meldungen
TTIP-Positionspapier der EU veröffentlicht: kein Einfluss auf Kultursubventionen
EU-Staaten sollen weiterhin Kulturangebote öffentlich fördern können
8. Januar 2015. Die Europäische Union hat am 7. Januar 2015 ein umfangreiches Positionspapier zum TTIP veröffentlicht, in dem Verhandlungspositionen und Textvorschläge für unterschiedlichste Regelungen des Abkommens formuliert sind. Damit reagiert sie auf Kritik an der fehlenden Transparenz der Verhandlungen und ihrer Inhalte.
Kein Spartenabbau am Theater Plauen-Zwickau
Kompromiss zum Jahresstart
Plauen-Zwickau, 7. Januar 2015. Die drohende Spartenschließung am Theater Plauen-Zwickau scheint abgewendet. Wie die Chemnitzer Freie Presse meldet, haben sich die Spitzenpolitiker der beiden sächsischen Städte auf einen Kompromiss geeinigt: "Ab 2018 soll das fusionierte Theater einen jährlichen Zuschuss von 15 statt bisher 17 Millionen Euro erhalten."
Deutscher Kulturrat bereitet Aktionstag zum TTIP vor
Fundamental gefährdete Vielfalt
6. Januar 2015. Der Deutsche Kulturrat bereitet einen Aktionstag zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP vor. Das geht aus Informationen auf der Webseite des Kulturrats hervor, des Spitzenverbandes aller Kulturverbände in Deutschland. Der Aktionstag wird am 21. Mai 2015 stattfinden, dem Internationalen Tag der Kulturellen Vielfalt.
Soziologe Ulrich Beck gestorben
Denker der Risikogesellschaft
3. Januar 2015. Der Soziologe Ulrich Beck ist im Alter von 70 Jahren am 1. Januar 2015 verstorben. Wie die Süddeutsche Zeitung meldet, erlag er einem Herzinfarkt. Beck, 1944 im seinerzeit hinterpommerschen Stolp geboren, avancierte mit seinem Theorieklassiker "Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne" (1986) zu einem der prägenden Soziologen der Gegenwart. Er lehrte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, an der London School of Economics and Political Science und an der Fondation Maison des sciences de l'homme in Paris.
Moskauer Polizei sprengt Filmvorführung am Teatr.doc
Verwüstungen durch Ordnungshüter
Moskau, 2. Januar 2015. Die Moskauer Polizei hat am 30. Dezember 2014 eine Filmvorführung im Theaterkeller des Teatr.doc gesprengt. So berichtet Herweg C. Höller im Standard (2.1.2015). "Etwa 20 Ordnungshüter, die gemeinsam mit Beamten des Kulturministeriums anmarschiert waren, gaben zunächst vor, nach einer Bombe zu suchen", berichtet Höller. "Anschließend konzentrierten sie sich auf vermeintlichen 'Extremismus' im vorgeführten ukrainischen Dokumentarfilm, verwüsteten die Räumlichkeiten und zerstörten Requisiten." Einen Augenzeugenbericht von den Ereignissen veröffentlicht das New Yorker Internetfeuilleton culturebot.org.
Die Schauspielerin Luise Rainer ist gestorben
Tod mit 104
30. Dezember 2014. Luise Rainer, die einzige Deutsche, die in Hollywood je als beste Schauspielerin mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, ist tot. Das berichten verschiedene Medien, darunter der Westdeutschen Rundfunk auf seiner Internetseite.
Aktualisiert: ZPS-Aktion Europäischer Mauerfall: CDU-Politiker unter Druck
Einfluss auf die Staatsanwaltschaft?
29./30. Dezember 2014. Der Bundestagsabgeordnete Marian Wendt (CDU) ist in Erklärungsnot. Dafür sorgt ein SMS-Dialog Wendts mit dem Aktionskünstler Philipp Ruch vom "Zentrum für politische Schönheit", der öffentlich geworden ist. Während der am 3. November 2014 gestarteten Kunstaktion Erster Europäischer Mauerfall soll Wendt dem Zentrum angeboten haben, Einfluss auf die Staatsanwaltschaft zu nehmen, die wegen der im Kontext der Aktion entwendeten Berliner Mauerkreuze ermittelte.
Zukunft des Schweriner Theaters gesichert
Zukunft als Staatstheater gesichert
28. Dezember 2014. Nach jahrelangem Tauziehen und ständiger Insolvenzbedrohung hat die Landeshauptstadt Schwerin mit dem Land kurz vor Jahresende nun eine Zielvereinbarung für das Mecklenburgische Staatstheater geschlossen. Das berichtet die Schweriner Volkszeitung.
Mülheimer Ringlokschuppen ist gerettet
Vertrauensvorschuss
23. Dezember 2014. Der Ringlokschuppen Mülheim ist vor der Insolvenz gerettet, das teilt die Spiel- und Produktionsstätte für freies Theater in einer Presseaussendung mit. Anfang Dezember war bekannt geworden, dass sich im laufenden Jahr eine Liquiditätslücke von rund 400.000 Euro aufgetan hatte (Meldung vom 5. Dezember), die bis zum Jahresende geschlossen werden müsse. Nun hat sich der Ringlokschuppen mit der Stadt Mülheim an der Ruhr und der Mülheimer Beteiligungsholding auf einen Konsolidierungsplan für die Jahre 2015 und 2016 geeinigt.
Wiener Theatermacherin Ulrike Kaufmann gestorben
Zeitlose Magie
23. Dezember 2014. Die Wiener Theatermacherin und Mitgründerin des Serapion Theaters Ulrike Kaufmann ist am 19. Dezember im Alter von 61 Jahren gestorben. Das meldet die Wiener Tageszeitung Der Standard.
