von Christian Muggenthaler
Ansbach, 20. Oktober 2018.
E.T.A Hoffmanns Erzählungen sind durchwoben von einem großen Spaß am Düsteren, Somnambulen, das Offene wabert aus ins Rätselhafte. Doppelgänger und Automatenwesen sorgen für eine beständige Unsicherheit, Wirklichkeit neigt zur Brüchigkeit. Mesmerismus, Punschgetränke und die Lust, die Phantasie im Sprechzimmer des Wahnsinns anzusiedeln, verrühren sich bei ihm zu einem teuflischen literarischen Elixier. Nach dessen Einnahme wird hinlänglich unklar, wo jetzt genau noch mal die Nahtstelle ist zwischen Verschwörung und Paranoia, zwischen Spiegelbild und Schizophrenie.