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Theater Plauen-Zwickau künftig ohne Puppenspiel
Fragile Konstruktion
Plauen-Zwickau, 30. März 2016. Das Theater Plauen-Zwickau verliert seine Puppentheatersparte und wird künftig als Dreispartenhaus (Schauspiel, Orchester, Tanz) bestehen. Das Puppentheater wird aus Kostengründen ausgelagert und soll als Tochtergesellschaft an die die stadteigene Kultur, Tourismus und Messebetriebe Zwickau GmbH angegliedert werden.
Intendant Roland May bedauert auf der Homepage des Theaters Plauen-Zwickau, dass der Zwickauer Stadtrat Vorschlägen der "Theaterleitung zur Gründung eines Teilbetriebs bzw. einer gemeinnützigen GmbH mit identischer Leitungsstruktur wie am Theater Plauen-Zwickau" nicht nachgekommen sei. Das Theater habe für "eine enge gesellschafts- und arbeitsrechtliche Verbindung an das Theater Plauen-Zwickau" plädiert, auch um "die vielfältige Vernetzung der Puppenspieler mit den anderen drei Sparten des Theaters unkompliziert erhalten zu können". Durch das "Engagement von hochqualifizierten Puppenspielabsolventen der Hochschule für Schauspielkunst 'Ernst Busch' in Berlin" habe die Puppenspielsparte des Theaters Plauen-Zwickau "in den vergangenen sieben Jahren einen großen Qualitätsschub erfahren", so May.
Die zukünftige Situation des eigenständigen Puppentheaters Zwickau sei "für alle in der jüngsten Vergangenheit angesprochenen künstlerischen Erwägungen fragil", so May. Er selbst garantiere die Kooperationsvereinbarungen während seiner Intendanz. "Jede künftige künstlerische Leitung hat mit Blick auf die eigenen Ressourcen abzuwägen zwischen weiterer freiwilliger Hilfestellung für ästhetische Bildungsangebote oder der Hinwendung zu höheren Kasseneinnahmen mit den eigenen Angeboten." Laut der Freien Presse (30.3.2016) zeigt sich der Theaterförderverein Plauen "frustriert" von der Ausgliederung des Puppenspiels.
(theater-plauen-zwickau.de / freiepresse.de / chr)
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