meldung
Ex-Burgtheaterintendantin Karin Bergmann geht ins Salzkammergut
Wahl-Wienerin in Gmunden
17. April 2021. Die ehemalige Intendantin des Wiener Burgtheaters Karin Bergmann wird ab Sommer 2022 Leiterin der Literatur- und Theatersparte bei den Salzkammergut Festwochen Gmunden. Das geht aus einem Bericht über die diesjährige Festivalausgabe im Standard hervor. Das regelmäßig im Sommer veranstaltete Mehrspartenfestival in Gmunden und weiteren Orten im Salzkammergut (das Schauspiel, Musik, Literatur, bildender Kunst, Film, Performances und Diskussionsveranstaltungen verbindet) hat seine Wurzeln im Gmunder Sommertheater 1872 und wurde nach Jahren der Spielpause 1987 wiedergegründet. Es steht unter der Künstlerischen Leitung von Dr. Christian Hieke. In der aktuellen Ausgabe will das Festival einen Schwerpunkt auf Werke von Thomas Bernhard setzen.
Karin Bergmann © Lukas BeckKarin Bergmann, 1953 in Recklinghausen im Ruhrgebiet geboren, wurde 1979 Direktionsassistentin am Schauspielhaus Bochum bei Intendant Claus Peymann. Nach einer Zwischenstation in Hamburg (bei den Intendanten Niels-Peter Rudolph und Peter Zadek) wechselte sie mit Claus Peymann 1986 ans Wiener Burgtheater und wurde dort Pressesprecherin. Als Pressesprecherin und Direktionsmitglied war sie nach 1993 zunächst an den Vereinigten Bühnen Wien, dann ab 1996 an der Volksoper Wien bei Intendant Klaus Bachler tätig.
Mit Bachler ging Bergmann 1999 zurück ans Burgtheater, diesmal als Stellvertretende Direktorin, und blieb dem Haus in dieser Funktion bis zum Intendanzbeginn von Matthias Hartmann 2009 erhalten. Nach dem Burgtheaterskandal und Hartmanns Abschied von der Intendanz übernahm Bergmann die Leitung des Hauses 2014 zunächst interimistisch und dann verlängert bis 2019. Ihr Nachfolger in Wien ist der Regisseur Martin Kušej. Bei ihrem Ausscheiden aus dem Amt erhielt Bergmann 2019 die Ehrenmitgliedschaft des Wiener Burgtheaters.
Im Salzkammergut wolle Bergmann "Klassiker der österreichischen Moderne und zeitgenössische Autoren in den Fokus stellen" sowie "Ideen für partizipative Projekte" für die Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 realisieren, zitiert der Standard aus der Pressekonferenz.
(standard.at / chr)
mehr meldungen
meldungen >
- 20. April 2026 Kleist-Preis an Thomas Melle
- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026


neueste kommentare >