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Hilfe für Theater Eisleben: Keine Zustimmung von der AfD
18. Februar 2024. Bei der Abstimmung im Kreistag von Eisleben über einen Darlehensvertrag für den Erhalt des Theaters Eisleben hat die AfD-Fraktion auf eine Zustimmung verzichtet. Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) vom 16. Februar 2024 berichtet, begründete der AfD-Kreisvorsitzenden René Meiß dies mit der Teilnahme des Theaters an der Demonstration gegen Rechts auf dem Sangerhäuser Marktplatz. Notwendig ist das Darlehen, um die drohende Insolvenz des Theaters abzuwenden.
Der MZ zufolge kritisierte Meiß ein Plakat des Theaters, das sich für Vielfalt, Demokratie, Menschenwürde und Toleranz ausspricht. Man werde als AfD-Fraktion nicht hinnehmen, "dass eine öffentlich geförderte Einrichtung, also eine Einrichtung, die aus Steuermitteln und Landeszuweisungen finanziert wird", die AfD angreife, zitiert die MZ. Indem das Theater "unter dem Banner des Theaters" aufgerufen und politisch Position bezogen habe, habe es einen Teil der Bürger, zu denen auch AfD-Wähler zählen, "diskriminiert, diffamiert und ungerechtfertigt angegriffen". Dem Theater empfahl Meiß der MZ zufolge, die achtwöchige Sommerpause zu reduzieren und auf Freilichtauftritte zu setzen, um den Eigenanteil zu erhöhen und die finanzierenden Kommunen zu entlasten.
Theater-Intendant Ulrich Fischer entgegnet in der MZ, dass das inkriminierte Plakat seit Jahren im Theater hänge und nicht für die Demo angefertigt worden sei. Auch sei die Teilnahme an der Demonstration in Sangerhausen keine des Theaters gewesen, sondern die Mitarbeitenden des Theaters haben privat daran teilgenommen. Fischer bezeichnete die Aktion im Kreistag als "Kindergarten": "Weil wir böse waren, enthält man sich nun."
Trotz der AfD-Enthaltung stimmte der Kreistag für das Darlehen. Nach dem Kreistag muss allerdings noch der Stadtrat Eisleben dem Vertrag zustimmen.
(MZ / geka)
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