Bühnenverein sieht West-Ost-Gefälle bei Theatern
Zusammenlegungen notwendig
19. Dezember 2014. Der Deutsche Bühnenverein sieht auch 25 Jahre nach dem Mauerfall ein West-Ost-Gefälle. Die Theater und Orchester im Osten Deutschlands sind finanziell schlechter gestellt als im Westen, heißt es in der einer Meldung unter anderem des WDR. So habe der Bühnenverein in den ostdeutschen Bundesländern Tarifverträgen mit Gehaltsverzicht zustimmen müssen, um Arbeitsplätze zu erhalten.
Hauptstadtkulturfonds: Zweite Förderungsrunde für 2015
Hauptstadtförderung, die Zweite
Berlin, 18. Dezember 2014. Die Entscheidung über die zweite Förderungsrunde des Berliner Hauptstadtkulturfonds für 2015 ist gefallen. Insgesamt wurden für alle Sparten 291 Anträge eingereicht, darunter 52 Anträge im Bereich Performance (10 bewilligt) und 19 im Bereich Sprechtheater (6 bewilligt). Das Gesamtförderungsvolumen beträgt 4,7 Mio. Euro, davon entfallen 638.000 Euro auf Performance und 1.080.000 Euro auf Sprechtheater. Die ausführliche Liste der geförderten Projekte ist in der Pressemitteilung der Geschäftsstelle des Hauptstadtkulturfonds nachzulesen.
Albert Ostermaier übernimmt 4. Saarbrücker Poetikdozentur
In die Worte verbissen
Saarbrücken, 17. Dezember 2014. Der Münchener Dramatiker, Lyriker und Prosaautor Albert Ostermaier tritt im Januar 2015 die vierte Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik der Universität des Saarlandes an. Das meldet das Saarländische Staatstheater Saarbrücken. Vor ihm erhielten die Dokumentartheatergruppe Rimini Protokoll, der Autor und Regisseur Roland Schimmelpfennig (der seine Ergebnisse in einem Buch zusammenfasste) und die Schriftstellerin Kathrin Röggla diese ausschließlich für Dramatik eingerichtete Auszeichnung.
Fusion: "Staatstheater Nordost" in Mecklenburg-Vorpommern
Umstrukturierungen
Schwerin, 13. Dezember 2014. Im Osten Mecklenburg-Vorpommerns soll ein "Staatstheater Nordost" entstehen. Wie der NDR meldet, haben sich die dortigen Landkreise und Kommunen mit Vertretern der Landesregierung bei ihrem gestrigen Treffen mit Kultusminister Mathias Brodkorb geeinigt. Demnach sollen das Theater Vorpommern und die Theater- und Orchestergesellschaft Neubrandenburg / Neustrelitz fusionieren.
Ingo Metzmacher neuer Intendant der Kunstfestspiele Herrenhausen
Zurück zur Musik
13. Dezember 2014. Der Dirigent Ingo Metzmacher wird als Nachfolger von Elisabeth Schweeger Intendant der Kunstfestspiele Herrenhausen in Hannover. Das berichten diverse Medien der niedersächsischen Landeshauptstadt, darunter die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Offiziell wollte die Stadt den neuen Intendanten und sein Programm am Montag präsentieren, so die Neue Presse.
Frank Hoffmann Intendant der Ruhrfestspiele bis 2018
Der Luxemburger im Ruhrpott
Recklinghausen, 12. Dezember 2014. Der Regisseur Frank Hoffmann bleibt Intendant der Ruhrfestspiele. Das teilt der Westdeutsche Rundfunk (WDR) in seinen Kulturnachrichten mit.
Henriette Dushe erhält Grabbe-Preis
Innovative Leistung
Detmold, 12. Dezember 2014. Die Autorin Henriette Dushe wird für ihr Stück "In einem dichten Birkenwald, Nebel" mit dem Christian-Dietrich-Grabbe-Preis 2014 ausgezeichnet. Wie das Landestheater Detmold mitteilt, wird der Preis alle drei Jahre von der Grabbe-Gesellschaft und dem Landestheater als Literaturpreis in Würdigung des in Detmold geborenen und gestorbenen Dramatikers Christian Dietrich Grabbe vergeben. Er ist mit 5.000 Euro dotiert. Bestandteil des Preises ist auch die Uraufführung des Stückes am Landestheater in der Spielzeit 2015/2016.
Tödlicher Anschlag während Kabuler Theateraufführung
Herzschlag und Stille
Kabul, 12. Dezember 2014. Während einer Theatervorstellung in der Aula einer renommierten Kabuler Schule wurde gestern ein Selbstmordanschlag verübt. Wie die Frankfurter Rundschau meldet, starb neben dem jugendlichen Attentäter, der 16 bis 17 Jahre alt gewesen sein soll, ein deutscher Staatsbürger. Darüber hinaus seien bis zu 20 Menschen teils lebensgefährlich verletzt worden. Wahrscheinlich sei, dass es noch mehr Opfer gebe.
Martin Pfaff wird Schauspieldirektor am Landestheater Detmold
Heimspiel
Detmold, 11. Dezember 2014. Der Regisseur Martin Pfaff wird neuer Schauspieldirektor am Landestheater Detmold. Dies habe der Theater-Aufsichtsrat am 10. Dezember 2014 beschlossen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Pfaff folgt damit auf Tatjana Rese, die seit 2011 die Schauspielsparte leitet.
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