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Unsere auswahl ist subjektiv
Medienschau: Deutschlandfunk Kultur – Schwarze Dramatiker:innen am Broadway
Ende des Rassismus?
25. September 2021. Es gibt derzeit ungewöhnlich viele Stücke von schwarzen Dramatikerinnen am Broadway in New York City. Die Berliner Theaterkritikerin Barbara Behrendt hat sich das für Deutschlandfunk Kultur selber angesehen. Hier ist ihr Bericht.
Medienschau: Deutschlandfunk Kultur – Theater von schwarzen Dramatiker:innen am Broadway
News from Big Apple
25. September 2021. Barbara Behrendt berichtet aus New York für Deutschlandfunk Kultur.
Medienschau: SRF – Über Gagen für (Film-)Schauspieler:innen
Nicht einmal 30.000 Franken
19. September 2021. Über die für Schweizer Verhältnisse niedrigen Gagen für (Film-)Schauspieler:innen berichtet der SRF: "Das jährliche Einkommen eines Schauspielers beträgt durchschnittlich nicht einmal 30'000 Franken", heißt es in dem Beitrag.
Medienschau: Deutschlandfunk Kultur – Stefan Kaegi von Rimini Protokoll übers Publikum
Für viele oder für Freunde?
19. September 2021. Wie sie's mit dem Publikum halten – ob sie für möglichst viele spielen wollen oder für Friends&Family im Safe Space – war ein Thema beim Bundesforum der Freien Darstellenden Künste. Um die Förderung der Freien Szene ging es auch. Mit Stefan Kaegi von Rimini Protokoll sprach Deutschlandfunk Kultur, zu hören hier.
Medienschau: taz – Razzia bei Mitgliedern des Peng!-Kollektivs
Wer durchsucht die Hohenzollern?
16. Juli 2021. Als "Repressionen gegen die Kommunikationsguerilla" bezeichnet ein Artikel in der taz die per Staatsanwaltschaft angeordnete Durchsuchung der Räumlichkeiten des Künstler:innen-Kollektivs Peng! sowie der Privaträume von zwei Mitgliedern des Kollektivs. Als mutmaßliche Grundlage für die Razzia nennt der Artikel die Veröffentlichung einer bundesweiten Karte von Gedenkorten, die in kolonialistischem Kontext stehen.
Medienschau: FAZ – Wie sieht das Theater der Zukunft aus?
Multifunktionale Theaterbauten
29. Juni 2021. "Welches Theater braucht das Land in den nächsten Jahrzehnten? Wer stellt die Weichen, trifft die Entscheidungen?" fragt in der FAZ Hubert Spiegel und Matthias Alexander und schaut dabei insbesondere auf verschiedene Sanierungsvorhaben in der bundesdeutschen Theaterlandschaft.
Medienschau: FAZ – Dramaturg Bernd Stegemann über die neue Unfreiheit an den Theatern
"Theater ist eine unordentliche Kunst"
10. Juni 2021. In einem Artikel in der heutigen Frankfurter Allgemeinen Zeitung attestiert der Dramaturg und Publizist Bernd Stegemann den Theatern, in einem "bedenklichen Zustand" zu sein. Die "Debatten, die die Theatermacher gerade mit sich selbst führen", wirken auf Stegemann, als "säßen sie in einem Oberseminar 'Postkolonialismus' und müssten zugleich in einem Sweatshop in Bangladesch arbeiten". Dabei entstehe die "Übertreibung", dass "die deutschen Theater ein Hotspot des Rassismus sind, in dem Hungerlöhne bezahlt werden". Zugleich bekräftigt der Autor, dass ein "Klima der Angst", wie es zuletzt etwa am Berliner Gorki-Theater öffentlich geworden sei, "falsch" sei.
Medienschau: Süddeutsche Zeitung – Sind die Machtmissbrauchs-Vorwürfe am Berliner Maxim Gorki Theater noch ein Thema?
Geschichten von Mut und Mobbing
14. Mai 2021. In der Süddeutschen Zeitung sammelt Sonja Zekri noch einmal Stimmen zum Fall Maxim Gorki Theater. Dort war Intendantin Shermin Langhoff Machtmissbrauch vorgeworfen worden. "Wenn man sich umhört unter denen, die nah, näher und am nächsten dran sind, dann vernimmt man Geschichten des Wachsens und Mutmachens, aber auch von Mobbing, man erfährt von Ermächtigung und Leidenschaft, aber auch von Machtmissbrauch", schreibt Zekri.
