gegen Misogynie ist, obwohl die Hälfte der Bevölkerung betroffen ist, in diesem Land keine Massenbewegung."
Weiterhin werden besprochen: "changes" von Maja Zade an der Schaubühne (Regie: Thomas Ostermeier) und "Sweeney Todd" in der Regie von Barrie Kosky an der Komischen Oper.
(taz.de / chr)
- Hier lesen Sie die Nachtkritiken zu Liliom am Berliner Ensemble, Der Zähmung Widerspenstigkeit am Deutschen Theater und changes an der Schaubühne.
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