Medienschau: Welt am Sonntag – Report über das Theater Eisenach

Gebeutelt

Gebeutelt

22. Oktober 2024. Jakob Hayner hat für die "Welt am Sonntag" (€) Eisenach und sein Theater besucht und berichtet in einer Reportage über den Schwung, den Lydia Bunk – seit dieser Spielzeit neue Schauspieldirektorin – dort ans Haus bringt.

"Ich kenne kein Theater, das in den vergangenen Jahren so gebeutelt wurde wie das in Eisenach." Das sagt Bunk über die Bühne, die 2012 nur durch massive Proteste der Bürgerschaft vor der Schließung gerettet wurde. Außerdem äußert sie sich zum Theatermachen in einer "AfD"-Hochburg, in der die Partei bei den jüngsten Landtagswahlen fast 32 Prozent der Stimmen bekam: "Aber 68 Prozent der Wähler haben nicht die AfD gewählt, die dürfen wir nicht vergessen."

Darüber hinaus porträtiert Hayner in seiner Reportage ausführlich das Haus mit seiner Historie und spricht mit der Ethnologin Juliane Stückrad darüber, wie sich in dieser Geschichte ostdeutsche Verlustempfindungen spiegeln. Hier geht es zum Text.

(Welt am Sonntag / cwa)

Kommentare  
Medienschau Eisenach: Allgemeinplätze
Wer als erstes die erfolgreiche junge Sparte platt macht, erfolgreiche Kooperationen mit der Eisenacher Soziokultur an die Wand fährt , um dann Allgemeinplätze zur Demokratie abzugeben lässt kein Gras wachsen, sondern hinterlässt am Ende verbrannte Erde.
Medienschau Eisenach: Unangenessen
Aber lieber Thüringer : im Programm des Landestheaters finden sich wirklich genügend Angebote für junge Zuschauer also kann von "Plattmachen" einer Sparte keine Rede sein. Endlich wieder ein eigener Abendspielplan mit Niveau! Ihre Häme ist unangemessen.
Medienschau Eisenach: Programmatik
Das (wiederholte) Austauschen des Teams und des Ensembles und damit der Verlust von Expertise über Theater für junges Publikum und Wissen über die Stadt ist natürlich ein "Plattmachen". Gerade auch im Sinne der Demokratiebildung ist Theater für junges Publikum wichtig. Das neue Programm des LTE bietet leicht verkäufliches für Kinder. Für Jugendliche finden sich ausschließlich Schulstoffe. Das ist regelrecht traurig, nach der preisgekrönten Arbeit der Vorgänger. Einen spannenden Abendspielplan mit Niveau kann ich dort leider nicht erkennen
Medienschau Eisenach: Nicht erwähnt
Toll, dass es das Theater noch gibt. Aber jetzt dort nur noch Angebot für die Masse: Cinderella, Zorbas, Faust, Physiker, Minna, Mysery, Weihnachtsgans Auguste, … Bisschen mehr Innovation ist für ein subventioniertes Theater notwendig. Oder?
Im Artikel wird der ganze Skandal aus dem Sommer nicht erwähnt, alles wieder gut oder nur unter die Wartburg gekehrt?
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