Medienschau: FAZ – Opernintendant:innen über strukturellen Wandel
Zauberflöte überholt?
5. Mai 2021. In einem Interview der FAZ sprechen die fünf Opern-Intendant:innen Bernd Loebe, Susanne Moser, Sophie de Lint, Peter Theiler und Dietmar Schwarz über strukturelle Veränderungen in ihren Häusern und Sparte - und über Unterschiede zum Sprechtheater im Kontext aktueller Debatten.
Presseschau vom 4. Mai 2021 – Christoph Nix denkt über die Rolle der Intendanz in der FAZ nach
Theatralische Figuren
4. April 2021. In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung greift Christoph Nix, Professor für Bühnenrecht an der Universität Bremen und Intendant der Volksschauspiele Tirol, die aktuelle Debatte um die Rolle der Theaterintendanz auf. Über Macht- und Strukturfragen innerhalb des Stadttheaterbetriebs denkt er dabei grundätzlich nach.
Presseschau vom 30. April 2021 – Der SPIEGEL geht den Vorwürfen gegen Gorki-Intendantin Shermin Langhoff nach
"Klima der Angst"
30. April 2021. Eine Hintergrundrecherche zur Kritik am Führungsstil der Intendantin des Berliner Maxim-Gorki-Theaters veröffentlicht der aktuelle SPIEGEL. Die Vorwürfe drehen sich um eine "toxische Arbeitsumgebung", in der ein "Klima der Angst" herrsche – so zitiert die Autorin Elisa von Hof aus Gesprächen mit 15 Mitarbeiter*innen des Hauses. Die Intendantin Shermin Langhoff werde gegenüber Angestellten laut, "brülle" Mitarbeiter*innen "in Grund und Boden". Auch körperliche Übergriffe gebe es nach Aussagen der Mitarbeiter*innen von Langhoffs Seite. Die Zitierten wollen laut SPIEGEL anonym bleiben.
Presseschau vom 19. April 2021 – Intendant Wilfried Schulz in der FAS zur Rassismusdebatte am Düsseldorfer Schauspielhaus
Keine getrennten Räume
19. April 2021. "Theater dürfen als künstlerische Arbeitsorte zu Recht an den ethischen Maßstäben gemessen werden, die sie auf der Bühne und in der Kunst vertreten. Kunst deckt weder Missbrauch noch Diskriminierung. Darüber herrscht selbstverständlich Konsens", schreibt Intendant Wilfried Schulz in einem Beitrag zur an Vorfällen an seinem Düsseldorfer Schauspielhaus entzündeten Rassismusdebatte in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung – in der zuletzt ein von über 1400 Theaterschaffenden unterzeichneter Offener Brief gegen Einlassungen des Dramaturgen Bernd Stegemann veröffentlicht wurde, Stegemann hatte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Düsseldorfer Schauspielhaus gegen die Rassismusvorwürfe verteidigt und sich im Zuge dessen abwertend über den Schauspieler Ron Iyamu geäußert, der die Debatte angestoßen hatte.
Presseschau vom 16. April 2021 – Armin Petras äußert sich öffentlich zu Rassismus-Vorwürfen
"Dummheit, Nachlässigkeit, Ignoranz"
16. April 2021. Der Regisseur Armin Petras hat sich erstmals zu den gegen ihn erhobenen Rassismus-Vorwürfen geäußert. In einem Text, den der Bremer Intendant Michael Börgerding am 14. April auf der Website seines Theaters publiziert hat, zitiert Börgerding – mit dessen Einverständnis – aus einer E-Mail, die Petras einen Tag nach Veröffentlichung der Vorwürfe an Ron Iyamu geschrieben habe. Der Schwarze Schauspieler hatte in seiner Diplomarbeit und in einem Fernsehbeitrag Rassismuserfahrungen am Schauspiel Düsseldorf benannt. Einer der Beschuldigten – zwar von Iyamu nicht namentlich genannt, aber durch die Schilderungen identifizierbar – war Petras. Dieser habe ihn bei Proben zu Georg Büchners Dantons Tod wiederholt als "Sklave" angesprochen.
