Medienschau: Wiener Zeitung – Klaus Maria Brandauer im Interview
Nicht aus der Hand des Autors fallen
Nicht aus der Hand des Autors fallen
26. Dezember 2022. "Ich möchte gerne der sein, den ich vorgebe zu spielen, wissend, dass das überhaupt nicht geht, aber ich versuche es - immer wieder," sagt der Schauspieler Klaus Maria Brandauer im Interview mit der Wiener Zeitung.
Wie dem Interview zu entnehmen ist, wird Brandauer 2023 wieder im Burgtheater auf der Bühne stehen. "Claus Peymann meinte, dass sich in Ihnen, wie bei den meisten großen Schauspielern, immer auch das spezielle Kind verbirgt," fragt Christine Dobretsberger Brandauer ausserdem.
Brandauer: "Das wird gerne in Anlehnung an Max Reinhardt gesagt, der den Satz prägte, dass ein Schauspieler ein Mensch sei, dem es gelungen ist, die Kindheit in die Tasche zu stecken und sie bis an sein Lebensende darin aufzubewahren. Das sind alles liebenswerte Ausdrücke über die Tätigkeit, aber ehrlich gesagt, ich bin jetzt so lang dabei, ich möchte nicht kindlich bleiben. Ich möchte, ganz im Gegenteil, erwachsen sein! Es ist anstrengend genug, zu sich selber zu finden und weiterzuarbeiten, immer wieder aufs Neue Versuche zu starten: die erste Probe, die zweite, ständig hinterfragend, wie es weitergeht, mit einem selber und all jenen, die auf den Entstehungsprozess einer Produktion Einfluss ausüben. Ich will nicht sagen anstrengend, aber es ist wirklich mühsam, zum rechten Weg zu gelangen im Bezug auf den Text, den Sie sprechen, und dabei nicht aus der Hand des Autors zu fallen und auch selbst darin noch vorzukommen."
(Wiener Zeitung / sle)
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