meldungen
Sizilianische Stadt Syrakus zeichnet Peter Stein aus
Monumental
13. Januar 2021. Die sizilianische Stadt Syrakus zeichnet den deutschen Regisseur Peter Stein mit dem Preis "Custodi della Bellezza" (Hüter der Schönheit) aus. Das meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (13.1.2021).
Zur Begründung heißt es, Stein zähle zu den wichtigsten Künstlern des europäischen Theaters der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts, er habe "monumentale Projekte" realisiert. Die Verleihung findet am 5. Juni im Griechischen Theater in Syrakus statt. Hier hatte Stein 2004 "Medea" inszeniert. Der in Berlin geborene Regisseur lebt seit vielen Jahren in der Nähe von Rom.
(FAZ / miwo)
Studie zum Risiko einer Ansteckung im Konzertsaal
Theoretisch Vollbesetzung denkbar
12. Januar 2021. Aerosol- und CO2-Messungen im Konzerthaus Dortmund haben ergeben, dass insbesondere in dessen Konzertsaal kaum ein Risiko besteht, sich mit einer Viruserkrankung wie Covid-19 anzustecken. Das gibt das Konzerthaus Dortmund in einer Pressemitteilung bekannt.
Kürzungen am Landestheater Vorarlberg
Umbau, weil das Geld fehlt
12. Januar 2021. Kürzungen im Kulturhaushalt beschloss das österreichische Bundesland Vorarlberg im Dezember 2020. Am Landestheater Vorarlberg mache die Budgetkürzung um 3 Prozent eine Umstrukturierung des Spielbetriebs nötig, berichtet heute Der Standard.
Schweiz verlängert Lockdown deutlich
Fallzahlen müssen runter
Bern, 6. Januar 2021. Wie u.a. spiegel.de meldet, verlängert die Schweiz ihren Lockdown, der bislang bis zum 22. Januar befristet ist. Demnach sollen Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen bis Ende Februar 2021 geschlossen bleiben, so Innenminister Alain Berset nach dem turnusmäßigen Treffen der Regierung.
Deutsches Theater Berlin gründet Kultursozialfonds
Für Lesbos, Belarus und die Berliner Freie Szene
Update, 6. Januar 2020. Wie das Deutsche Theater Berlin mitteilt, hat es mit seinem Kultursozialfonds Spenden in Höhe von 35.522 Euro gesammelt. Damit "konnten nun alle drei Spendenprojekte erfolgreich finanziell unterstützt werden", so die Meldung. Außerdem habe mit dem Geld Kolleg*innen der Freien Szene unbürokratisch geholfen werden können.
Berlin, 3. Dezember 2020. Das Deutsche Theater Berlin hat einen Kultursozialfonds eingerichtet, durch den Künstler*innen auf Lesbos, in Belarus und Berlin unterstützt werden sollen, wie das Theater heute mitteilt. Der "DT Kulturfonds" sei "auf Initiative des Ensembles und der Mitarbeiter_innen" entstanden, heißt es. Auch das Publikum sei eingeladen, sich mit Geldspenden zu beteiligen.
Lockdown in Deutschland verlängert
Noch länger geschlossen
Update 5. Januar 2020: Laut mehrerer Medienberichte haben sich Bund und Länder in Deutschland in ihrer heutigen Videokonferenz auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 31. Januar verständigt. Das meldet unter anderem Der Spiegel. Somit bleiben auch die Theater weiterhin geschlossen. In Landkreisen mit einer Inzidenz ab 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner*innen soll zudem der Bewegungsradius auf maximal 15 Kilometer um den eigenen Wohnort beschränkt werden. Ursprünglich hätte der Lockdown am 10. Januar enden sollen. Eine Verlängerung war jedoch vielfach bereits erwartet worden.
Ibsen-Übersetzer Heiner Gimmler gestorben
Profunde Philologie, theaterpraktische Kenntnis
Berlin, 5. Januar 2021. Wie der Verlag der Autoren heute mitteilt, ist der Skandinavist, Übersetzer und Dramaturg Heiner Gimmler am 1. Januar in Berlin verstorben. Er wurde 80 Jahre alt. Vor allem Gimmlers Übersetzungen der skandinavischen Dramatik – von Henrik Ibsen oder August Strindberg – gelten als Referenzen und waren Grundlage zahlreicher Inszenierungen im gesamten deutschsprachigen Raum. Der Verlag der Autoren würdigte in seiner Pressemitteilung Heiner Gimmlers "profunde Philologie und theaterpraktische Kenntnis".
