meldungen

Choreographin Trisha Brown verstorben

Die Kunst der Wiederholung

22. März 2017. Die US-amerikanische Tänzerin und Choreographin Trisha Brown ist am 17. März 2017 im Alter von 80 Jahren in San Antonio verstorben. Das berichtet Zeit Online. Brown gilt als eine der Protagonistinnen des postmodernen Tanzes. Sie wurde für ihre Arbeiten mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und nahm an der Documenta 12 in Kassel 2007 teil.

Die Schauspielerin Ingeborg Krabbe ist tot

Eine Vollblutkomödiantin

19. März 2017. Die Schauspielerin und Kabarettistin Ingeborg Krabbe ist tot. Das berichten diverse Medien, darunter die Leipziger Volkszeitung. Krabbe galt als eine eine der bekanntesten Film- und Theaterschauspielerinnen der DDR und war auch nach der Wende als Fernsehschauspielerin sehr populär.

Aufregung um "Five Easy Pieces" in Frankreich

Katholische Empörung

17. März 2017. In Frankreich hat Jean-Frédéric Poisson, der Präsident der Christdemokratischen Partei Frankreichs, ein Verbot von Milo Raus Stück Five Easy Pieces gefordert. Gestern habe er eine Petition gegen den Abend aufgesetzt, teilt Milo Rau in einer Pressemitteilung mit. "Kinder eine solche Geschichte darstellen zu lassen, deren Tragweite ihnen nicht bewusst ist, verwickelt sie in eine ungehörige und traumatisierende Situation", heißt es in dem offenen Brief, den bis Freitag Mittag etwas 10 000 Personen unterzeichnet hätten.

Literaturnobelpreisträger Derek Walcott tot

Stimme der Karibik

17. März 2017. Der karibische Dichter, Autor und Dramatiker Derek Walcott ist tot. Das meldet unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Er starb heute im Alter von 87 Jahren im Kreis seiner Freunde und Familie. Walcott veröffentlichte mehr als zwanzig Gedichtbände und über dreißig Theaterstücke. Als sein wichtigstes Werk gilt das 1990 publizierte Versepos "Omeros". 1992 erhielt er den Literaturnobelpreis.

Intendantin Katja Ott verlängert in Erlangen

Einstimmig

Erlangen, 14. März 2017. Katja Ott verlängert ihren Vertrag am Theater Erlangen um weitere sechs Jahre. Wie u.a. die Nürnberger Nachrichten melden, bleibt sie bis 2024 Intendantin des Hauses. In einer nicht-öffentlichen Sitzung sprach sich der Stadtrat einstimmig für die Vertragsverlängerung aus.

Berliner Theatertreffen: 3sat-Preis für Milo Rau

Kindlicher Trotz

13. März 2017. Der Schweizer Autor und Regisseur Milo Rau erhält den mit 10.000 Euro dotierten 3sat-Preis für seine Inszenierung Five Easy Pieces. Das teilen die Berliner Festspiele mit. Als Medienpartner des Berliner Theatertreffens vergibt 3sat den Preis seit 1997 alljährlich "für eine künstlerisch innovative Leistung" an eine/n oder mehrere Künstler*innen aus dem Kreis der zum Berliner Theatertreffen eingeladenen Ensembles (hier die Einladungen 2017).

Intendant Moritz Seibert am Jungen Theater Bonn verlängert

Starker Besuch

13. März 2017. Der Vertrag von Intendant Moritz Seibert am Jungen Theater Bonn wird vorzeitig um weitere fünf Jahre bis 2023 verlängert. Das berichtet die Bonner Rundschau (online 12.3.2017) und nennt Zahlen für den Erfolg seiner Intendanz: "Exakt 153 880 Besucher wurden 2016 bei den Vorstellungen im Stammhaus in Bonn-Beuel, im Kuppelsaal der Thalia-Buchhandlung, bei der Koproduktion 'Terror' im Contra-Kreis-Theater und bei den Gastspielen im ganzen Bundesgebiet gezählt." Moritz Seibert werde die Jugend-Bühne wie bisher künstlerisch und kaufmännisch leiten.

Andreas Döring bleibt bis 2024 Intendant in Celle

Weitermachen!

Celle, 8. März 2017. Der Intendant des Schlosstheaters Celle Andreas Döring behält sein Amt bis zum 31. Juli 2024, das teilte das Schlosstheater heute mit. Der Verein Schlosstheater Celle e.V. als Träger des Theaters sowie die kommunalen Gremien hätten sich mit Döring geeinigt, den ursprünglich bis 2019 laufenden Intendantenvertrag um fünf Jahre zu verlängern. Damit solle, so der Vereinsvorsitzende Thomas Knoke, die "künstlerisch sehr erfolgreiche Arbeit des Schlosstheater fortgesetzt werden".

"Die Räuber" aus München nicht beim Berliner Theatertreffen

Aus dispositorischen Gründen

Berlin, 9. März 2017. Ulrich Rasches Inszenierung von Friedrich Schillers Die Räuber am Münchner Residenztheater kann nicht beim Berliner Theatertreffen 2017 gezeigt werden. Wie die Berliner Festspiele mitteilen, sei "trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten in Berlin und München" eine Aufführung der Inszenierung "aus dispositorischen Gründen, insbesondere aufgrund des technisch sehr anspruchsvollen Bühnenbildes, in Berlin leider nicht möglich".

Yael Ronen erhält ITI-Preis

In vermintem Gelände

8. März 2017. Yael Ronen erhält den diesjährigen Preis des Internationalen Theaterinstituts (deutsches Zentrum). ITI-Präsident Joachim Lux teilte die Entscheidung im Anschluss an eine Vorstandssitzung des deutschen ITI in Berlin mit. Der Preisträger wird vom Vorstand auf der Grundlage einer Mitgliederbefragung bestimmt.

Gessnerallee Zürich sagt umstrittene Diskussions-Veranstaltung ab

Was bedeutet Meinungsfreiheit?

7. März 2017. Das Theaterhaus Gessnerallee hat eine für den 17. März angesetzte Diskussionsveranstaltung, bei der u.a. der AfD-Politiker Marc Jongen auf dem Podium sitzen sollte, abgesagt. Es schickt dazu eine Pressemitteilung (hier im Wortlaut). Nach Ankündigung des Panels mit dem Titel "Die neue Avantgarde" war in Zürich Protest laut geworden, Kulturschaffende hatten einen Offenen Brief lanciert, in dem sie das Theaterhaus dazu aufriefen, der AfD keine Bühne zu bieten. Der Kunstwissenschaftler Jörg Scheller, designierter Teilnehmer des kritisierten Podiums, antwortete den Unterzeichner*innen des Offenen Briefs mit einem eigenen Offenen Brief.

Zürcher Festspielpreis 2017 an Peter von Matt

Verdienste als Kulturvermittler

7. März 2017. Der Zürcher Festspielpreis geht an den Doyen der Schweizer Germanistik Peter von Matt. Das teilten via Presseaussendung die Zürcher Festspiele mit. Von Matt, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, erhalte den Preis für "sowohl für seine Verdienste als Kulturvermittler als auch für sein grossartiges literarisches Werk", zitiert die Mitteilung aus der Begründung der künstlerischen Kommission der Festspiele Zürich.

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