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Greifswald: Stadt untersagt Theaterzelt fürs Interim
15. Dezember 2022. Die Greifswalder Bürgerschaft hat das geplante Theaterzelt als Übergangsspielstätte während der Umbauarbeiten des Schauspielhauses abgesagt. Das berichtet Juliane Voigt für den NDR.
Seit das 100 Jahre alte Großen Haus im Sommer dieses Jahres geschlossen wurde, nutzt das Theater Vorpommern kleinere, provisorische Spielstätten.
Das für 400 Plätze ausgelegte Theaterzelt war als dauerhafter Ausweichort für das mehrjährige Interim geplant gewesen. Jetzt fällt es einer Neubewertung vor dem Hintergrund der Energiekrise zum Opfer: "Natürlich wäre ein undämmbares Theaterzelt ökologischer und ökonomischer Irrsinn, in dieser Zeit, das weiß auch Ralf Dörnen. Aber wo sollen sie hin, in den nächsten vier bis fünf Jahren?", zitiert der NRD aus seinem Gespräch mit dem Intendanten des Theaters Vorpommern (das neben Greifswald auch in der Hansestadt Stralsund und in Putbus auf Rügen spielt).
Die Stadt verweist das Theater auf kleinere, technisch schwer einzurichtende Spielstätten wie den Kaisersaal oder die Stadthalle. Einstweilen sei auch der Beginn der Bauarbeiten im Stammhaus aufgeschoben, Haushaltsmittel von Stadt und Land müssten erst bewilligt werden. Man rechne mit einem Baubeginn nicht vor Sommer 2023.
"Ich bin gerade völlig ratlos. Ich denke, die Entscheidung, die jetzt getroffen werden muss, entscheidet über das Fortbestehen der Gesellschaft Theater Vorpommern mbH", zitiert der NDR Intendant Ralf Dörnen. "Ich glaube, es ist an dem Punkt, wo man sagen kann: Ihr müsst jetzt sagen, ob ihr ein Theater wollt oder nicht. Ich glaube, an dem Punkt sind wir wirklich gerade."
(ndr.de / chr)
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