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Berliner Staatstheater: Offener Brief gegen Privatisierung
22. April 2025. In einem gemeinsamen Offenen Brief kritisieren die Personalvertretungen der Berliner Landesbühnen die Pläne einer möglichen Rechtsformumwandlung der landeseigenen Bühnen. Unterschrieben ist der Brief von den Personalvertretungen des Deutschen Theater Berlin, der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Maxim Gorki Theater, Theater an der Parkaue und dem Konzerthaus Berlin.
Anfang April war bekannt geworden, dass das Land Berlin offenbar die Privatisierung seiner Staatstheater prüfe.
In dem offenen Brief heißt es, dass man entschieden Widerstand gegen diese Pläne einlege. Sie seien ein Angriff auf die Arbeitsbedingungen und bedeuten konkret, dass tarifliche Sicherheiten abgebaut, das Gleichstellungsgesetz geschwächt und die künstlerische Qualität gefährdet würde.
Gefordert wird:
- Sofortiger Stopp aller Ausgliederungspläne der landeseigenen Bühnen aus dem öffentlichen Dienst Berlins.
- Transparente Einbindung der Personalräte, Frauenvertreterinnen und Gewerkschaften in sämtliche Umstrukturierungsprozesse
"Berlin lebt von seiner einzigartigen Kulturlandschaft", heißt es weiter, "sie ist nicht bloß ein 'nice-to-have', sondern das pulsierende Herz unserer Stadt." Hier der komplette Offene Brief im Original in langer und kurzer Version.
Für den 29. April 2025, 14 Uhr, ist zudem eine Kundgebung geplant auf dem Vorplatz der Berliner Volksbühne. An dem Tag soll zuvor eine häuserübergreifende, gemeinsame, nichtöffentliche Personalversammlung der unterzeichnenden Häuser stattfinden.
(sik)
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