medienschau
Unsere auswahl ist subjektiv
Medienschau: FAZ – Publikumsschwund aus Kulturmüdigkeit?
Kultur als Seismograph
22. August 2022. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung macht Mark Siemons sich Gedanken über die tieferen Ursachen des Publikumsschwunds, den Kulturinstitutionen aller Couleur zu beklagen haben. "An der Pandemie kann es kaum mehr liegen, blickt man auf den Trubel in den Einkaufszentren, und die Vermutung, die Leute schauten jetzt lieber Netflix, wird durch dessen weltweit sinkende Abonnentenzahl nicht bestätigt", schreibt Siemons.
Medienschau: Standard – Barbara Frey im Interview
Man liest Stoffe als Frau ganz anders
20. August 2022. Unter der schönen Überschrift "Nichtwissen ist am Theater Voraussetzung" spricht Ruhrtriennale-Intendantin Barbara Frey im Standard über ihre Schnitzler-Inszenierung "Das weite Land" (die nach der Ruhrtriennale-Premiere ab Anfang September am Burgtheater Wien zu sehen sein wird).
Medienschau: FAZ – Kunsthandel mit NFTs
Heroische Projekte
20. August 2022. Über den Kunsthandel mit NFTs (Non-Fungible Tokens) im Blockchain-Kosmos berichtet Ursula Scheer in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Unter anderem wirft die Autorin einen Blick auf Performance-Ikone Marina Abramović, die ihre Videoarbeit "The Hero" (über ihren Vater, der als Partisan unter Tito aktiv war) in 6250 Einzelbilder aufgelöst hat und als NFT-gifs für 150 Pfund das Stück verkauft.
Medienschau: VAN-Magazin – Clinch in Wiesbaden
Grabenkämpfe mit Fußsoldaten
18. August 2022. Über Querelen am Staatstheater Wiesbaden zwischen Intendant Uwe Eric Laufenberg und dem Geschäftsführenden Direktor Holger von Berg berichtet das VAN-Magazin. Jüngstes Opfer der Auseinandersetzungen sei der neue Orchesterdirektor Ilia Jossifov, der von Laufenberg in Abwesenheit von Bergs berufen worden sei und sich nunmehr durch von Berg "systematisch gemobbt" sieht.
Medienschau: HR2 Kultur – Podcast mit Verena Altenberger
Gefallen
18. August 2022. Die Schauspielerin Verena Altenberger ist zu Gast im Podcast "Freiheit Deluxe" von Jagoda Marinic auf HR 2 Kultur und spricht über ihre Rolle als Buhlschaft bei den Salzburger Festspielen und über ihr feministisches Selbstverständnis: "Es ist okay, gefallen zu wollen."
Medienschau: der Freitag – Streitgespräch über die Mindestgage
"Es geht um Miete, Renten und Respekt"
5. August 2022. Im Freitag hat Björn Heyer (€ paywall) mit Lisa Jopt und Thorsten Weckherlin über die jüngst ausgehandelte Erhöhung der Mindestgage von 2000 Euro auf 2715 Euro gesprochen. Kommt sie zum falschen Zeitpunkt? Denn durch steigende Energiekosten, fehlende Zuschauer, unsichere Planung steigen die Belastungen der Theater derzeit an allen Ecken.
Medienschau: Der Standard – Toxisches Sponsoring in Salzburg
"Stillschweigen tötet"
3. August 2022. Der Standard interviewt Yana Ross. Die Regisseurin sorgte dafür, dass sich die Salzburger Festspiele von einem umstrittenen Sponsor trennten. Das Salzburger Engagement des russisch-griechischen Dirigenten Teodor Currentzis sieht sie kritisch.
Medienschau: NDR – Nach den Corona-Hilfen
Folgekosten
30. Juli 2022. Im NDR berichtet Svenja Estner von den Folgen der auslaufenden Corona-Hilfen für die Freie Szene Niedersachsens. Während die Unterstützung bald wegbreche, stiegen die Nebenkosten rasant. Außerdem zöge über die NEUSTART-KULTUR-Förderung angeschaffte Technik mitunter hohe Folgekosten nach sich.
