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Hanna Schygulla: Ehrenpreis der Deutschen Filmakademie
Hanna Schygulla und Rainer Werner Fassbinder bei den Filmfestspielen Venedig 1980 © Gorup de Besanez, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
15. März 2024. Die Schauspielerin Hanna Schygulla erhält den Ehrenpreis der Deutschen Filmakademie. Das meldet der WDR.
Gewürdigt wird die 80-Jährige beim Deutschen Filmpreis für ihre herausragenden Verdienste um den deutschen Film. Als eine "Institution und Ikone des Kinos" bezeichnete sie die Präsidentin der Deutschen Filmakademie, Alexandra Maria Lara. Jede ihrer Rollen umgebe eine besondere Aura.
Berühmt wurde Hanna Schygulla durch ihre Mitwirkung an den Filmen von Rainer Werner Fassbinder, mit dem sie in den 70er Jahren "Effi Briest" oder "Die Ehe der Maria Braun“ drehte und den deutschen Autorenfilm mit prägte. Kennengelernt hatten sich die beiden in Schygullas Zeit als Schauspielstudentin in München. 1967 holte Fassbinder sie dort ans Action-Theater und später ans Antitheater, das die beiden gemeinsam mit der Schauspielerin Irm Herrmann gründeten.
Vor der Kamera für internationale Regisseure
1969 war Hanna Schygulla in Fassbinders "Liebe ist kälter als der Tod" erstmals auf der Leinwand zu sehen. Später stand sie auch für Regisseure wie Volker Schlöndorff, Wim Wenders und Rosa von Praunheim, Jean-Luc Godard, Carlos Saura, François Ozon oder Andrzej Wajda sowie der nächsten Teneration deutscher Regisseure wie Hans Steinbichler in "Winterreise" (2006) und Fatih Akın in "Auf der anderen Seite" (2007) vor der Kamera.
Sie spiele ihre Rollen "mit einer Mischung aus naiver Unbekümmertheit und traumwandlerischer Sicherheit", schrieb die Neue Zürcher Zeitung anlässlich von Schygullas 70. Geburtstag im Dezember 2013.
1979 erhielt Hanna Schygulla den Silbernen Bären für die beste weibliche Hauptrolle in "Die Ehe der Maria Braun“, 1983 wurde sie bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes als Beste Darstellerin für "Die Geschichte der Piera" ausgezeichnet. Derzeit ist sie neben Emma Stone in der mit einem Oscar ausgezeichneten Frankenstein-Adaption "Poor Things" von Yorgos Lanthimos zu sehen.
(WDR, Wikipedia / eph)
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