Kathrin Mädler wird Intendantin in Oberhausen
Mit größter Freude
Memmingen, 4. Januar 2021. Kathrin Mädler wird ab der Spielzeit 2022/23 Intendantin des Theaters Oberhausen. Das meldet das Landestheater Schwaben in Memmingen, dessen Intendantin Mädler seit 2016 ist. Sie folgt damit Florian Fiedler nach, dessen Vertrag nicht verlängert wurde.
Andrea Eckert nicht mehr Leiterin der Raimundspiele
Neuorientierung
Gutenstein, 4. Januar 2021. Andrea Eckert ist als Prinzipalin der Raimundspiele Gutenstein zurückgetreten. Wie der Standard meldet, leitete Eckert die Spiele seit 2016. Im November 2019 war ihr der Raimundring verliehen worden.
Soundkünstler Jeff McGrory gestorben
Reich und zart
Berlin, 4. Januar 2020. Der Soundkünstler Jeff McGrory ist tot. Wie die Gruppe Gob Squad mitteilt, starb er am 29. Dezember 2020 in Berlin nach langjähriger Krebserkrankung im Alter von 55 Jahren.
Leipzig: Enrico Lübbe soll Intendant bleiben
Planungssicherheit schaffen
26. Dezember 2020. Der Theaterregisseur Enrico Lübbe soll Intendant des Leipziger Schauspiels bleiben. Das berichtet der MDR auf seiner Webseite. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) werde dem Stadtrat eine Verlängerung des bestehenden Vertrages bis 2027 empfehlen, teilte das Kulturdezernat am Mittwoch in Leipzig dem MDR zufolge mit. Lübbes aktueller Vertrag läuft im Sommer 2023 aus.
Schauspieler Harald Warmbrunn verstorben
Toller Kollege, außergewöhnlicher Schauspieler
24. Dezember 2020. Der Schauspieler Harald Warmbrunn ist tot. Das teilt die Berliner Volksbühne auf ihrer Webseite mit, wo Warmbrunn von 1967 bis 2017 – bis 2001 als festes Mitglied des Ensembles.
Europäischen Kulturpreis für Tobias Moretti
Geistige Abenteuer für Europa
23. Dezember 2020. Der Schauspieler Tobias Moretti erhält den Europäischen Kulturpreis 2021. Der vom Europäischen Kulturforum erstmals 2012 erstmals verliehene Preis würdigt laut Selbstbeschreibung "Leistungen von herausragender europäischer Bedeutung" sowie "Leistungen von Künstlerinnen, Künstlern oder Institutionen, die der Kultur und dem friedlichen Zusammenleben in Europa entscheidende Impulse geben, die andere zu neuen geistigen Abenteuern inspirieren und die Wegbereiter der Kultur sind." Er wird "in der Regel alle zwei Jahre" abwechselnd an "Künstler, Kulturschaffende, Institutionen und Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien" in den Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Umweltschutz, Musik, Politik und Europäischer Nachwuchspreis vergeben.
Offener Brief fordert diversitätskompetente Intendanzsuche in Köln
Multiperspektivisch
Köln, 22. Dezember 2020. In einem Offenen Brief fordern zahlreiche Kulturschaffende aus Köln, Nordrhein-Westfalen und Deutschland von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die Findungskommission für die neue Intendanz des Schauspiels Köln divers zu besetzen. Zu den Unterzeichner*innen gehören u. a. Autor Max Czollek, die Regisseurinnen Charlotte Sprenger und Pinar Karabulut, Choreografin Gerda König sowie die Dramatiker*innen Konstantin Küspert und Annalena Küspert. Der Vertrag von Intendant Stefan Bachmann endet 2023.
Kulturinstitutionen kritisieren BDS-Resolution
"Missbräuchliche Verwendung des Antisemitismusvorwurfs"
Berlin, 11. Dezember 2020. Mehrere Kulturinstitutionen äußern unter dem Titel "Initiative GG 5.3 Weltoffenheit" Kritik an der im Mai vom Bundestag erlassenen Resolution "BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten – Antisemitismus bekämpfen". Zu den Unterzeichner*innen der "Initiative GG 5.3 Weltoffenheit" zählen u.a. die Intendant*innen der Berliner Festspiele, des Deutschen Theaters Berlin, des Bündnisses Internationaler Produktionshäuser, der Münchner Kammerspiele sowie weiterer Theater und der Deutsche Bühnenverein.
