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Heilbronn: Solvejg Bauer wird Intendantin
Solvejg Bauer, designierte Intendantin des Theaters Heilbronn © www.solvejgbauer.com
19. Dezember 2024. Solvejg Bauer wird neue Intendantin des Theaters Heilbronn. Das teilt die Stadt Heilbronn mit. Der Gemeinderat wählte Bauer der Mitteilung zufolge am heutigen Donnerstag, 19. Dezember, in nichtöffentlicher Sitzung mit großer Mehrheit.
Solvejg Bauer wurde 1976 in Stuttgart geboren. Sie studierte Musikwissenschaft und Philosophie an der Humboldt-Universität in Berlin. Im Anschluss absolvierte sie ein Studium der Musiktheater-Regie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
Ihre berufliche Laufbahn begann Bauer als Regieassistentin und Leiterin des Jugendspielclubs an der Württembergischen Landesbühne Esslingen, wo sie bis 2006 auch als Regisseurin tätig war. In der Folge arbeitete sie freiberuflich als Regisseurin, unter anderem am Theater Dortmund und am Saarländischen Staatstheater, und als Lehrbeauftragte für szenischen Unterricht an der HfM Saar, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und der Hochschule für Musik Trossingen. Am 1. September 2018 übernahm sie die geschäftsführende Intendanz der Schlossfestspiele Ettlingen.
"Frau Bauer hat mit ihrer erfrischenden Art den Gemeinderat überzeugt," wird der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) in der Pressemitteilung zitiert. "Sie steht für eine Zäsur im bisherigen sehr erfolgreichen Heilbronner Theaterleben und wird neue Schwerpunkte setzen."
Solvejg Bauer folgt mit der Spielzeit 2026/27 Axel Vornam nach, der zum 31. August 2026 als Intendant und Geschäftsführer die Leitung des Hauses nach 18 Spielzeiten abgeben wird. Mit der Neubesetzung der Intendanz war eine Findungskommission unter Leitung von Oberbürgermeister Harry Mergel beauftragt, die nach mehreren Sitzungen drei Bewerbende zur persönlichen Vorstellung an den Gemeinderat empfahl. Insgesamt waren 39 Bewerbungen eingegangen, von denen 24 dem Anforderungsprofil entsprachen.
(Stadt Heilbronn / Wikipedia / sle)
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"Sie steht für eine Zäsur im bisherigen sehr erfolgreichen Heilbronner Theaterleben" kann ja nur bedeuten: Bisher war das Heilbronner Theaterleben super - und nun kommt ENDLICH die Zäsur und es ist nicht mehr super.
Soll heißen: Ich pflichte Ihnen bei. Was für ein schwachsinniger Satz. Denn DAS kann ja nicht gemeint sein.
Die Frage ist, ob der Umbau ohne Kürzungen an anderer Stelle oder zusätzliche Belastungen der Kulturlandschaft machbar ist. Ebenso ist fraglich, ob das aktuelle Publikum diesen Wandel mitträgt. Ohne transparente Planung und nachhaltige Finanzierung könnte das Projekt zum riskanten Experiment werden.
Ein weiterer kritischer Punkt ist die fehlende Erfahrung der neuen Intendantin als Theaterleiterin. Zwar bringt sie künstlerische Expertise und frische Ideen mit, doch die Leitung eines Mehrspartenhauses erfordert umfassende organisatorische und wirtschaftliche Kompetenzen, die sie erst unter Beweis stellen muss. Angesichts der ambitionierten Pläne für den Umbau zum Musiktheater könnte dies zur zusätzlichen Herausforderung werden
Allerdings muss sich der Gemeinderat, als Entscheidungsträger der Stadt, schon die Frage gefallen lassen, wie es eine Bewerbung mit dieser inhaltlichen Ausrichtungsoweit schaffen konnte (Ich beziehe mich hier auf den Teil, der bisher bekannt gemacht worden ist). Das zeugt von geringem Wissen um die Gegebenheiten dieses Theaters und seines Publikums. Ich denke, die Damen und Herren werden in den kommenden Monaten und Jahren mit Ihrer Entscheidung konfrontiert werden. Ich hoffe, mit positivem Ausgang für das Theater Heilbronn.
Angesichts dieser Erfahrungen ist es besorgniserregend, dass nun eine ähnliche Position in Heilbronn übernommen wird, insbesondere wenn die neue Intendantin eine kostspielige Umstrukturierung zum Musiktheater plant. Es stellt sich die Frage, ob die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass die finanziellen Probleme der Schlossfestspiele Ettlingen sich nicht in Heilbronn wiederholen.