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TTIP-Positionspapier der EU veröffentlicht: kein Einfluss auf Kultursubventionen

EU-Staaten sollen weiterhin Kulturangebote öffentlich fördern können

8. Januar 2015. Die Europäische Union hat am 7. Januar 2015 ein umfangreiches Positionspapier zum TTIP veröffentlicht, in dem Verhandlungspositionen und Textvorschläge für unterschiedlichste Regelungen des Abkommens formuliert sind. Damit reagiert sie auf Kritik an der fehlenden Transparenz der Verhandlungen und ihrer Inhalte.

Kein Spartenabbau am Theater Plauen-Zwickau

Kompromiss zum Jahresstart

Plauen-Zwickau, 7. Januar 2015. Die drohende Spartenschließung am Theater Plauen-Zwickau scheint abgewendet. Wie die Chemnitzer Freie Presse meldet, haben sich die Spitzenpolitiker der beiden sächsischen Städte auf einen Kompromiss geeinigt: "Ab 2018 soll das fusionierte Theater einen jährlichen Zuschuss von 15 statt bisher 17 Millionen Euro erhalten."

Soziologe Ulrich Beck gestorben

Denker der Risikogesellschaft

3. Januar 2015. Der Soziologe Ulrich Beck ist im Alter von 70 Jahren am 1. Januar 2015 verstorben. Wie die Süddeutsche Zeitung meldet, erlag er einem Herzinfarkt. Beck, 1944 im seinerzeit hinterpommerschen Stolp geboren, avancierte mit seinem Theorieklassiker "Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne" (1986) zu einem der prägenden Soziologen der Gegenwart. Er lehrte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, an der London School of Economics and Political Science und an der Fondation Maison des sciences de l'homme in Paris.

Moskauer Polizei sprengt Filmvorführung am Teatr.doc

Verwüstungen durch Ordnungshüter

Moskau, 2. Januar 2015. Die Moskauer Polizei hat am 30. Dezember 2014 eine Filmvorführung im Theaterkeller des Teatr.doc gesprengt. So berichtet Herweg C. Höller im Standard (2.1.2015). "Etwa 20 Ordnungshüter, die gemeinsam mit Beamten des Kulturministeriums anmarschiert waren, gaben zunächst vor, nach einer Bombe zu suchen", berichtet Höller. "Anschließend konzentrierten sie sich auf vermeintlichen 'Extremismus' im vorgeführten ukrainischen Dokumentarfilm, verwüsteten die Räumlichkeiten und zerstörten Requisiten." Einen Augenzeugenbericht von den Ereignissen veröffentlicht das New Yorker Internetfeuilleton culturebot.org.

Bühnenverein sieht West-Ost-Gefälle bei Theatern

Fusion: "Staatstheater Nordost" in Mecklenburg-Vorpommern

Umstrukturierungen

Schwerin, 13. Dezember 2014. Im Osten Mecklenburg-Vorpommerns soll ein "Staatstheater Nordost" entstehen. Wie der NDR meldet, haben sich die dortigen Landkreise und Kommunen mit Vertretern der Landesregierung bei ihrem gestrigen Treffen mit Kultusminister Mathias Brodkorb geeinigt. Demnach sollen das Theater Vorpommern und die Theater- und Orchestergesellschaft Neubrandenburg / Neustrelitz fusionieren.

Ingo Metzmacher neuer Intendant der Kunstfestspiele Herrenhausen

Zurück zur Musik

13. Dezember 2014. Der Dirigent Ingo Metzmacher wird als Nachfolger von Elisabeth Schweeger Intendant der Kunstfestspiele Herrenhausen in Hannover. Das berichten diverse Medien der niedersächsischen Landeshauptstadt, darunter die Hannoversche Allgemeine Zeitung. Offiziell wollte die Stadt den neuen Intendanten und sein Programm am Montag präsentieren, so die Neue Presse.

Henriette Dushe erhält Grabbe-Preis

Innovative Leistung

Detmold, 12. Dezember 2014. Die Autorin Henriette Dushe wird für ihr Stück "In einem dichten Birkenwald, Nebel" mit dem Christian-Dietrich-Grabbe-Preis 2014 ausgezeichnet. Wie das Landestheater Detmold mitteilt, wird der Preis alle drei Jahre von der Grabbe-Gesellschaft und dem Landestheater als Literaturpreis in Würdigung des in Detmold geborenen und gestorbenen Dramatikers Christian Dietrich Grabbe vergeben. Er ist mit 5.000 Euro dotiert. Bestandteil des Preises ist auch die Uraufführung des Stückes am Landestheater in der Spielzeit 2015/2016.

Tödlicher Anschlag während Kabuler Theateraufführung

Herzschlag und Stille

Kabul, 12. Dezember 2014. Während einer Theatervorstellung in der Aula einer renommierten Kabuler Schule wurde gestern ein Selbstmordanschlag verübt. Wie die Frankfurter Rundschau meldet, starb neben dem jugendlichen Attentäter, der 16 bis 17 Jahre alt gewesen sein soll, ein deutscher Staatsbürger. Darüber hinaus seien bis zu 20 Menschen teils lebensgefährlich verletzt worden. Wahrscheinlich sei, dass es noch mehr Opfer gebe.

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