Presseschau vom 14. April 2021 – Die Süddeutsche Zeitung berichtet von der „Klimawerkstatt“ der Kulturstiftung des Bundes zur Forcierung einer neuen Betriebsökologie
Nur Beruhigung des schlechten Gewissens
14. April 2021. Am vergangenen Montag veranstaltete die Kulturstiftung des Bundes eine Online-Klimawerkstatt des Theaters, um den Diskurs der "Betriebsökologie" am Theater weiter voranzubringen. Für Till Briegleb von der Süddeutschen Zeitung brachte die Veranstaltung "viele unverbindliche Initiativen" zusammen, "von freiwilligen Klima-AGs in den Häusern zu losen Netzwerken auf digitalen Plattformen“, doch sie bewies auch, dass es im Kulturbereich "völlig an verantwortlichen Strukturen", fehlt, "die sich verpflichten, konkrete Ergebnisse zu liefern".
Presseschau vom 12. April 2021 – Die Dramaturgin und Frankfurter Ex-Kointendantin Marion Tiedtke im SZ-Interview über Theater und Macht
Transparenz und Teilhabe schaffen
12. April 2021. Marion Tiedke, aktuell Leiterindes Studiengangs Schauspiel an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, ist Dramaturgin und war bis 2020 Ko-Intendantin des Schauspiel Frankfurt. Im Interview mit Christine Dössel spricht sie in der Süddeutschen Zeitung über die Notwendigkeit, Macht im Theater neu zu denken und zu organisieren.
Presseschau vom 10. April 2021 – Opernhaus "Scala" soll digital-sozialer werden
Scala goes "Premiumprodukt"
10. April 2021. Der seit Juli 2021 amtierende Intendant der Mailänder Scala Dominique Meyer hat für das Opernhaus konkrete Pläne. Diese betreffen vor allem die Digitalisierung des Hauses sowie die Ausbildungsstätte Accademia Teatro alla Scala, wie die FAZ im Feuilleton berichtet.
Presseschau vom 9. April 2021 – Dramaturg Bernd Stegemann zu den Düsseldorfer Rassismusvorwürfen
"Im Spiel bleiben"
9. April 2021. Im Feuilleton der FAZ (9.4.2021) äußert sich Dramaturg und Autor Bernd Stegemann zu den von Schauspieler Ron Iyamu geschilderten Proben-Vorfällen am Schauspielhaus Düsseldorf: "Man kann das geschmacklos finden und sich als Kollege diese Grenzüberschreitung verbitten. Man könnte aber ebenso im Spiel bleiben und darauf schauspielerisch reagieren."
Presseschau vom 4. April 2021 – Die FAS über das Programm Neustart Kultur und die freiberuflichen Künstler:innen
Verbeamtet, käuflich und selber schuld
4. April 2021. "Neustart Kultur: Das will so klingen, als würden die Programme aktualisiert und ein neues Betriebssystem installiert. Im Moment sehen wir das große Löschen", schreibt Claudius Seidl in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Presseschau vom 31. März 2021 – NDR Kultur und taz stellen Modelle für Kultur-Öffnungen im Norden vor
(post-)Lockdown Perspektiven
31. März 2021. In den nördlichen Bundesländern reagiert die Kulturszene auf andauernde Schließung mit verschiedenen Konzepten zur Wiederöffnung und Forderungen zur Unterstützung lokaler Institutionen. Während in Niedersachsen Test-Öffnungen beschlossene Sache sind, decken sich Hamburger Theaterhäuser bisher nur vorsorglich mit Schnell-Tests ein, so berichtet der NDR Kultur. Aus Bremen kommt derweil aus der freien Szene die Forderung einer Quote für lokale Produktionen, wie die taz in einem längeren Interview berichtet.
Presseschau vom 26. März 2021 – Iris Laufenberg, Intendantin in Graz, spricht mit der Berliner Zeitung über Sexismus, Identitätspolitik und ihre Maßnahmen für ein respektvolles Arbeitsumfeld
Spürbare Haltung
26. März 2021. Dass "etwas anderes gelebt als gepredigt wurde", habe sie auch bei den Intendant*innen der 68er-Generation erlebt, berichtet Iris Laufenberg, Intendantin des Schauspielhauses Graz und ab 2023 Intendantin des Deutschen Theaters Berlin, im Interview mit Petra Kohse von der Berliner Zeitung (am Erscheinungstag hinter der Paywall). Spiegel der Gesellschaft sei das Theater dabei nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne, so Laufenberg. "In der Kunst ging – und geht – es ständig darum, dass man die Gesellschaft für mehr Gleichberechtigung und ökologisches Bewusstsein verändern will. Vom tatsächlichen Miteinander war dieser Anspruch oft abgespalten."
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