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ITI-Preis 2024: KULA Compagnie
Ensemble der aktuellen KULA Compagnie-Premiere "Dibbuk" bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen © Sascha Gross
18. Mai 2024. Mit dem Preis des Internationalen Theaterinstituts – Zentrum Deutschland (ITI) 2024 wird die KULA Compagnie ausgezeichnet. Das gibt das ITI in einer Pressemitteilung bekannt.
Gewürdigt wird das transnationale, mehrsprachige Theater der 2016 vom Berliner Regisseur Robert Schuster gegründeten Compagnie, welche die "künstlerische Praxis verschiedenster Ästhetiken und humanitäres Engagement zusammenführt", wie es in der Begründung der Jury heißt. "In wechselnder Kollaboration mit Künstler:innen aus unterschiedlichen Ländern entstehen gleichermaßen spielerische wie politisch brisante Labor-Formate, häufig als Überschreibungen kanonischer Texte aus zeitgenössischer Perspektive."
Bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen hatte am Tag der Preisverkündung "Dibbuk – zwischen (zwei) Welten" Premiere. Anhand der volkstümlichen jiddischen Geschichte, die der russisch-jüdische Autor Solomon An-Ski zum Theaterstücks umschrieb, zeige die Stückentwicklung "die Herausforderungen des transnationalen Zusammenarbeitens mit Schauspieler:innen aus sieben Ländern in Zeiten von Krieg", so das ITI in seiner Pressemeldung.
Dotiert ist der ITI-Preis mit 3.000 Euro. Überreicht wird er im Rahmen eines Gastspiels, zu dem die euro-scene Leipzig die Kula Compagnie im November 2024 einladen wird.
Ermittelt werden die jeweiligen Preisträger*innen durch eine Umfrage unter den Mitgliedern des deutschen ITI-Zentrums. Die Wahl erfolgte in diesem Jahr auf Basis einer Shortlist, die die Jury, bestehend aus Nora Hertlein-Hull, Lucien Strauch, Mascha Pörzgen und Yvonne Griesel, den Mitgliedern zur Abstimmung vorgeschlagen hatte.
Der ITI-Preis würdigt Künstler*innen und deren internationale Arbeit. Preisträger*innen der Vorjahre sind u.a. Monika Gintersdorfer (2022), Jetse Batelaan (2020), Anta Helena Recke und das Ensemble ihrer Inszenierung "Mittelreich" (2019), Yael Ronen (2017) und Milo Rau (2016).
(ITI Germany / eph)
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