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Studie zur sozialen Lage Soloselbständiger veröffentlicht

30. Januar 2025. Im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz haben der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) und die Prognos AG eine Studie zur sozialen Lage von Soloselbständigen in der Kultur und Kreativwirtschaft erarbeitet. Deren Ergebnisse wurden heute in der Presseaussendung des BFDK bekannt gegeben. 

Rund 1.600 Befragte gaben Auskunft zu ihrer wirtschaftlichen Situation, sozialen Absicherung und zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie zu Beratungs- und Förderbedarfen. Die Studienergebnisse zeigen demnach unter anderem, dass die Einkommen in Kultur und Kreativwirtschaft im Vergleich zu allen Erwerbstätigen insgesamt in Deutschland unterdurchschnittlich sind. Bei den Soloselbstständigen lag das Medianeinkommen im Jahr 2023 bei knapp der Hälfte unter 15.000 Euro pro Jahr. Der Gender Pay Gap bei Vollzeitbeschäftigung liegt bei 24 Prozent. Die Arbeit von Soloselbstständigen und hybriden Erwerbstätigen ist in der Regel vielseitig, wobei Kunst- und Kulturförderung für viele von Bedeutung ist, insbesondere in den Darstellenden Künsten, wo 67 Prozent der Soloselbständigen Fördermittel erhalten haben. Ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie ist die unzureichende soziale Absicherung, insbesondere im Hinblick auf die Altersvorsorge: Die Rentenerwartung liegt bei nur 600 Euro monatlich. Mehr als die Hälfte der Befragten kann keine zusätzlichen Mittel für die Altersvorsorge aufbringen.

Die Ergebnisse der Studie zeigten, "dass viele Kreative und Künstler*innen mit erheblichen Unsicherheiten hinsichtlich ihrer sozialen Absicherung konfrontiert sind". Vor diesem Hintergrund identifiziert die Studie "dringenden Handlungsbedarf und schlägt Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Kultur- und Kreativwirtschaft vor".

Helge-Björn Meyer (Geschäftsführung BFDK) wird dazu in der Pressemitteilung zitiert: "Die Studie zeigt die prekäre Situation soloselbständiger und hybrid erwerbstätiger Kreativer und Künstler*innen. Die zukünftige Bundesregierung ist angehalten, nachhaltige Lösungen zu finden, um Altersarmut und Fachkräfteabwanderung in andere Branchen Einhalt zu gebieten. Wir fordern die Parteien auf, dies in ihre Aktivitäten zur Bundestagswahl und in Koalitionsgespräche auf die Agenda zu setzen."

(Bundesverband Freie Darstellende Künste / jeb)

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Kommentare  
Soloselbständige: Selbstgewähltes Elend
Selbstgewähltes Elend. Die Entscheidung, auf einem vollkommen überfüllten Markt seine Kunst zu verkaufen und davon leben zu wollen, hat jeder von den Kunstschaffenden selbst getroffen.
Diese Menschen sind in der Regel intelligent, gut ausgebildet und fehlen im Gegenteil als Fachkräfte in anderen Bereichen der Wirtschaft. In einem Land, in dem es an Lehrer*innen, Altenpfleger*innen und Informatiker*innen fehlt, während gleichzeitig zehntausende Menschen als subventionierte Arbeitslose ein-zweimal im Jahr ihrer Kunst nachgehen, stimmt doch etwas nicht.
Ersetzen Sie in dem Artikel einmal Soloselbstständige, Kreative etc. durch Beschäftigte aus einem anderen Bereich:
„Die Ergebnisse der Studie zeigten, "dass viele YOUTUBER, E-SPORTLER UND INFLUENCER*INNEN mit erheblichen Unsicherheiten hinsichtlich ihrer sozialen Absicherung konfrontiert sind". Vor diesem Hintergrund identifiziert die Studie "dringenden Handlungsbedarf und schlägt Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Kultur- und Kreativwirtschaft vor". (…) "Die Studie zeigt die prekäre Situation soloselbständiger und hybrid erwerbstätiger YOUTUBER, E-SPORTLER UND INFLUENCER*INNEN. Die zukünftige Bundesregierung ist angehalten, nachhaltige Lösungen zu finden, um Altersarmut und Fachkräfteabwanderung in andere Branchen Einhalt zu gebieten.“ Merkste selber, ne?
Soloselbständige: Keine Bange
Mhja. E-Sportlerin. Schön zu hören, dass die Youtuber, E-Sportler und Influencer ihre Profession an den entsprechenden Hochschulen studiert haben, wie Schauspieler:innen. Und natürlich reicht ein grober Crashkurs in Bewegung, um dann auf der Bühne in einem Ensemble zu tanzen und klar, als Orchestermusiker:in - so ein Instrument lernt sich sich nebenbei. Regie kann sowieso jeder, Dramaturgie braucht niemand und es gibt schon genug geschriebene Stücke, das muss jetzt auch mal reichen. Schon klar.
Aber was machen die ganzen unnützen Künstler:innen, die wir alle nicht brauchen, wenn sie nicht ihrer Leidenschaft nachgehen können? Na, eine Idee? Richtig: Sie arbeiten. Also keine Bange, dem Wirtschaftstandort Deutschland gehen durch die Kunst keine Arbeitskräfte verloren, im Gegenteil, die Künstler:innen dienen dann in anderen Berufen (weil nicht ausgebildet) der hochbeschworenen Wertschöpfung und stellen ihnen, als hart arbeitende E-Sportlerin wohlverdient, für einen geringen Stundenlohn ihr Bier auf den Tisch.
Soloselbständige: Lotterleben
Ja richtig! Endlich Schluss mit dem Lotterleben! Macht mal was Sinnvolles! Na in drei Wochen ist hoffentlich Schluss damit! Danke #1! Wird man ja wohl noch sagen dürfen!
...merkste selba, wa?
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