meldungen

Sizilianische Stadt Syrakus zeichnet Peter Stein aus

Monumental

13. Januar 2021. Die sizilianische Stadt Syrakus zeichnet den deutschen Regisseur Peter Stein mit dem Preis "Custodi della Bellezza" (Hüter der Schönheit) aus. Das meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (13.1.2021).

Zur Begründung heißt es, Stein zähle zu den wichtigsten Künstlern des europäischen Theaters der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts, er habe "monumentale Projekte" realisiert. Die Verleihung findet am 5. Juni im Griechischen Theater in Syrakus statt. Hier hatte Stein 2004 "Medea" inszeniert. Der in Berlin geborene Regisseur lebt seit vielen Jahren in der Nähe von Rom.

(FAZ / miwo)

Schweiz verlängert Lockdown deutlich

Fallzahlen müssen runter

Bern, 6. Januar 2021. Wie u.a. spiegel.de meldet, verlängert die Schweiz ihren Lockdown, der bislang bis zum 22. Januar befristet ist. Demnach sollen Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen bis Ende Februar 2021 geschlossen bleiben, so Innenminister Alain Berset nach dem turnusmäßigen Treffen der Regierung.

Lockdown in Deutschland verlängert

Noch länger geschlossen

Update 5. Januar 2020: Laut mehrerer Medienberichte haben sich Bund und Länder in Deutschland in ihrer heutigen Videokonferenz auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 31. Januar verständigt. Das meldet unter anderem Der Spiegel. Somit bleiben auch die Theater weiterhin geschlossen. In Landkreisen mit einer Inzidenz ab 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner*innen soll zudem der Bewegungsradius auf maximal 15 Kilometer um den eigenen Wohnort beschränkt werden. Ursprünglich hätte der Lockdown am 10. Januar enden sollen. Eine Verlängerung war jedoch vielfach bereits erwartet worden. 

 

Ibsen-Übersetzer Heiner Gimmler gestorben

Profunde Philologie, theaterpraktische Kenntnis

Berlin, 5. Januar 2021. Wie der Verlag der Autoren heute mitteilt, ist der Skandinavist, Übersetzer und Dramaturg Heiner Gimmler am 1. Januar in Berlin verstorben. Er wurde 80 Jahre alt. Vor allem Gimmlers Übersetzungen der skandinavischen Dramatik – von Henrik Ibsen oder August Strindberg – gelten als Referenzen und waren Grundlage zahlreicher Inszenierungen im gesamten deutschsprachigen Raum. Der Verlag der Autoren würdigte in seiner Pressemitteilung Heiner Gimmlers "profunde Philologie und theaterpraktische Kenntnis".

Leipzig: Enrico Lübbe soll Intendant bleiben

Planungssicherheit schaffen

26. Dezember 2020. Der Theaterregisseur Enrico Lübbe soll Intendant des Leipziger Schauspiels bleiben. Das berichtet der MDR auf seiner Webseite. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) werde dem Stadtrat eine Verlängerung des bestehenden Vertrages bis 2027 empfehlen, teilte das Kulturdezernat am Mittwoch in Leipzig dem MDR zufolge mit. Lübbes aktueller Vertrag läuft im Sommer 2023 aus.

Europäischen Kulturpreis für Tobias Moretti

Geistige Abenteuer für Europa

23. Dezember 2020. Der Schauspieler Tobias Moretti erhält den Europäischen Kulturpreis 2021. Der vom Europäischen Kulturforum erstmals 2012 erstmals verliehene Preis würdigt laut Selbstbeschreibung "Leistungen von herausragender europäischer Bedeutung" sowie "Leistungen von Künstlerinnen, Künstlern oder Institutionen, die der Kultur und dem friedlichen Zusammenleben in Europa entscheidende Impulse geben, die andere zu neuen geistigen Abenteuern inspirieren und die Wegbereiter der Kultur sind." Er wird "in der Regel alle zwei Jahre" abwechselnd an "Künstler, Kulturschaffende, Institutionen und Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien" in den Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Umweltschutz, Musik, Politik und Europäischer Nachwuchspreis vergeben.

Offener Brief fordert diversitätskompetente Intendanzsuche in Köln

Multiperspektivisch

Köln, 22. Dezember 2020. In einem Offenen Brief fordern zahlreiche Kulturschaffende aus Köln, Nordrhein-Westfalen und Deutschland von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die Findungskommission für die neue Intendanz des Schauspiels Köln divers zu besetzen. Zu den Unterzeichner*innen gehören u. a. Autor Max Czollek, die Regisseurinnen Charlotte Sprenger und Pinar Karabulut, Choreografin Gerda König sowie die Dramatiker*innen Konstantin Küspert und Annalena Küspert. Der Vertrag von Intendant Stefan Bachmann endet 2023. 

Kulturinstitutionen kritisieren BDS-Resolution

"Missbräuchliche Verwendung des Antisemitismusvorwurfs"

Berlin, 11. Dezember 2020. Mehrere Kulturinstitutionen äußern unter dem Titel "Initiative GG 5.3 Weltoffenheit" Kritik an der im Mai vom Bundestag erlassenen Resolution "BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten – Antisemitismus bekämpfen". Zu den Unterzeichner*innen der "Initiative GG 5.3 Weltoffenheit" zählen u.a. die Intendant*innen der Berliner Festspiele, des Deutschen Theaters Berlin, des Bündnisses Internationaler Produktionshäuser, der Münchner Kammerspiele sowie weiterer Theater und der Deutsche Bühnenverein.

Theaterstatistik 2018/19 des Deutschen Bühnenvereins

Zur letzten Spielzeit ante Corona

11. Dezember 2020. Der Deutsche Bühnenverein hat seine Theaterstatistik für die Spielzeit 2018/19 veröffentlicht. Als "Dokumentation der letzten Spielzeit vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie" werde sie "in die Geschichte eingehen", so der Bühnenverein in seiner Pressemitteilung. Insgesamt vermittelt die Theaterstatistik 2018/19 den Eindruck von Stabilität mit einer geringen Tendenz zu Aufwüchsen in wesentlichen wirtschaftlichen Bereichen.

Theater protestiert gegen Museumspädagogik Peenemünde

"Erschüttert und fassungslos"

11. Dezember 2020. Mit einem offenen Brief hat das Theater Vorpommern auf die Inhalte eines Artikels der Ostsee-Zeitung vom gestrigen Donnerstag reagiert. Dieser hatte von einem Schülerprojekt am Historisch-Technischen Museum in Peenemünde berichtet, bei dem die Schüler*innen einer 9. Klasse angehalten gewesen seien, eigene Entwürfe entsprechend der historischen "Verzierungen" der V2-Raketen zu zeichnen. Hierbei seien auch Hakenkreuze sowie "stilisierte Adler und Machtsymbole" gezeichnet worden, denen gegenüber die Museumspädagogik bewusst "keine Denkgrenzen" habe setzen wollen, so die Ostsee-Zeitung. Dem Artikel zufolge habe es sich bei den Schüler*innen um eine "Referenzgruppe" in Vorbereitung einer kommenden Ausstellung über den Grafiker Gerd de Beek gehandelt. Sie hätten im Rahmen ihres digitalen "Wandertags" an dem Projekt teilgenommen. 

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