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Schauspieler Luca Schaub gestorben
Luca Schaub in Leander Haußmanns Schiller-Inszenierung "Die Räuber" © Eva Ozean
9. August 2024. Der Schauspieler Luca Schaub ist im Alter von nur 36 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Das teilt das Berliner Ensemble mit, wo er von 2013 bis 2017 engagiert war.
1988 in Langenhagen geboren, studierte Schaub von 2010 bis 2013 Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Graz. Im Anschluss war er Teil des Berliner Ensembles unter der Intendanz von Claus Peymann. Hier spielte er u.a. in zahlreichen Inszenierungen von Leander Haußmann ("Woyzeck", "Die Räuber", "Drei Schwestern", "Hamlet") sowie von Claus Peymann ("Kafkas Prozeß", "Prinz Friedrich von Homburg") und Robert Wilson ("Faust", "Peter Pan", "Die Dreigroschenoper").
In Ulrich Seidlers Nachruf auf Schaub in der Berliner Zeitung beschreibt Haußmann Schaub als einen völlig arglosen und begeisterungsfähigen Schauspieler. Er habe Schaub nach einem Vorsprechen für seine "Hamlet"-Inszenierung als Horatio ans BE geholt. "Natürlich wollen die jungen Männer alle lieber Hamlet spielen, aber man braucht auch für die anderen Rollen gute Leute, da gucken die Intendanten dann meist gar nicht mehr hin." Luca Schaub sei ein Ensemblespieler gewesen, der alle mit seiner "extremen Begeisterung" anstecken konnte.
Im Anschluss an sein Engagement am BE war Schaub als freier Schauspieler u.a. im Tipi am Kanzleramt (Cliff in "Cabaret") sowie an der Neuköllner Oper und an der Komischen Oper Berlin. 2019 führte er außerdem Regie bei "Ali Baba" mit dem Hexenberg-Ensemble im Glaspalast des Pfefferberg Theaters.
(Berliner Ensemble / sd)
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