Presseschau vom 30. Juni 2016 – Im Berner Bund kritisiert Samuel Schwarz, dass es für die Neubesetzung der Schauspieldirektion keine Ausschreibung gebe
Genau die gleichen Fehler
Genau die gleichen Fehler
30. Juni 2016. Bis September will Konzert Theater Bern die Stelle der Schauspieldirektion neu besetzen. Im Berner Bund kritisiert der Schweizer Theatermacher Samuel Schwarz, dass die Stelle nicht ausgeschrieben und das Anforderungsprofil nicht veröffentlicht worden sei.
"Potenten Teams" werde so "die Möglichkeit genommen, sich professionell zu bewerben". Ihnen bleibe nur der Weg übers Intendantenzimmer, beklagt Schwarz. "Zur Erinnerung: Sowohl Stephanie Gräves Wahl durch den Stiftungsrat wie ihre Absetzung mitten in ihrer ersten Saison kamen auf Wunsch des Intendanten zustande." Der Stiftungsrat, so Samuel Schwarz, scheine nun die genau gleichen Fehler wieder zu machen. "Idealkandidaten seien offenbar Personen, die bereit sind, sich diesen intransparenten Machtverhältnissen zu beugen".Von Schwarz Gruppe asa400 zirkuliere eine offene Bewerbung im Netz, die man nicht beim Intendanten, sondern beim Stiftungsrat einreichen will, um "Bewegung und Transparenz" ins Verfahren zu bringen.
KTB weise die Vorwürfe zurück, heißt es weiter in dem Text von Daniel Di Falco. "Die Organisation, erklärt Stiftungsratspräsident Benedikt Weibel, habe sich unter der erfolgreichen Führung Stephan Märkis bewährt, KTB künstlerisch und finanziell gestärkt sowie zu steigenden Besucherzahlen geführt". Weibel verteidige auch das Wahlverfahren. Die Vakanz sei hinlänglich bekannt, "eine Ausschreibung darum nicht nötig und auch keine Pflicht". Die Suche schließlich "erfolgt aufgrund eines klaren Stellenprofils, zum einen würden Kandidaten direkt angegangen, zum andern gebe es 'aktive Bewerbungen'."
Gestern gabs es dazu im Bund auch ein Interview mit dem Berlins Kultur-Staatssekretär Tim Renner, das Musikredaktor Ane Hebeisen geführt hat. Bern ist darin unter anderem Thema: "Bern ist da reduziert auf die schöne Stadt in der Mitte der Schweiz, die aussieht wie früher diese Modelleisenbahn-Städte. Alles sehr stimmig, doch es fehlt tatsächlich ein kultureller Schwerpunkt, den man nach aussen tragen könnte und möchte."
(derbund.ch / sik)
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