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Oberhausen denkt laut über eine Schlingensief-Straße nach
Daran führt kein Weg vorbei
17. Dezember 2010. Einem Bericht des NRW-Portals "Der Westen" zufolge denkt man in Oberhausen darüber nach, den Altmarkt in Christoph-Schlingensief-Strasse umzubenennen. Zumindest im Freundeskreis des Theaters Oberhausen, dessen Vorsitzender Gerd Lepges dem verstorbenen Künstler damit ein Denkmal in der Stadt setzen will, wie "Der Westen" berichtet. Denn am Oberhausener Altmarkt wuchs Schlingensief auf, hier befand sich auch die Apotheke seiner Eltern.
"Absolut kein Problem", zitiert "Der Westen" den Oberhausener CDU-Fraktionsvorsitzenden Daniel Schranz und läßt ihn einschränkend hinzufügen: "Wenn die Anwohner und Geschäfte einverstanden sind." Über die Köpfe der Bürger hinweg wolle man die Umbenennung nicht, dann müsse eben eine andere – vielleicht Neubaustraße – gefunden werden. Unterstützung gebe es auch von der FDP – "sofern der bürokratische Aufwand nicht zu hoch sei, findet die Fraktionsgeschäftsführerin Regina Boos." Doch auf ein Neubaugebiet würde sie nicht warten wollen, "wenn, dann in der Innenstadt, daran führt kein Weg vorbei". Den Einspruch der Geschäftsleute auf dem etwas 50 Meter langen Stück Strasse, eine Umbenennung bedeute für sie "zu viel Aufwand" will Dirk Paasch, Fraktionsvorsitzender der Linken, dem Onlinedienst zufolge nicht gelten lassen: "Aufwand ist immer da".
(Der Westen / sle)
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