Erneuter Kultur-Lockdown in der Schweiz
Macht zu die Tür, die Tor schließt auf Zeit
11. Dezember 2020. Auch in der Schweiz sind Kulturveranstaltungen nun erneut verboten. Der Bundesrat verschärfte heute die Bestimmungen, um den stark steigenden Corona-Infektionszahlen zu begegnen, wie die Neue Zürcher Zeitung meldet.
Theaterstatistik 2018/19 des Deutschen Bühnenvereins
Zur letzten Spielzeit ante Corona
11. Dezember 2020. Der Deutsche Bühnenverein hat seine Theaterstatistik für die Spielzeit 2018/19 veröffentlicht. Als "Dokumentation der letzten Spielzeit vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie" werde sie "in die Geschichte eingehen", so der Bühnenverein in seiner Pressemitteilung. Insgesamt vermittelt die Theaterstatistik 2018/19 den Eindruck von Stabilität mit einer geringen Tendenz zu Aufwüchsen in wesentlichen wirtschaftlichen Bereichen.
Theater protestiert gegen Museumspädagogik Peenemünde
"Erschüttert und fassungslos"
11. Dezember 2020. Mit einem offenen Brief hat das Theater Vorpommern auf die Inhalte eines Artikels der Ostsee-Zeitung vom gestrigen Donnerstag reagiert. Dieser hatte von einem Schülerprojekt am Historisch-Technischen Museum in Peenemünde berichtet, bei dem die Schüler*innen einer 9. Klasse angehalten gewesen seien, eigene Entwürfe entsprechend der historischen "Verzierungen" der V2-Raketen zu zeichnen. Hierbei seien auch Hakenkreuze sowie "stilisierte Adler und Machtsymbole" gezeichnet worden, denen gegenüber die Museumspädagogik bewusst "keine Denkgrenzen" habe setzen wollen, so die Ostsee-Zeitung. Dem Artikel zufolge habe es sich bei den Schüler*innen um eine "Referenzgruppe" in Vorbereitung einer kommenden Ausstellung über den Grafiker Gerd de Beek gehandelt. Sie hätten im Rahmen ihres digitalen "Wandertags" an dem Projekt teilgenommen.
Karl-Valentin-Orden für Dieter Hallervorden
Palim Palim
10. Dezember 2020. Der Schauspieler und Intendant Dieter Hallervorden erhält den Münchner Karl-Valentin-Orden. Das gibt die Faschingsgesellschaft Narrhalla bekannt. Sie zeichnet mit dem Orden seit 1973 jährlich eine Persönlichkeit aus Kunst, Politik, Wissenschaft, Literatur oder Sport aus.
In der Begründung heißt es: "Dieter Hallervorden, der auf eine jahrzehntelange erfolgreiche Karriere in der Film-,Literatur, Theater– und Musikbranche zurückblicken kann, besticht nicht nur durch sein unglaublich facettenreiches Schaffen, sondern versteht es auch exzellent, die deutsche Sprache auf vielfältigste Weise zu nutzen und seine kreativen Wortschöpfungen wie 'Palim palim' und 'Zumsel' sind deutschlandweit bekannt."
Die Preisverleihung soll am 23. Januar 2021 im Münchner Deutschen Theater stattfinden.
(Faschingsgesellschaft Narrhalla / miwo)
Bund unterstützt Theater- und Musikverlage
"Rückgrat unseres Musiklebens und unserer Theaterkultur"
9. Dezember 2020. Mit insgesamt 5 Millionen Euro will Kulturstaatsministerin Monika Grütters die E-Musik- und Sprechtheaterverlage unterstützen, denen durch die Absage der Live-Veranstaltungen in der Corona-Krise ein Großteil ihrer Einnahmen weggebrochen ist. Das geht aus einer heute vom BKM verschickten Pressemitteilung hervor. Demnach stammen die Mittel hierfür aus dem Konjunkturpaket "Neustart Kultur". Bis zu 300.000 Euro könnten Verlage für entgangene Einnahmen im Jahr 2020 beantragen, die in Form "nicht rückzahlbarer Zuschüsse" ausgezahlt würden, so die Pressemitteilung.
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