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München mildert Kultur-Einsparungen ab

30. November 2024. In München werden die Kürzungen für die Kultur weniger drastisch ausfallen als angekündigt. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Von den 200 Millionen Euro, die Bayerns Hauptstadt 2025 einsparen soll, waren anfangs 16,8 Millionen Euro an Einsparungen im Kulturetat vorgesehen. Nachdem Münchens Kulturreferent Anton Biebl dem Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die "Sorgen und Notlagen" der Theater und Kulturinstitutionen in einem Brief aufgelistet habe, habe Reiter "das Thema zur Chefsache erklärt".

Nun soll die Kultur um ein Drittel der vorgesehenen Kürzungen wieder entlastet werden und fünf bis sechs Millionen Euro weniger aus Biebls Etat abfließen. Zudem übernimmt die Stadt "2025 und auch danach wieder" die Lohn-Tarifsteigerungen der Mitarbeiter*innen in den kommunalen Kulturbetrieben – ein Ausgabeposten, den die Intendant*innen der großen städtischen Theater Münchens als existenzbedrohend eingestuft hätten, so die SZ.

Außerdem sollen die Mieten, die Kulturbetriebe bezahlen müssen, nicht mehr in den Schlüssel der Kämmerei für Sparprogramme eingerechnet werden, was eine Entlastung von nochmals eineinhalb Millionen Euro bedeute.

Im Dezember entscheidet der Stadtrat über den Haushalt, für den die zugesicherten Entlastungen nun "verwaltungsintern noch in der Höhe konkretisiert werden" müssen. Aber es werde in München "keinen Kahlschlag bei den städtischen Theatern, der Volkshochschule oder den Bibliotheken geben", zitiert die SZ den Oberbürgermeister.

(Süddeutsche Zeitung / SZ)

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Kommentare  
München mildert: Vorbild?
Gute Nachrichten aus Bayern, und das obgleich der Kulturetat schon das , z.B. ca. 3,5 fache des niedersächsischen ist, trotzdem ein Vorbild für Berlin etc. ?
München mildert: Zack, bumm
Das ist stark: Man kündigt brachiale Kürzungen an, wartet den erwartbaren Aufschrei der Kulturschaffenden ab, erklärt dann flugs, man werde ein Drittel der geplanten Kürzungen zurücknehmen, zack, bumm, Kulturschaffende befriedet und trotzdem massiv an der Kultur gespart ... Ja, ich stimme #1 zu, ich kann mir auch gut vorstellen, dass das Schule macht - fragt sich nur, wer davon profitiert.
München mildert: Vorausschauend geplant
München hat besser und auch sparsamer gewirtschaftet als etwa Berlin, also kann sich München jetzt auch mehr leisten als eine Stadt, wo die Politik seit Jahrzehnten auf nicht mehr ernst zu nehmende Weise agiert und fahrlässig Geld verpulvert hat, das sie längst nicht mehr besaß. Ein gutes Beispiel für vorausschauendes Denken und Planen - und für das krasse Gegenteil.
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