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Berlin: Produktionsmanagerin Christine Elbel verstorben

Christine Elbel 1971–2024 © privat

10. Mai 2024. Die freie Produktionsmanagerin Christine Elbel ist überraschend verstorben, wie das Theater im Delphi Berlin auf seiner Facebook-Seite mitteilt. Elbel war an dem freien Haus als Produktionsleiterin tätig.

Christine Elbel, geboren 1971, absolvierte nach dem Studium der Diplom-Pädagogik (Schwerpunkt: Erwachsenenbildung) ein Postgraduierten-Studium zur Spiel- und Theaterpädagogin an der HdK Berlin.

Zwischen 2001 und 20024 war sie als Dramaturgieassistentin und Produktionsdramaturgin am Berliner Maxim Gorki Theater beschäftigt. Im Anschluss arbeitete sie in der Freien Szene unterbrochen durch verschiedene Tätigkeiten am Maxim Gorki Theater (Intendanz: Armin Petras). Sie war freie Produzentin, Dramaturgin und Pressemitarbeiterin und arbeitete unter anderem für Chris Kondek, Riki von Falken, shifts, böse diva, das PATHOS München, Kuyum Arts und viele andere.

Sie war Mitglied im LAFT Berlin – Landesverband freie darstellende Künste Berlin e.V., der die Interessen der professionellen freien darstellenden Kunstschaffenden Berlins gegenüber Öffentlichkeit und Politik vertritt.

(www.facebook.com/DelphiTheate / www.laft-berlin.de / chr)

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Kommentare  
Christine Elbel: Schmerz
Kaum zu fassen, diese Nachricht. Tine war ein so herzlicher Mensch, offen, neugierig, witzig, warm, äußerst wertschätzend, angenehm kritisch und reflektiert dem Theater im Allgemeinen und der eigenen Arbeit im Besonderen gegenüber. Es gibt wenige Menschen in Berlins Freier Szene, mit denen ich so produktive, persönlich grundierte Gespräche hatte, weit über das Berufliche hinaus. Zu wissen, dass wir uns nicht mehr so wunderbar zufällig wie zuverlässig über den Weg laufen werden, um mal beeindruckt, mal augenrollend über Produktionen, unsere merkwürdigen Berufe und das nicht minder merkwürdige Leben zu unterhalten, schmerzt.
Christine Elbel: Unverzagt, ansteckend herzlich
Das letzte mal habe ich Tine in der Alten Münze getroffen. Sie hatte ein großes Transparent dabei und sich mit Kolleg*innen und mit Freude, Genervtheit und Spaß gegen den Abverkauf der Alten Münze gestellt. Sie konnte vielen, mir auch, die oft frustrierenden Aspekte von Kulturpolitik erklären und trotzdem blieb sie so unverzagt und ansteckend herzlich. Wie verdammt traurig, dass wir sie nicht mehr treffen werden.
Christine Elbel: Ja, herzlich
Aus der gemeinsamen Zeit am Maxim Gorki Theater erinnere ich jetzt mit traurigem Rückblick, wie unglaublich ansteckend ihre Begeisterungsfreude sein konnte. Tine suchte – und fand - immer noch etwas Positives, selbst wenn sonst nicht viel Gutes zu sehen war. Das hielt sie aber nicht davon ab, sehr genau zu benennen, was für sie gutes und schlechtes Theater war. In Erinnerung ist mir auch, wie herzlich sie lachen konnte und, ja, lieber Georg, wie sie mit den Augen rollen konnte. Es ist sehr sehr traurig und meine Anteilnahme gilt ihrer Familie und ihren Freunden.
Christine Elbel: Direktheit und Warmherzigkeit
Mit großer Erschütterung haben wir vom plötzlichen Tod unserer Kollegin, Christine (Tine) Elbel, gelesen.

Tine hat unser Netzwerk von Anfang an, in der Antragstellung, unserer Vereinsgrün-dung und den Netzwerktreffen begleitet. Sie war eine maßgebliche Stimme schon in der Gründungszeit von produktionsbande.

Tine war bereits eine Sprecherin für unser Berufsfeld, bevor es produktionsbande gab: Als langjährig aktive Produzentin und kulturpolitisch vernetzte Kollegin in Berlin hat sie sich unermüdlich für die Belange und Bedingungen der freien darstellenden Künste eingesetzt. Ihre kraftvolle Direktheit, die immer mit großer Warmherzigkeit und Zugewandtheit einherging, behalten wir in wacher Erinnerung.

Unser Wir verliert mit dem Tod von Tine eine wichtige Stimme, eine interessierte Perspektive und eine engagierte Kollegin der ersten Stunde unseres Netzwerks.

Wir danken Tine für ihre Zeit, ihr Engagement und ihre Stimme bei, für und mit pro-duktionsbande. Sie wird uns fehlen.
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