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Schauspieler Ulrich Pleitgen ist tot
Herzog, Kapitän, Kommissar
Hamburg, 23. Februar 2018. Der Schauspieler Ulrich Pleitgen ist tot. Wie seine Hamburger Agentin Regine Schmitz mitteilte, starb er vorgestern im Alter von 71 Jahren an Herzversagen. Das meldet u.a. faz.net.
Der 1945 geborene Hannoveraner ging nach einem Schauspielstudium in seiner Heimatstadt an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin, damals unter der Leitung von Boleslaw Barlog. Hier war er u.a. Carlos in Achim Freyers "Clavigo"-Inszenierung 1974. 1975 wechselte er an die Städtischen Bühnen Frankfurt, wo er in Inszenierungen von Wilfried Minks und Hans Neuenfels auftrat. 1978 ging er zu Claus Peymann nach Stuttgart, spielte dort unter dessen Leitung Andrej in Tschechows "Drei Schestern", den Herzog in Goethes "Torquato Tasso". Mit Peymann wechselte er auch nach Bochum. 1985 ging er ans Hamburger Thalia Theater in der Intendanz Jürgen Flimms, das er 1989 verließ, um ganz als Film- und Fernsehschauspieler zu arbeiten.
Dort wurde er populär, etwa in der Rolle als Kapitän zur See Wolfgang Schefer in der ARD-Vorabendserie "Nicht von schlechten Eltern", eine Rolle, für die er 1994 mit dem Bambi ausgezeichnet wurde. In der ZDF-Serie "Jenny & Co." (2001) war er der hin- und hergerissene Vater der Titelheldin. In der ARD-Krimiserie "K 3 - Kripo Hamburg" spielt Pleitgen in der Rolle als Hauptkommissar Matthias Sander, in der ARD-Serie "Familie Dr. Kleist" von 2004 an den Apotheker Johannes Kleist.
Daneben arbeitete er auch als Sprecher für Hörbücher und Hörspiele. Für das Hörbuch "Die Nadel" von Ken Follett erhielt Pleitgen 2016 die Goldene Schallplatte.
(faz.net / geka)
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Pleitgen war ein sehr präziser und sehr sympathischer Schauspieler, der einmal in der Straßenbahn mir gegenüber saß. Ich (damals Zivildienstleistender) war erstaunt, dass ein so großer Schauspieler einfach in der Straßenbahn saß und dann auch noch aufstand, um einer alten Frau beim Aussteigen zu helfen.