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NRW: Neues Diversitäts-Förderprogramm startet

Mehr Vielfalt

15. September 2021. Mit dem Förderprogramm Neue Normalität wird das Land NRW die Diversitätsentwicklung in Kultureinrichtungen künftig mit 500.000 Euro pro Jahr fördern. Dies teilt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft in einer Presseaussendung mit.

Belgisches Tanzzentrum sagt Jan-Fabre-Premiere ab

Auf öffentlichen Druck

14. September 2021. Das belgische Centre chorégraphique de Wallonie-Bruxelles, Charleroi Danse, hat eine Produktion von Jan Fabre abgesagt. Die Premiere von Fabres "The Fluid Force of Love" war für den 30. Oktober 2021 geplant. Die Leitung des Tanzzentrums sagte die Arbeit nun ab, weil es viel öffentlichen Druck und auch Bedrohungen gab und die Sicherheit der Beteiligten nicht mehr gewährleistet werden könnte. "Wir sind weder Zensoren noch Richter. Wir haben jedoch nicht das Recht, Darsteller in Gefahr zu bringen", sagte die Direktorin von Charleroi Danse in einer Erklärung, aus der Le Figaro zitiert.

Schauspieldirektorin hat Cottbus verlassen

Das war kurz

7. September 2021. Schauspieldirektorin Ruth Heynen hat zum Ende der abgelaufenen Spielzeit das Staatstheater Cottbus "in gutem gegenseitigen Einvernehmen" verlassen. Das teilte das Staatstheater Cottbus heute auf Nachfrage mit.

Deutsche Schauspielpreise 2021 vergeben

Drei Haupt-Preisträger:innen

5. September 2021. Maria Hofstätter ist mit dem Deutschen Schauspielpreis als beste Schauspielerin in einer Hauptrolle geehrt worden. Das meldet u.a. der Deutschlandfunk. Die 57-Jährige wurde für ihre Rolle in dem österreichischen Film "Fuchs im Bau" ausgezeichnet. Den Preis als bester Schauspieler in einer Hauptrolle bekam Eugene Boateng für seine Rolle im Film "Borga". Cornelia Froboess wurde mit einem Ehrenpreis für ihr Lebenswerk gewürdigt.

Goldener Löwe für raumlaborberlin

Unerwartet

1. September 2021. Für seinen Beitrag Instances of Urban Practice, der die "Floating University" am ehemaligen Flughafen Tempelhof und das gemeinwohlorientierte Modellprojekt für das Berliner Haus der Statistik vorstellt, hat das Berliner Architekt:innen-Kollektiv raumlaborberlin den Goldenen Löwen für den besten Beitrag auf der Architekturbiennale in Venedig erhalten.

Hermann-Sudermann-Preis an Amanda Lasker-Berlin

Das "ewige Flimmern der Bilder"

Berlin, 29. August 2021. Die Dramatikerin Amanda Lasker-Berlin erhält den mit 5.000 EUR dotierten Hermann-Sudermann-Preis für Dramatik für ihr Stück "Ich, Wunderwerk und how much I love Disturbing Content". Das gab die Hermann Sudermann Stiftung gestern in einer Pressemitteilung bekannt. Der Preis wird zum fünften Mal in Zusammenarbeit mit den Autor*innentheater-Tagen am Deutschen Theater Berlin verliehen, wo das Stück der 1994 geborenen Autorin im September in Koproduktion mit dem Schauspielhaus Graz zur Uraufführung kommt. 

Die Ergebnisse der "Theater heute"-Umfrage 2021

Teamerfolg

26. August 2021. Christopher Rüpings Inszenierung "Einfach das Ende der Welt" vom Schauspielhaus Zürich geht als großer Sieger aus der diesjährigen Kritiker:innenumfrage des Fachblatts "Theater heute" hervor. Rüpings Adaption des Familienheimkehrer-Dramas von Jean-Luc Lagarce wurde mit 8 Stimmen Mehrheit unter den insgesamt 38 Kritiker:innen der Umfrage zur "Inszenierung des Jahres" gewählt. Hauptdarsteller Benjamin Lillie errang den Titel "Schauspieler des Jahres" (mit 8 Stimmen), Maja Beckmann wird als "Schauspielerin des Jahres" ausgezeichnet (9 Stimmen). Beckmann war mit dem Rüping-Abend ebenso wie mit dem begleiteten Solo "Medea" (Regie: Leonie Böhm) auf dem Berliner Theatertreffen 2021 vertreten. Für Christopher Rüping ist es die zweite Auszeichnung in einer "Theater heute"-Umfrage nach seinem Erdrutschsieg mit dem Zehnstunden-Event "Dionysos Stadt" (aus den Münchner Kammerspielen) 2019.

Longlist für den Deutschen Buchpreis veröffentlicht

Zwei Dramatiker:innen dabei

24. August 2021. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat die Longlist für den Deutschen Buchpreis veröffentlicht. Unter den zwanzig Nominierten sind mit Sasha Marianna Salzmann und Ferdinand Schmalz auch zwei Autor:innen, die für das Theater schreiben. Salzmann ist mit ihrem im September erscheinenden Roman "Im Menschen muss alles herrlich sein" nominiert, Schmalz mit seinem Debüt "Mein Lieblingstier heißt Winter" (hier unsere Kritik). Auf der Liste stehen außerdem Bücher von Dietmar Dath, Monika Helfer und Christian Kracht.

Hörspielpreis für Dramatiker Thomas Köck

Viele Wirklichkeitsfacetten

19. August 2021. Der "Hörspielpreis der Kriegsblinden" geht in diesem Jahr an Thomas Köck. Der österreichische Autor und Dramatiker hat die undotierte Auszeichnung für sein Hörspiel "Atlas" erhalten. Das teilt die Film- und Medienstiftung NRW in Düsseldorf auf ihrer Website mit.

Kritik an Ermittlungen gegen Peng!-Kollektiv

Mit Ter­ro­ris­t*in­nen in einem Topf

13. August 2021. Als "Terrorabwehr" stuft das Landeskriminalamt Berlin seine Ermittlungen gegen das Künstler*innenkol­lek­tiv Peng! ein, berichtet heute die taz. Anlass der Ermittlungen seien die Veröffentlichung einer Webseite, die zur "Beseitigung" kolonialer Orte aufrufe, sowie Sachbeschädigungen an einigen dieser Orte in Berlin. Ob diese Sachbeschädigung in Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Webseite stünden, prüften die ermittelnden Behörden derzeit noch, so die taz.

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