Presseschau vom 26. März 2014 – Die Welt interviewt die erfahrenen Interimsleiter des Düsseldorfer Schauspielhauses
Vertrauen zurückgewinnen
26. März 2014. Für die Welt interviewen Christiane Hoffmans und Andreas Wilink die beiden Ex- und wieder-Leiter des Düsseldorfer Schauspielhauses Günther Beelitz und Alexander von Maravic.
Die Problematik des in jeder Hinsicht leeren Hauses (leer gespielt und leere Kasse) habe nicht erst vor Monaten begonnen, sagt Günther Beelitz. Der Besucherschwund sei schon lange spürbar, habe aber in den Ansätzen zum Etat keine Berücksichtigung gefunden. "Stefan Holm hat sich den Luxus geleistet, das junge Schauspielhaus mit Schauspielern aus dem regulären Ensemble zu besetzen. Ein schöner Ganzheitsgedanke, aber wesentlich kostenintensiver als die Trennung beider Sparten."
Alexander von Maravic zufolge begann der Abschwung des Hauses bei dem Wechsel von Amélie Niermeyer zu Staffan Holm. "Holm hatte in dem einen Jahr seiner Intendanz keine Zeit, seine Konzeption richtig zu präsentieren. Das war wie eine Schwangerschaft, in der kein Kind ausgetragen wird", sagt von Maravic. "Dann folgte Manfred Weber auf unbestimmte Zeit. Wie soll sich da Vertrauen herstellen." Die Besucher überlegten, überhaupt ein Abo zu kaufen, weil sie nicht wüssten, wohin die Reise geht. "Unsere vordringliche Aufgabe ist es also, dieses Vertrauen zurückzugewinnen."
Beelitz zufolge weiß man schon, dass auch aus der laufenden und der nächsten Spielzeit weitere Minusbeträge zu erwarten seien. "Ich habe versucht, meinen Einfluss dahingehend geltend zu machen, dass die Nachfolge in Ruhe und nicht von Hölzchen auf Stöckchen erfolgt", sagt der Interimsintendant. Das werde jetzt mit Nachdruck gemacht. "Der Nachfolger oder die Nachfolgerin muss wissen, was ihn oder sie erwartet."
(sd)
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aber voller wirds deshalb in düsseldorf troztdem nicht.
dieses haus war übrigens noch nie voll. düsseldorf lebt seit gustav gründgens in einer traumwelt in der sie einfach nicht richtig wertgeschätzt werden und ja immer ach so viel pech haben mit den intendanten.
(...)
fazit: düsseldorf ist für mich ein höchstens mittelmäßiges haus und war noch nie mehr.
das einzig tolle dort ist das ensemble! hut ab!