Medienschau: taz – Regisseur Georg Genoux im Porträt
"Selbstheilung durch Selbstentäußerung"
26. Juli 2022. Als "empathiestrotzenden" Menschenfänger porträtiert Michael Bartsch in der taz den Regisseur Georg Genoux. Dieser hat gerade die Leitung des soziotheatralen Thespis-Zentrums am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen übernommen: "Eine Bürgerbühne für alle Bürger dieser Erde", wie er erklärt.
Presseschau: Berliner Zeitung – Bert-Neumann-Ausstellung und -Nachlassverwaltung in Mecklenburg-Vorpommern
Oklahoma-Theaterstadt
25. Juli 2022. In der Wochenend-Ausgabe der Berliner Zeitung (€ | 23./24.7.2022) schreibt Ulrich Seidler über eine Wochenend-Reise nach Mecklenburg-Vorpommern, wo er die Familie des vor sieben Jahren verstorbenen Volksbühnen-Bühnenbildners Bert Neumann besuchte, um ihre Arbeit im Rahmen der Bert-Neumann-Association zu porträtieren, die sie gründeten, um Neumanns Nachlass zu erschließen.
Medienschau: Der Spiegel – Matthias Pees über seine Pläne fürs Theatertreffen
"Nicht mehr zeitgemäß"
25. Juli 2022. Im Spiegel (online 15.7.22, €) spricht Wolfgang Höbel mit Matthias Pees, der im September 2022 die Intendanz der Berliner Festspiele antritt, über seine Pläne für das Berliner Theatertreffen.
Medienschau: Süddeutsche Zeitung – Der "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen
Gesucht: Neue*r Jedermann
23. Juli 2022. Im Samstags-Feuilleton der SZ berichtet Christine Dössel von einem österreichischen Twitter-Sturm um den traditionellen "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen, der jedoch, so Dössel, "unverwüstlich" sei.
Medienschau: BR – Ingolstädter:innen stimmen über Theaterbau ab
Kein Plan B
23. Juli 2022. Die Ingolstädter Bürger:innen sind für diesen Sonntag dazu aufgefordert, in einem Ratsbegehren darüber abzustimmen, ob das Stadttheater Ingolstadt im Zuge der Sanierung seines Großen Hauses eine zweite, kleinere Spielstätte bekommt. Das berichtet der Bayerische Rundfunk.
Medienschau: FAZ – Hubert Spiegel über die aktuelle Lage der Theater
"Kein Sprint, sondern ein Marathon"
In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ( 21.7.22 | €) zieht Hubert Spiegel Bilanz aus der vergangenen Spielzeit. Dafür spricht er mit der Intendantin des Schauspiels Hannover Sonja Anders und Peter Carp, dem Intendanten des Theater Freiburgs.
Medienschau: SZ – Johan Simons über Kunst, Leben und seine Vertragsverlängerung
"Ich finde nur wenige meiner Produktionen gelungen"
Im Magazin der Süddeutschen Zeitung (14.7.22, €) führt Gabriela Herpell ein ausführliches Gespräch mit Johan Simons, dem Intendanten des Schauspiels Bochum. Es geht unter anderem um Simons` Kindheit, um Glauben, Kunst und die Arbeit mit Schauspieler:innen.
Medienschau – Süddeutsche Zeitung: Sanierung der Stuttgarter Oper
Schaffe, schaffe, Oper baue'
13. Juli 2022. Die Kosten für die Sanierung der Stuttgarter Oper wurden auf eine Milliarde Euro beziffert. Nun heißt es, das Geld könnte nicht ausreichen, was Gegner:innen des Bauvorhabens auf den Plan ruft. Max Ferstl von der Süddeutschen Zeitung berichtet.
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