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Tortenattacke auf AfD-Politikerin durch Peng!-Kollektiv
Die Torten kommen
28. Februar 2016. Ein als Clown verkleideter Aktivist des Berliner Künstlerkollektivs "Peng!" hat eine nicht öffentliche Sitzung der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) in einem Hotel in Kassel gesprengt, indem er je eine Torte auf die beiden stellvertretenden AfD-Vorsitzenden Beatrix von Storch und Albrecht Glaser warf.
Das ist einem Video, das in den sozialen Medien kursiert, zu entnehmen, sowie diversen Tweets auf Twitter (#tortalerkrieg), aber auch klassischen Medien wie der Welt. "Happy Birthday" singend betrat ein Peng!-Aktivist den Tagungsraum, während ein zweiter ihn dabei filmte.
Quelle: Marie Bauer / Youtube
Die rund 20 Teilnehmer der AfD-Veranstaltung stürzten sich Informationen der Welt zufolge nach der Wurfattacke auf die Aktvisten und riefen dann die Polizei. Die Beamten nahmen, so die Welt weiter, den mutmaßlichen Tortenwerfer später fest. Zudem seien zwei Männer gefasst worden, die sich etwa zwei Stunden nach dem Torten-Zwischenfall unerlaubt auf dem Hoteldach aufgehalten hätten. Dort hatten sie, wie auf einem vom Peng!-Kollektiv auf Twitter verbreiten Foto zu sehen ist, ein Transparent mit der Aufschrift "Rassismus tötet" entrollt. Ebenfalls über Twitter verbreitete das Peng!-Kollektiv, der Tortenwerfer sei von AfD-Leuten geschlagen und getreten worden, bevor er der Polizei übergeben wurde.
Die Aktivisten wollen die Aktion als Reaktion auf umstrittene Äußerungen von Parteichefin Frauke Petry und der Berliner Landesvorsitzenden Beatrix von Storch über einen möglichen Einsatz von Schusswaffen gegen Geflüchtete an den deutschen Grenzen verstanden wissen, wie aus einer im Internet veröffentlichten Erklärung des Peng!-Kollektivs hervorgeht.
(sle)
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Aber unwohl dürfen die sich trotzdem gerne fühlen!
Keinen fussbreit der organisierten Dummheit!
Sind wir tatsächlich in einem neuen Zeitalter angelangt? Müssen die Bücher neu geschrieben werden? Sicherlich! Männer können nur schwer „blank ziehen“ und ihre sekundären Geschlechtsmerkmale mit Sprüchen verzieren. Das ist auch so ein Problem der Gleichstellung.
Aber rettet die Clownsfigur den Mann tatsächlich vor strafrechtlicher Verfolgung und Dummheit, wenn er unattraktive Adelige, mit nachteiligem Aussehen, voll Sahne schmiert? Was will der Kerl? Aufmerksamkeit für sich? Für seine Truppe? Für ein Ziel?
Wahrscheinlich alles gemeinsam. Eben das Gesamtpaket. Wenn du mir nicht passt, werde ich komisch! Pass bloß auf! - Was er aber bekommt, ist ein anschwellender Bockgesang auf beiden Seiten. In dem Maße, wie er sich ins Bild setzt, setzt er auch seine Widersacher ins Bild. Und die sind ein wenig besser organisiert als er.
Warum überhaupt diese Assoziation zum „totalen Krieg“? Ist das ein Kampf um die nächsthöhere Hausnummer? Aufrüstung um jeden Preis!
In einer Abwärtsspirale käme man vielleicht auf den Punkt. Nicht, in dem man den verbalen Tätern auch noch das Opferkostüm medienwirksam frei Haus spendet.